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26. August 2018

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- Verkehrs-Experten warnen: Wir haben keinen Platz für Fahrräder und Mopeds - Bauboom in Graz: Viele Häuslbauer finden keine Baufirma mehr - Steirischer Trüffel und Safran - Neuer Park in St. Peter

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 26. AUGUST 2018 Bauboom in Graz KOMMENTAR Man darf nie alle über einen Kamm scheren Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at D er Alltag in den Abteilungen des ehemaligen LSF – heute LKH Süd-West Standort Süd – hat zwei Seiten. Die eine ist die dunkle, die für alle Beteiligten unangenehme, manchmal auch zum Himmel schreiende Seite. Die Seite, wo Menschen – Pfleger im Psychiatriebereich sind auch Menschen – meist wehrlose, oft schon mehrfach gedemütigte Patienten, die wiederum ebenfalls Menschen sind, zum Spielball ihrer Lust und Laune machen. Haben diese Pfleger – und es geht nur um einige wenige – einen schlechten Tag, ist der Tag meist auch für die Patienten gelaufen. Was Menschen Menschen antun, ist jetzt Gegenstand der Arbeit einer Expertenkommission. Die andere Seite ist die jener Pfleger, die hervorragend ausgebildet sind, mit Freude an ihren Job herangehen und sich meist nach Beendigung der Ausbildung aber einen Platz in irgendeinem Krankenhaus suchen, nur nicht in der Psychiatrie. Dabei wäre es so wichtig, dass gerade dort hervorragende Mitarbeiter am Werk sind. Hier geht es darum, junge Pfleger und Pflegerinnen zu ermutigen, sich in diesen schwierigen Bereich zu wagen. Ein dankbares Patientengesicht mit einem Lächeln zeigt einem, dass man einen guten Job macht, der selbst auch Freude macht. Viele Häuslbauer finden keine Baufirma mehr Häuslbauer tun sich momentan schwer, eine Firma zu finden, die ihnen das gewünschte Eigenheim baut. THINKSTOCK, MEDIENDIENST ARG. Besonders private Häuslbauer bekommen derzeit oft gar kein Anbot von Baufirmen mehr. Schuld ist die sehr gute Auftragslage. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Ja, wir können von einem richtigen Bauboom sprechen! Es gibt derzeit eine unglaublich große Nachfrage in Graz!“, bestätigt Alexander Pongratz, Landesinnungsmeister der Baumeister. Und dass man derzeit von vielen Häuslbauern hört: „Alle sind ausgelastet, man findet keine Baufirma mehr“, kann er ebenfalls verstehen: „Die Auftragslage ist so gut, dass viele Firmen oft gar keine Anbote mehr machen. Und das trifft den privaten Bereich zuerst. Privatkunden gehören nämlich zum schwierigsten Metier“, weiß der Baumeister. „Oft holen sie unzählige Anbote ein, um Preise zu vergleichen. Für Firmen bedeutet das Errechnen eines Kostenvoranschlags viel Arbeit. In vielen Fällen bekommen sie den Auftrag dann aber nicht.“ Selten, aber doch könne es sogar vorkommen, dass Firmen Aufträge nicht annehmen können, da sie die Ressourcen einfach nicht hätten. Trotzdem beruhigt der Experte: „Graz hat sehr leistungsfähige und vor allem sehr viele Firmen – die Dichte ist so hoch wie sonst nirgends in Österreich. Man sucht momentan vielleicht länger, aber normalerweise lässt sich immer jemand finden! Die Zeiten der Schnäppchenjagd sind aber vorbei.“ Preis steigt enorm Für die Kunden wirkt sich die gute Auftragslage natürlich auch auf den Preis aus. Schuld daran ist aber nicht nur die hohe Nachfrage. „Die Baustoffe sind momentan extrem teuer“, weiß Pongratz. „Noch im Jahr 2017 haben wir für eine Tonne Stahl etwa 700 Euro bezahlt, jetzt sind es 1200 Euro. Auch das Verlegen von Eisen ist etwa durch die Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping auf inzwischen 350 Euro pro Tonne gestiegen - letztes Jahr waren es noch 250 Euro. Farben sind um bis zu 100 Prozent teurer!“ Trend hält an Dass Eigenheime für den Endverbraucher so irgendwann gar nicht mehr leistbar sind und der Markt schrumpft, glaubt der Experte nicht – im Gegenteil. „Das Niveau wird in den nächsten Jahren gleich bleiben. Es ist teuer, aber die Nachfrage ist da!“ Auch Wiener Bauträger erkennen Graz vermehrt als attraktiven Standort. Für Endverbraucher könnten dadurch Mieten in den nächsten Jahren aber sogar günstiger werden. „Brauquartier, Smart City – es kommen gerade sehr viele Wohnungen auf den Markt, das große Angebot könnte sich auch auf den Preis auswirken.“ Landesinnungsmeister Alexander Pongratz spricht von einem Bauboom. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Reinhard Hochegger (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6491), Robert Heschl (0664/80 66 66 897), Michael Midzan (0664/80 666 6891), Selina Gartner (0664/80 666 68 48), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Theresina Jürgens, MA (0664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 174.516 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2017). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

26. AUGUST 2018 www.grazer.at graz 7 Integration macht keine Ferien SPRACHFÖRDERUNG. Um die Integration von zugezogenen Kindern zu forcieren, hat die Stadt Graz die Sprachförderplätze in den Schulferien im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Die Sprachförderplätze der Stadt Graz wurden im Sommer im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. Wurden 2017 noch 269 Plätze angeboten, so kommt man heuer auf 500. „Das Jahr 2015 war ein sehr einschneidendes für den gesamten Integrationsbereich. Im Rahmen der großen Fluchtbewegung ist eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichsten Wertvorstellungen nach Österreich und damit auch nach Graz gekommen. Die Aufgabe, diese Menschen nachhaltig in unsere Gesellschaft zu integrieren, wird eine der zentralen Zukunftsherausforderungen für uns sein“, erklärt Bildungs- und Integrationsstadtrat Kurt Ho- hensinner, „die Sprache ist dabei der Schlüssel zu gelungener Integration. Nur wer die gemeinsame Sprache versteht, kann auch an einer Gesellschaft teilnehmen und an allen Formen des Miteinanders partizipieren.“ Kinder mit Sprachförderbedarf werden also von Anfang an mit entsprechenden Fördermaßnahmen unterstützt. Seit 2015 hat die Stadt ihre Angebote im Sprachförderbereich massiv ausgebaut. Einerseits wurden zusätzliche Geldmittel in Höhe von 400.000 Euro investiert, die inzwischen im Regelbudget des Integrationsreferats verankert sind. Außerdem wurde mit „Startpunkt Deutsch“ eine zentrale Anlaufstelle für alle Deutschkurse im Stadtgebiet gemeinsam mit dem Land Steiermark geschaffen. Der Jubel ist groß! In diesem Sommer konnte der Bildungs- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner 500 Sprachförderungsplätze anbieten.STADT GRAZ

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