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25. November 2018

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- Noch immer nicht umgesetzt: Landtags-Beschluss verstaubte 17 Jahre in der Schublade - Grüne stellen Klima-Ultimatum an die Bundesregierung - Stadt Graz schickt 2000 Schüler in den Schnee - Jetzt kommt auch Lindt: Die Grazer Innenstadt wird immer süßer - Grünraum: Jakomini hat kaum noch freie Flächen - Geh- und Radwege in Puntigam gesichert - Bürgerinitiative fordert: Gedenkstätte in Liebenau - Widerstand gegen den Fahrrad-Highway - Szene-Lokal „Hoppala“ sperrt nach 31 Jahren zu

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14 graz www.grazer.at 25. NOVEMBER 2018 Vogel-Mama Der leidenschaftliche Radler Molnár ist gegen die Radautobahn. Schon Widerstand gegen den Fahrrad-Highway RADAUTOBAHN. Der geplante Fahrrad-Highway in der Mandellstraße stößt auf heftige Kritik. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die de facto von der Uni Graz und der TU geforderte „Radautobahn“ in der Mandellstraße und Petersgasse wurde von vielen schon bejubelt. Im Bezirksrat von St. Leonhard und in der Wirtschaftskammer ist nichts von Lob zu hören. Im Gegenteil. Der Widerstand gegen die „Fahrradautobahn“ wächst. Bezirksvorsteher Andreas Molnár: „In den letzten fünf Jahren wurden über 120 Parkplätze im Bezirk wegen Gleisspreizungen in der Leonhardstraße und anderer Maßnahmen im Viertel entfernt. Im Sommer verschwinden wegen der Gastgärten weitere 50 Parkplätze. Durch die geplante Beseitigung von 80 Parkplätzen in der Mandellstraße (Fahrrad-Highway) und die kommende Streichung von 70 Parkplätzen in der Technikerstraße und Gartengasse (für die Feuerwehr) und die Streichung von circa 110 Parkplätzen in der Sparbersbachgasse im Bereich der Straßenbahn-Linie 3 ist es de facto unmöglich, im Bezirk St. Leonhard auf der Straße zu parken.“ Münzgraben-Chaos Der Fahrrad-Highway Mandellstraße, so Molnár weiter, soll über die Petersgasse beim Sacré Coeur und über einige neuralgische Kreuzungen führen. Busse müssten über die Münzgrabenstraße ausweichen, insgesamt wäre ein Verkehrsinfarkt in der Münzgrabenstraße vorprogrammiert, sagt Molnár. Kritisch sieht die Radautobahn auch WK-Regionalstellenleiter Viktor Larissegger: „Es handelt sich hier offensichtlich um eine Einzelforderung einer Gruppe, bei der andere Interessen nicht berücksichtigt wurden, weder Straßenamt noch Bezirksvertretung wurden hier befragt oder informiert. Das Projekt in der jetzigen Form ist strikt abzulehnen.“ KK ENGEL VON LEON- HARD. Eine 80-jährige Grazerin hilft den Vögeln in St. Leonhard und den „Stadtpark-Hansis“ über den Winter. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Winterzeit bedeutet für Singvögel und Eichkätzchen im städtischen Bereich oft klirrende Kälte und Hunger. Da erscheint den Tierchen ein wahrer Engel in Form von Heide Maria Sluga. Sie ist eine beispiellose Tierschützerin, die sich seit Jahren liebevoll um die Singvögel und Eichkätzchen im Bezirk St. Leonhard und im angrenzenden Stadtpark kümmert. Sie verteilt zu Fuß bei jedem Wetter einmal täglich in den Grünanlagen mit ihren Stadtbaudirektor Bertram Werle, Siegfried Nagl und die Stadtvermessungs- Chefin Elke Achleitner mit passendem Grün im Hintergrund STADT GRAZ/FISCHER Graz ist die grüne Stadt ■■ Der Bauboom in Graz hält nach wie vor an, und gefühlt sind viele Grazer der Meinung, dass alles zubetoniert wird und Graz den Ruf als „Grüne Lunge“ längst verloren hat. Das fuchste den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und er ließ eine Studie machen. Jetzt belegen objektive Zahlen, dass Graz nach wie vor einen stabilen Grün-Anteil hat und dass etwa die Anzahl der Bäume zuletzt gestiegen ist. Hier die wichtigsten Zahlen und Fakten: 22.530 Bäume sind aktuell im Besitz der Stadt Graz. 44 Prozent der 80 Jahren Vogelfutter und Nüsse für Stadtpark-Hansis. In einem Winter kommen da schon 60 Kilo Futter zusammen. Vandalen wüteten Vandalen zerstören immer wieder an fünf Standorten die aus eigener Tasche finanzierten Vogelhäuschen. Sluga: „Ich habe daraufhin bei mehreren Stellen in der Stadtverwaltung um Unterstützung gebeten, aber bislang keine Hilfe bekommen.“ Schließlich haben Bezirksvorsteher Andreas Molnár und Bezirksrat Stefan Tosoni die Sache in die Hand genommen und im nächsten Baumarkt einige Vogelhäuschen gekauft und sie dann gemeinsam mit der im Bezirk als „Vogel-Mama“ bekannten 80-Jährigen an verschiedenen Bäumen und Sträuchern befestigt. Sluga würde für ihre freiwillige Tätigkeit Unterstützer brauchen. Sluga: „Man kann ruhig sagen, das Füttern der Tiere ist mein großes Stadtfläche können verbaut werden, 45 Prozent sind Wälder, Parks oder landwirtschaftliche Flächen, 11 Prozent sind Verkehrsflächen. „Wir tun viel mehr als gesetzlich vorgegeben“, so Nagl. „Die vom Land vorgegebene Grünzone umfasst 33 Prozent unseres Stadtgebiets, wir haben unseren Grüngürtel aber freiwillig auf 50 Prozent unserer Fläche ausgeweitet!“ Dennoch ist längst nicht alles im grünen Bereich. Öffnung von Innenhöfen, Schutz von Altbauvillen, um nur einige zu nennen. VOJO

25. NOVEMBER 2018 www.grazer.at graz 15 hilft auch Stadtpark-Hansis! Hobby. Ich mache das sehr gerne, drehe da täglich meine Runden und helfe den Vögeln, die jeden Winter ums Überleben kämpfen. Ich gehe auch gerne in den Stadtpark und füttere die Eichkätzchen mit Nüssen. Das tut ja sonst niemand. Früher haben meist ältere Frauen aus den Futterautomaten die Körner geholt und die Tiere gefüttert. Die Automaten gibt’s schon lange nicht mehr. Also muss ich das machen. Es heißt immer, es gibt fast keine Eichkätzchen mehr im Stadtpark. Stimmt nicht, sage ich. Wenn ich in den Park gehe, sehe ich meist so zwischen zehn und 15 Eichkätzchen, und zwar die lieben heimischen braunen Eichkätzchen. Wenn die merken, da kümmert sich wer um sie, kommen sie auch aus ihren Verstecken heraus.“ Dass man Vögel oder auch die Stadtpark-Hansis im Winter füttern soll, sagen alle Tierschutzexperten. Also nachmachen! Heide Maria Sluga hilft jetzt im Winter Singvögeln im Bezirk Leonhard und Eichkätzchen im Stadtpark. KK

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