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26. August 2021

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- Graz soll ein Fischerhaus bekommen - Grazer Berufsfeuerwehr sucht erste Feuerwehrfrau - Konkurrenz für FPÖ und Grüne: In einem Monat wählt Graz - EuroSkills erregen internationales Aufsehen - Grazer Grüne präsentieren Wahlplakate

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2 graz www.grazer.at 26. AUGUST 2021 Hier soll das neue Logistikzentrum von Amazon entstehen. KOTHGASSER Stadt fordert UVP bei Amazon ■ Nachdem aus einem Feststellungsbescheid des Landes hervorgegangen war, dass für das geplante Amazon-Logistikzentrum in Graz keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei, brachte die Stadt gestern offiziell eine Beschwerde ein. Aus Sicht von Experten bestehe nämlich eine UVP-Pflicht, heißt es. Vor allem gehe es der Stadt um den Schutz der Anrainer, so Bürgermeister Siegfried Nagl zur Beschwerde. Seit gestern sind die Corona- Zahlen wieder gestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & Umgebung ■ Die Corona-Zahlen in Graz sind seit gestern wieder gestiegen. Die Sieben-Tages- Inzidenz liegt laut Dashboard der AGES bei 156,3 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 149,8). In Graz-Umgebung ist sie hingegen etwas abgesunken und liegt nun bei 73,5 (gestern: 74,1 Fälle). Der Steiermark- Durchschnitt liegt bei 80,7. Das niedrigste Infektionsgeschehen gibt es aktuell in Murau mit 10,9 Fällen pro 100.000 Einwohner. In Graz zählt man bereits 314 Corona-Tote, in Graz- Umgebung 254. Graz bekommt ein Fischerhaus! Ein Fischerhaus wäre ein Vorzeigemodell für die Fischerei der Zukunft in Graz. Man könnte die Räumlichkeiten für Seminare, Schulungen und Vorträge genauso wie für einen generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch nutzen. Alle Interessierten und Engagierten hätten einen Anlaufplatz. Solche Fixpunkte sind gerade für Jugendliche wichtig, uns allen ist es doch ein Anliegen, dass die Grazer Jugend sich mit sinnvollen Freizeitaktivitäten in der Natur beschäftigt und nicht auf die schiefe Bahn gerät. Viele Mitglieder des Arbeiterfischereivereins möchten hier ben an den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl. Keppel weiter: „Der Arbeiterfischereiverein Graz ist mit etwa 400 Mitgliedern der größte Fischereiverein der Steiermark und hat kein eigenes Vereinshaus. Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen bestätigen, dass Jung und Alt den Weg in die Natur zum Fluss suchen. Das Interesse an der Fischerei war und ist ein hohes! Umso wichtiger erscheint es mir, dass wir als Verein die Möglichkeit haben, vor allem unseren künftigen Generationen bei einem vernünftigen und disziplinierten Umgang mit der Natur und den Fischen zu helfen. So wäre ein Fischerhaus (und kein wie von den Medien interpretiertes „Fischerstüberl“) eine große Zukunftsvision für uns Fischer in Graz“ Stadt interessiert Bürgermeister Nagl zeigte sich interessiert an so einem „Fischerhaus“, welches auch Wissen vermitteln und die Fische der Mur erlebbar machen soll. Nagl sagte dem „Huchenfranz“ zu, dass er nach der Wahl das Vorhaben prüfen werde und er sich Fischerhaus als Vorzeigemodell für künftige Generationen FOTO KEPPEL FRANZ ZUKUNFT. Das von Fischschützern geforderte „Fischerhaus“ an der Grazer Mur hat gute Chancen, realisiert zu werden. Ein Haus für alle Generationen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Franz Keppel Verantwortung übernehmen. Wir sind bereit, Jugendliche anzuleiten und gemeinsam mit ihnen nicht nur die Freude an der Fischerei zu entdecken, sondern ihnen einen respektvollen Umgang mit der Natur zu ermöglichen“, argumentierte der Grazer Franz Keppel, vielen bekannt als „Huchenfranz“ in einem Schrei- durchaus vorstellen könne, dass so ein Haus, etwa in der Nähe des Vogelschutzgebietes in Weinzödl errichtet werden könnte. Allerdings müsse das Projekt bis nach der Wahl warten. Franz Keppel ist dennoch zufrieden, hat er doch mit einer glatten Ablehnung gerechnet, da er ja vehement öffentlich gegen das Murkraftwerk aufgetreten ist. Franz Keppel: „Ich war vollends überrascht und erfreut, dass man im Bürgermeisteramt so positiv auf meinen Vorschlag reagiert hat. Der Murraum soll allen Grazern zugänglicher gemacht werden. Für uns Fischer war die Mur immer zugänglich, insbesondere der Bereich vom Grazbach bis zum Kalvarienberg. Der Arbeiterfischereiverein besitzt für diesen Bereich der Mur das alleinige Fischereirecht. Seit Jahrzehnten leistet unser Verein großartige Arbeit, man denke beispielsweise nur an die größte Fischrettungsaktion der Steiermark, die jährliche Mühlgang-Abkehr“. Sorgen bereitet Keppel nur die Wasserqualität der Mur. Keppel: „Die Mur ist einfach kein Badewasser, das sollte man den Grazern noch deutlicher vermitteln, als das bisher der Fall war“.

26. AUGUST 2021 www.grazer.at graz 3 Graz bald erste Feuerwehrfrau? CHANCE. Im Herbst sucht die Grazer Feuerwehr neue Feuerwehrmänner und auch Frauen. Die Kriterien sind ident. Noch hat es keine Frau in die Berufsfeuerwehr geschafft. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Alle bisherigen Versuche, Feuerwehrfrau bei der Grazer Berufsfeuerwehr zu werden, schlugen fehl. Die Frauen schafften die Aufnahmeprüfungen nicht. Offenbar gibt es keine weiblichen Grisus und Feuerwehrfrau steht nicht auf der Berufswunschliste. Beispiel Wien: Dort gibt es bei der Berufsfeuerwehr mit 1.800 Bediensteten 6 Frauen. In Graz gab es bislang noch nie eine Feuerwehrfrau in der Brandwache am Lendplatz, auch nicht in den Zweigstellen. Thomas Schmallegger, Branddirektion: „Im Herbst 2021 wird es wieder eine Ausschreibung der Stadt Graz für Mitarbeiter im Branddienst in der Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr geben. Die Ausschreibung richtet sich an beide Geschlechter. Gerüchte, wonach man von seiten der Mannschaft keine Frauen wolle, entbehren jeder Grundlage“. Frauen agieren als Polizistinnen, Soldatinnen und bei Freiwilligen Feuerwehren, was also ist so schwierig, um bei der Grazer Berufsfeuerwehr landen zu können? Die Ausschreibungskriterien sind ident für Mann und Frau. Man sollte unter 28 Jahren alt sein und wenn es geht eine fertige Berufsausbildung haben. Es gibt einen schriftlichen Eignungstest. Da geht es um Deutschkenntnisse, Mathematik und Logik. Dann die körperlichen Anforderungen: Darunter Im Herbst sucht die Grazer Berufsfeuerwehr wieder neue Feuerwehrleute. Seit fast 170 Jahren gab es in Graz noch eine einzige Feuerwehrfrau. GETTY 3000 Meter Laufen in 15 Sekunden. Auf die Drehleiter rauf in 20 Sekunden. 12 Liegestütze, 15 Meter tief tauchen, 1000 Meter schwimmen und das in 140 Sekunden. Weiters sollte man mindestens 1,70 Meter und maximal 2,10 Meter groß sein. Schmallegger: „Wir schreiben im Herbst aus und werden sehen, ob diesmal Frauen dabei sind, die die Kriterien erfüllen“ können. Vielleicht gibt es diesmal die erste Feuerwehrfrau für Graz“. Die Grazer Berufsfeuerwehr verfügt aktuell über zehn Offiziere, 210 Feuerwehrmänner im Wechseldienst, fünf Feuerwehrmänner im Tagdienst. Dazu zwei Offiziers-Anwärter und acht Feuerwehranwärter. Schmallegger: „Ein Personalhöchststand in der Geschichte der Grazer Berufsfeuerwehr“. Opernstars zu Gast im Rathaus GOLDENES BUCH. Die beiden Tosca-Stars Jonas Kaufmann und Kristine Opolais statteten Bürgermeister Siegfried Nagl einen Besuch im Rathaus ab und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Gefühle transportieren, das ist es, was Oper macht“, brachte es Jonas Kaufmann auf den Punkt. Der Startenor aus Puccinis Oper Tosca war gemeinsam mit seiner Bühnenpartnerin, Tosca, Kristine Opolais (Sopran) zu Gast bei Bürgermeister Siegfried Nagl und Kulturstadtrat Günter Riegler. Mit dem Besuch wurde eine Eintragung ins Goldene Buch der Stadt verbunden. Bei ihren Auftritten auf der Kasemattenbühne sorgen Kaufmann und Opolais gerade für Gänsehaut – und das nicht nur bei großen Opernfans. Stadtoberhaupt wie Kulturstadtrat streuten den stimmgewaltigen Gästen Blumen: „Sie haben uns mit ihrer Darbietung tief berührt, vor allem, weil uns die Corona-Pandemie solchen Genuss in den letzten Monaten verwehrte.“ Dem pflichtete Kaufmann bei und berichtete, dass er die Sehnsucht des Publikums nach Schönheit, Glück und Frieden förmlich spüren konnte. Begleitet wurde der Tenor, der zu den gefragtesten weltweit zählt, übrigens von seiner Gattin Christiane und seinem zweieinhalbjährigen Sohn Valentin, der vom Bürgermeister ein Graz-Wimmelbuch geschenkt bekam. Kristine Opolais betonte, dass sie sich in Graz sehr wohlfühle und das Publikum hinreißend sei. Mehr auf graz.at. Jonas Kaufmann (M.) und Kristine Opolais (2. v. l.) trugen sich nach zwei Tosca- Aufführungen auf den Kasematten ins Goldene Buch ein. STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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