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25. Oktober 2020

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- Zwischen Augartenbrücke und Hauptbrücke: 110 Kilo Müll am Murufer mitten in der Stadt gefunden - Fokus auf Sprache, Frauen und Religion: Integration wird in Graz neu gedacht - Nur mehr mit Voranmeldung ins Bezirksamt - Naturschutzpark mit Beobachtungsstellen: Stadt hat neue Ideen fürs Vogelschutzgebiet - Vogeldreck in der Innenstadt: Nächster Versuch, die Dohlen zu vertreiben - Neue Haltestelle für ein Jahr außer Betrieb - Fußgänger werden in Andritz auf die Fahrbahn gedrängt - Park in Wetzelsdorf gerettet - Zara-Auszug Ende Jänner ist jetzt fix - Ballersatz: Tunten-Dinner & Bauernbund-Frühlingsfest

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 25. OKTOBER 2020 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Wir machen das Murufer zur Müllhalde U nfassbare 110 Kilogramm Müll haben Aktivisten in nur vier Stunden an 750 Metern entlang der Mur gefunden. Eine Schande! Eigentlich sollten dort nämlich genau 0,0 Kilogramm Abfall herumliegen. So schwer können die Bierdosen, Plastiksackerln, Zigarettenstummel und Verpackungen ja nicht sein, dass man sie nicht ein paar Meter bis zum nächsten Mistkübel tragen kann. Sogar biologisch abbaubare Äpfel brauchen zwei Wochen, um zu verrotten, Bananenschalen zersetzen sich erst nach sechs Wochen, Orangenschalen benötigen sogar bis zu zwei Jahre. Was haben wir von einer Augartenbucht, einem schönen Spazierweg am Fluss oder neuen Sitzflächen an der Promenade, wenn wir dort nicht die Natur genießen können, sondern bunte Plastikgegenstände wie Ostereier im Gras suchen könnten!? Und da geht es noch nicht einmal um Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, sondern schlicht und einfach darum, die unglaublichen Massen an Dreck, die wir tagtäglich produzieren, nicht überall liegen zu lassen. Und all jene, die in den nächsten Tagen und Wochen an der Mur unterwegs sind, könnten ja den Abfall, den sie dort liegen sehen, einfach mitnehmen und in den nächsten Mistkübel werfen! Fokus auf Sprache, Frauen und Religion Integration neu gedacht HERAUSFORDERND. Vor 15 Jahren wurde das Integrationsreferat gegründet. Die Situation hat sich durch den Zuzug inzwischen gravierend verändert. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Vor 15 Jahren bekannte sich die Stadt Graz als eine der ersten in Österreich offiziell zur Integration und gründete das Integrationsreferat. Die Situation hat sich seit damals massiv geändert: Lebten im Jahr 2005 noch 247.448 Menschen, davon 215.106 Österreicher, 7652 EU-Bürger und 24.690 Drittstaatsangehörige in Graz, so stieg diese Zahl im Jahr 2020 auf 294.630 Menschen, davon wiederum 221.366 Österreicher, 36.664 EU-Bürger und 36.600 Drittstaatsangehörige. Auffällig ist hier natürlich sofort, dass die Zunahme der Bevölkerung fast ausschließlich auf den Zuzug aus EU-Ländern und Drittstaaten zurückzuführen ist. Diese Entwicklung stellt die Stadt vor neue Herausforderungen: „Wir wollen Menschen Zukunftschancen und -perspektiven bieten. Es braucht klare Handlungsmaximen für die Kommune, aber auch eine klare Erwartungshaltung in Richtung zuziehender Menschen“, stellt der zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner klar. Ein gutes Beispiel ist der Bildungsbereich. Im Schuljahr 2004/05 besuchten 7627 Kinder die Volksschulen in Graz. 29 Prozent davon waren Kinder mit nicht deutscher Muttersprache. 7 Prozent der Kinder wurden als außerordentliche Schüler geführt. 2019/20 hat sich das Bild wesentlich geändert: Der An- Integration wird in Graz seit 15 Jahren großgeschrieben. So auch bei der Aktion „Wir 28“, bei der Fahnen mit Frauen aus allen EU-Ländern in der Herrengasse aufgestellt wurden. XENOS teil von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache hat sich auf 54 Prozent beinahe verdoppelt. „Neue Ansätze zumindest in den Ballungsräumen waren und sind daher gefragt. Stichworte wie verpflichtendes Kindergartenjahr, Deutschklassen und vieles mehr haben aufgrund dieser Entwicklung in den Bildungsalltag Einzug gefunden“, so Hohensinner. Für die Zukunft zeichnen sich drei Handlungsfelder ab, in denen man verstärkt tätig werden muss: „Ein weiterhin wichtiger Faktor ist und bleibt das Thema Sprache. Nur wer sie beherrscht, kann aktiv an der Gesellschaft teilnehmen.“ Des Weiteren will man den Fokus auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und auf die Rolle der Religion für den Integrationsprozess legen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/254 09 76), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 175.722 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

25. OKTOBER 2020 www.grazer.at graz 7 Gemeindebau ausgebremst WARTEN. Eine Regelung für geförderten Wohnbau im Raumordnungsgesetz hängt noch im Landtags- Unterausschuss fest. ■ In unserer letzten Ausgabe haben sich die Politiker aller Grazer Parteien für eine Forcierung des Gemeindebaus zur Garantie von leistbarem Wohnen ausgesprochen. Das Lippenbekenntnis scheint aber von der Bürokratie ein bisschen ausgebremst zu werden. Schon im September 2018 hat der Gemeinderat nämlich einstimmig beschlossen, dass es im Kampf für leistbares Wohnen im steirischen Raumordnungs- bzw. Bauordnungsgesetz eine eigene Kategorie „Geförderter Wohnbau/förderbarer Wohnraum“ geben soll. Doch das Land hat darauf nicht reagiert. Daher brachte die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck im heurigen März neuerlich einen entsprechenden Antrag ein, „denn es geht darum, dass sich die Stadt Flächen für den geförderten Wohnbau sichern kann: Auf Flächen, die diese Widmung erhalten, dürfen nur Wohnbauten mit einem überwiegenden Anteil an geförderten Wohnungen – in Wien sind es beispiels- weise zwei Drittel – errichtet werden.“ Ziel dieser Maßnahme wäre es, „Grundstücksreserven für den geförderten Wohnbau zu sichern und Aufwertungsspekulationen entgegenzuwirken.“ Der Antrag wurde in den Unterausschuss „Raumordnung“ verschoben – und für diesen gibt es bis jetzt nicht einmal einen Termin. VENA Labg. Lara Köck Eine Behandlung der von Graz geforderten Gemeindebau-Regelung im steirischen Raumordnungsgesetz lässt im Landtag auf sich warten. KK, PODESSER.NET Die neue Bewegung wurde in Hart bei Graz offiziell gegründet. KK Neue politische Bewegung ■ Vergangenes Wochenende wurde „WIR – Die Bürgerlisten“ in Hart bei Graz gegründet. Diese möchte alle wahlwerbenden, parteiunabhängigen Gruppen Österreichs zu einer neuen politischen Kraft zusammenführen. Um als Bürger- oder Namenslisten den Einzug in den Gemeinderat zu schaffen, müssen große Hürden genommen werden, die oftmals unüberwindlich sein können. Als übergeordnete Interessensvertretung möchte man sich für die Chancen unabhängiger Parteien einsetzen.

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