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25. März 2021

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- Neue Impfstrategie: Senioren kommen früher dran - Heiße Themen im Gemeinderat - Café wird zum Pop-Up Store - Bauernmarkt-Besuch am Geidorfplatz

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4 graz www.grazer.at 25. MÄRZ 2021 Politik machte einen Abstecher zum Wildnisgebiet. CHRISTIAN SCHEUCHER Teil der Steiermark wird zur Wildnis ■ 7000 Hektar unberührte Natur umfasst das Schutzgebiet, das durch die Ausweitung des niederösterreichischen Wildnisgebietes Dürrenstein auf das Lassingtal im Norden der Steiermark entsteht. Ein europaweit einzigartiger Schritt für die Natur, aber auch für die Weiterentwicklung der gesamten Region. Davon zeugt auch die Erhebung zu Österreichs erstem UNESCO Weltnaturerbe, das den größten noch vorhandenen Urwald des Alpenbogens bewahrt. Frauen sind in der Krise stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer und arbeiten oft in schlecht bezahlten Berufen. Gemeinderätin Anna Robosch fordert die Stadt Graz auf, für bessere Arbeitsbedingungen einzutreten. GETTY Mehr Anerkennung für Krisen-Heldinnen SITZUNG. Die Grazer SPÖ-Mandatarin Anna Robosch forderte in der heutigen Gemeinderatssitzung mehr Anerkennung für die Heldinnen der Corona-Krise. BM Peter Koch, LH-Stv. Anton Lang und BM Franz Jost (v.l.) LAND STEIERMARK Radkonzepte für die Steiermark ■ Nach den Radverkehrskonzepten Hartberg, Gratkorner Becken, Stadtgemeinde Tro- faiach, Raum Wildon und Raum Feldbach beschloss die Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung mit den Städten Fürstenfeld und Bruck an der Mur zwei weitere für die Zukunft richtungsweisende Konzepte. Die veranschlagten Gesamtkosten betragen rund 6,4 Millionen Euro, wovon 4,3 Millionen Euro vom Land Steiermark übernommen werden. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Gemeinderätin Anna Robosch brachte in der heutigen Sitzung einen dringlichen Antrag ein und forderte, die Arbeitsbedingungen von Frauen zu verbesern. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wir auf die Heldinnen der Krise vergessen“, so Robosch. Frauen sind in der Krise stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Zudem würden Frauen oftmals in schlechter bezahlten Berufen arbeiten und auch in der Familie und im Haushalt viel unbezahlte Arbeit leisten, so Robosch. Sie fordert daher unter anderem die Verkürzung der Normalarbeitszeit auf dreißig Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich und eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf mindestens siebzig Prozent. Die Stadt Graz soll selbst mit gutem Beispiel voran gehen und Druck auf die Bundesregierung ausüben. Der Antrag wurde nicht angenommen. Weitere Themen FP-Gemeinderätin Astrid Schleicher wollte von Sozialstadtrat Robert Krotzer wissen, ob die Corona-Krise den Drogenmissbrauch bei den jungen Grazern verschlimmert. Generell sei die Zahl der Anzeigen im Suchtmittelbereich im vergangenen Jahr gesunken, die Zahl der Drogentoten ist in Graz allerdings bedenklich hoch: So gab es laut Krotzer in Graz alleine in diesem Jahr bereits neun Drogentote. Darunter auch eine 17-Jährige und ein 15-Jähriger. Im Juli soll auf den Reininghausgründen ein Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen gebaut werden. Damit soll eine Lücke in der therapeutischen Versorgung der Betroffenen geschlossen werden. Die Stadt Graz fördert das Projekt in den nächsten vier Jahren mit rund 246.000 Euro. Der Beschluss dafür war einstimmig. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Budget von 705.000 Euro für die Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr. Das Geld ist unter anderem für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Tierrettung gedacht. Zudem wird ein Notstromaggregat für die Wache Süd gekauft und 15 Tore auf der Wache Lendplatz erneuert. Auch die Sprachförderung für Kinder wird fortgesetzt. 1,45 Millionen Euro sind für das nächste Schuljahr beschlossen worden. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

25. MÄRZ 2021 www.grazer.at Kreative Gastro: graz 5 Café wird zum Pop-Up-Store STATTEGG. Um in Krisenzeiten regionalen Kunsthandwerkerinnen zu helfen, einen Ostermarkt-Ersatz zu bieten und das To-Go Geschäft anzukurbeln, wird das Tuners Café ab morgen zum Kunst-Pop-Up-Store. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Zwei Wochen hatte Julia Turner ihr „Tuners Café“ im vergangenen Herbst geöffnet, da ging es in den Lockdown. „Das war natürlich ein Schock“, erzählt die Lokalbetreiberin heute. Schnell entschloss man sich aber, die Zeit zu nutzen, Dinge zu optimieren und sich Konzepte zu überlegen. Seit Monaten werden Kaffee und Backwaren To-Go angeboten, neuerdings auch Purkarthofer-Eis. Diese Woche hat man sich noch etwas Besonderes überlegt: Das Café wird von Freitag bis Sonntag zum Pop-Up-Store für regionale Kunstschaffende: „Der Ostermarkt ist dieses Jahr ja leider ausgefallen. Schon in der Adventszeit haben wir einen Pop-Up-Store statt des Adventmarktes aufgemacht und gesehen, dass das Bedürfnis der Leute da ist“, erzählt Turner. Vier regionale Kunsthandwerkerinnen werden nun ihre Produkte anbieten. Der Hintergedanke ist, den ihnen in diesen harten Zeiten ohne Märkte wieder eine Präsenz- Möglichkeit zu bieten: „Das ist eine Win-Win-Situation. Sie können ihre Produkte verkaufen und wir werden hoffentlich auch ein paar mehr Gäste begrüßen dürfen.“ Selbstverständlich nur To- Go, auch die Corona-Maßnahmen werden eingehalten. „Das ist uns ganz wichtig“, betont Turner. Nun hofft sie wie so viele, bald wieder richtig aufsperren zu dürfen. Aktuell schmeißt sie den Laden mit ihrer Familie, nach der kurzen Öffnungszeit hatte man noch keinen Anspruch auf Kurzarbeit für andere Mitarbeiter. „Die haben aber eine Wiedereinstellungsgarantie!“ Das Tuners Café in Stattegg kann aktuell natürlich nur To-Go-Produkte anbieten. Über dieses Wochenende wird es zum Pop-Up-Store für regionale Kunst. KK (2)

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