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26. Jänner 2020

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- Drei neue Fußgängerzonen: Graz schafft mehr Platz für Fußgänger - Noch „Überzeugungsarbeit“ nötig: Programm gegen Rassismus lässt auf sich warten - Volle Busse sorgen für Ärger in Liebenau - Radfahrer unglücklich über Vorrangregelung im Augarten - Erich-Edegger-Steg wird generalsaniert - Direktorin mobbt Lehrer aus der Schule - Neues Lokal im Pavillon: „Kaisers“ eröffnet im Stadtpark - Kinderbetreuung: 13 neue Gruppen beschlossen

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30 eco www.grazer.at 26. JÄNNER 2020 W I R T S C H A F T Experten Tipp Herbert Walser Gleichberechtigt Wer bei Magna eine Lehre beginnt, erhält eine Perspektive. Mädchen wie auch Jungs haben dabei die gleichen Chancen – ob es um den Aufstieg oder den Verdienst geht. Ein Beruf in der Industrie ist schon längst nicht mehr laut und schmutzig, er ist sehr vielfältig. Das sollte zuallererst in den Schulen kommuniziert werden. Aber auch Eltern werden zur Ausbildung des Kindes beraten. Das Angebot ANZEIGE Berufe. Elektro-, Kfz-, Prozess-, IT-System-, Karosseriebau-, Kunststoff-, Maschinenbau-, Werkzeugbau-, Werkstoff-, Zerspanungs-, Installationsund Gebäudetechniker, Fahrzeugsattler, Mechatroniker, Technischer Zeichner, Lackierer. Bewerbung. Unter lehre. magna.com. Benefits. Prämien, Auslands- Praktika, Beteiligung. scheidung bei. Wir haben zum Beispiel einen Mitarbeiter für uns gewinnen können, weil es in einem Aufenthaltsraum einen Tischfußballtisch gegeben hat.“ „Wir haben kein Interesse daran, unsere Lehrlinge allein mit Benefits zu ködern“, unterstreicht Walser. Zwar findet man bei Magna vielleicht auch einen „Wuzzeltisch“, es gehe aber darum, „nicht die besten, sondern die geeignetsten Lehrlinge“ zu finden. Ihnen böte man die Perspektive, auch im Unternehmen aufsteigen zu können. „Wer es wünscht“, ergänzt der Lehrlingsexperte, denn man sei nicht nur an „High Potentials“ interessiert. Als Quasi-Benefit würde allein schon die Arbeitszeit bei Magna wahrgenommen. Von 6 bis 14.12 Uhr wird gearbeitet. „Die Jugendlichen haben kein Problem damit, teils schon um 4.30 Uhr aufstehen zu müssen“, so Walser. In weiblicher Hand Geht es um ihre weiblichen Kandidaten, kommen Prossnigg und Ostermann schnell ins Schwärmen: „Oft merkt man, dass die Mädels beim Schweißen Jungs um Welten übertreffen. An diese Präzision können sie nicht herankommen“, erzählt Prossnigg aus der Praxis. Das Klischee des technischen Berufs als männliche Domäne bröckelt. Auch deshalb nimmt SSI SCHÄFER jährlich am „Girls’ Day“ teil, dem Berufsorientierungstag ausschließlich für Mädchen (der Es geht nicht darum, die besten, sondern die geeignetsten Lehrlinge zu finden.“ Herbert Walser, Leiter Berufsausbildungszentrum bei Magna Beim Runden Tisch sprachen die Experten über die Herausforderungen in der Lehrlingsausbildung heuer am 23. April stattfindet). Auch bei Siemens stellen die Damen ihr Können unter Beweis: „Viele gehen als Siegerinnen aus Berufswettbewerben hervor. Es kommt aber auch vor, dass eine Dame als Lehrling beginnt, nach ihrer Lehrzeit ins Büro wechselt und im Engineering landet. Auch Funktionen im Management sind nach einer Lehre möglich“, erzählt Zummer. Sache der Kultur Dass weibliche Lehrlinge einen positiven Einfluss aufs Betriebsklima haben, bemerkt Ostermann. „Es ist nicht mehr so rau“, beschreibt er. Soft Skills werden in seinem Betrieb mittels jährlicher sozialer Projekte geformt. Hier zieht man externe Partner, wie den Verein Mosaik, hinzu. Ein Zusatzangebot gibt es bei Siemens in Form eines Sensibilisierungsseminars. Dort wird den Jugendlichen zum Beispiel beigebracht, wie sie am besten mit ihrem Geld umgehen. Auch Ernährung ist ein Thema. In der Gerhard Zummer von Siemens und Bettina Prossnigg von SSI SCHÄFER betreuen in ihren Unternehmen Lehrlinge. Kantine bekochen sich die Lehrlinge deshalb gegenseitig. Bei Magna wiederum wartet man mit einem Lehrlingssicherheitstag auf. Themen wie Umweltschutz werden behandelt, aber auch Erfahrungen mit einem Überschlagssimulator oder einer Rauschbrille stehen auf dem Programm. Aussichten Auf die Frage hin, wie die „Lehrlingsmeister“ die Mitarbeiterdemografie im Betrieb gerne in fünf bis zehn Jahren sehen würden, wünscht sich Zummer Fachkräfte, die im Unternehmen groß werden. Prossnigg und Ostermann würden es begrüßen, wenn jeder Lehrling im Unternehmen seine Träume und Talente verwirklichen kann. Walser würde sich freuen, wenn die Lehrlinge auch nach der Ausbildung längerfristig im Betrieb bleiben. Viele gehen als Siegerinnen aus Berufswettbewerben hervor.“ Gerhard Zummer, Leiter der Lehrlingsausbildung bei Siemens Lehrberufe in der Indus trie – auch in den anderen steirischen Unternehmen – findet man übrigens unter landkarte. dieindustrie.at. Nach Lehrberuf oder nach Region können Interessenten dort nach ihrem Traumberuf suchen.

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