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25. November 2018

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- Noch immer nicht umgesetzt: Landtags-Beschluss verstaubte 17 Jahre in der Schublade - Grüne stellen Klima-Ultimatum an die Bundesregierung - Stadt Graz schickt 2000 Schüler in den Schnee - Jetzt kommt auch Lindt: Die Grazer Innenstadt wird immer süßer - Grünraum: Jakomini hat kaum noch freie Flächen - Geh- und Radwege in Puntigam gesichert - Bürgerinitiative fordert: Gedenkstätte in Liebenau - Widerstand gegen den Fahrrad-Highway - Szene-Lokal „Hoppala“ sperrt nach 31 Jahren zu

16 graz www.grazer.at

16 graz www.grazer.at 25. NOVEMBER 2018 „Hoppala“ sperrt Schreibkraft: Hermann Götz, Andreas Peternell, Hannes Luxbacher (v. l.) „schreibkraft“ feiert 20-Jähriges ■■ Heuer feierte das Feuilleton- Magazin „schreibkraft“ sein 20-jähriges Bestehen – Grund genug, wieder einmal an den Gründungsort, das Forum Stadtpark, zurückzukehren, zu feiern und zu fragen: Geht’s noch? Gemeint ist das Publizieren an sich, das Verlagswesen, die Literatur, die Kulturarbeit, die Kunst, der Diskurs. Darüber diskutierten die Verleger Margitt Lehbert und Jorghi Poll, Autorin Tanja Paar, Redakteur Andreas R. Peternell und Journalistin Beate Tröger. KK Gastro Börse www.grazer.at Renate Guldenbrein (2. v. l.) feierte den 31. Geburtstag ihres „Hoppala“. Mit Ende des Jahres wird aber zugesperrt. Rene Janger (l.) u. Josef „Seppi“ Winkler eröffnen ein zweites „Glockenspiel“ – eine Bar gegenüber dem Café. KONSTANTINOV, KK Ein Ort gegen die soziale Kälte SCHÖN. In Kalsdorf gibt es jetzt einen Vinzi-Laden. Menschen in Notlagen werden mit Kleidung, Lebensmitteln und Co versorgt. Die Türen stehen aber allen offen – um ein Ort der Begegnung zu sein. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Spenden für die Vinzenz-Gemeinschaft hab ich ja schon 2002 entgegengenommen und verteilt, mit der Zeit ist das aber alles zu viel und unstrukturiert geworden, deswegen bin ich jetzt froh, dass es mit der Einrichtung des Vinzi-Marktes in Fernitz-Kalsdorf geklappt hat“, sagt Gottfried Mekis. Er ist Obmann der Vinzenzgemeinschaft seines Pfarrverbandes und einer der „Geburtshelfer“ der sozialen Einrichtung im Grazer Süden, die kürzlich eröffnet wurde und mit Hilfe von elf (!) Gemeinden aus der Region Graz-Süd (darunter u. a. Seiersberg-Pirka, Raaba- Grambach, Gössendorf, Wundschuh, Mellach) unterstützt wird. Dort, in der Hauptstraße 28 in Kalsdorf 28 (geöffnet ist jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr), gibt es ein umfangreiches Angebot, das sich vor allem an jene richtet, die finanziell weniger gutgestellt sind, darunter Alleinerzieher, Mindestpensionisten oder Alkoholkranke. „Bei uns gibt es Kleidung und andere Dinge, die man für ein ordentliches Leben braucht, und natürlich Lebensmittel. Die bekommen wir zum Beispiel von der ‚Hofer‘-Backbox oder Direktvermarktern und Bauern direkt aus unserer Region. In Summe kommen da bis zu 30 Säcke Lebensmittel pro Woche zusammen“, so Mekis, der, wie sein Team, ehrenamtlich dafür sorgt, dass das „Werkl“ rennt. Besonders: Auch das Hospizteam GU- Süd hat hier eine Niederlassung in Form eines Beratungszimmers, wo Info-Veranstaltungen Mekis (unten, rechts), sein Team und die Bürgermeister der elf unterstützenden Vereine feierten kürzlich Eröffnung. VINZI-LADEN durchgeführt werden können. Eine solche Vinzi-Hospiz-Kooperation ist steiermarkweit erstmals in dieser Form vorhanden. Was Mekis wichtig ist: „Es kann jeder bei uns einkaufen oder vorbeikommen. Wir wollen Menschen in Notlagen so die Scham nehmen, zu uns zu kommen. Generell verstehen wir uns als Ort des Zusammenkommens in Zeiten von psychischen oder finanziellen Belastungen und von Vereinsamungsgefahr, in denen soziale Kontakte und Unterstützung von großer Bedeutung sind.“

25. NOVEMBER 2018 www.grazer.at graz 17 nach 31 Jahren zu KULTLOKALE. Während das „Hoppala“ nach drei Jahrzehnten zusperrt, eröffnet das „Glockenspiel“ einen zweiten Standort. Von Vojo Radkovic und Verena Leitold redaktion@grazer.at staurant. Sylvia und Wolfgang Preschan, die das Grazer Spielzeugmuseum betreiben, werden in die Räumlichkeiten einziehen und diese auch erweitern. Im „Hoppala“ wird aber zunächst einmal gefeiert: Kürzlich gab es die 31. Jahres-Feier mit Stammgästen, am 29. Dezember gibt es die Hoppala-Abschiedsparty und am 31. Dezember wird Silvester gefeiert. Danach ist das Hoppala leider Geschichte. Guldenbrein: „Ich werde aber im neuen Lokal der Familie Preschan mitarbeiten, ganz los von der Location komme ich nicht.“ Zweites Glockenspiel „Es war immer ein Wunsch von mir“, verrät Gastronom Rene Janger. „Ab sofort gehört das ehemalige Piranha – zuletzt als ,Kult-Lounge‘ geführt – wieder mir!“ Die Glocke, wie das Café Glockenspiel genannt wird, läu- Traurige News für das ehemalige „Bermuda-Dreieck“: Renate Guldenbrein sperrt ihr schon kultiges Café „Hoppala“ in der Prokopigasse 8 nach 31 Jahren mit Ende des Jahres zu. Guldenbrein: „Ich bin auch traurig, schließlich war das Hoppala mein Baby und ich habe das Café mit Leidenschaft geführt. Aber einmal muss Schluss sein.“ Aus dem Café wird dann eine Mischung aus Spielzeugmuseum und Retet jetzt nämlich an zwei Standorten. Die neue Glockenspiel-Bar direkt gegenüber dem Café führt Janger ebenfalls zusammen mit Josef „Seppi“ Winkler. „Wir wollen jedem, der feiern möchte, etwas bieten, im Café Glockenspiel after business und Party mit DJs und Eierspeis ab Mitternacht. In der Bar gibt’s Schlagerparty, vielleicht Après-Ski mitten in der Stadt“, erklärt Janger das Konzept. „bistro“ erfindet sich neu An einem neuen Konzept arbeitet auch Gastronom Nino Rath: Sein „bistro“ in der Schmiedgasse hat seit dieser Woche bis Jänner 2019 geschlossen. „Wir wollen uns weiterentwickeln, und das braucht Zeit“, so Rath. „Regionale Produkte mit dem ein oder anderen Kultkoch mit ausgesuchtem Wein und Gin – das schwebt mir bereits vor. Vielleicht wird einer dieser Köche auch ständiger Partner.“

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