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25. März 2021

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- Neue Impfstrategie: Senioren kommen früher dran - Heiße Themen im Gemeinderat - Café wird zum Pop-Up Store - Bauernmarkt-Besuch am Geidorfplatz

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2 graz www.grazer.at 25. MÄRZ 2021 Die Zahl der positiven Coronatests ist etwas gesunken. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern etwas gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 151,5 pro 100.000 Einwohnern (gestern: 162,8), in Graz-Umgebung bei 174,9. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt mittlerweile 204,8. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit 327,8, das niedrigste (nach Graz) Bruck-Mürzzuschlag mit 153,0. Bisher sind 269 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz-Umgebung sind es 227. Impfstrategie: Senioren kommen schneller dran Bis Ende April sollen bereits alle über 65-jährigen Steirer gegen das Coronavirus geimpft sein. LAND STEIERMARK/STREIBL PLAN. Der Impfplan der Steiermark beschleunigt sich: Über 65-Jährige sollen Ende April fertig geimpft sein, Angemeldete bekommen tägliche Info-SMS und eigene Restemengen-Plattform wird eingerichtet. Die Katholische Aktion Steiermark äußert sich zur Segnungs-Debatte. GETTY Steirische Kirche gegen Abwertung ■ „Diese Erklärung birgt eine Abwertung in sich, die Menschen verletzt und ihr Verhältnis zur Kirche belastet“, so Andrea Ederer, Präsidentin der Katholischen Aktion Steiermark, besorgt über die Erklärung der vatikanischen Glaubenskongregation, dass homosexuelle Liebesbeziehungen nicht gesegnet werden sollen. „Ist das alles, was wir als Kirche zur Vielfalt an Beziehungs- und Familienformen zu sagen haben?“, weist Ederer auf die Realität vieler hin, die von traditionellen katholischen Vorstellungen abweichen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Eine neue Strategie des Landes Steiermark soll den Corona-Impffortschritt jetzt um einiges beschleunigen. Etwa werden Personen über 65 Jahre jetzt doch schneller an die Vakzine gelangen, denn der Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung bei den mRNA-Impfstoffen (Pfizer/Biontech und Moderna) kann auf sechs bzw. acht Wochen verlängert werden. Schon nach der ersten Dosis baue sich nämlich ein ausreichender Schutz gegen eine schwere Erkrankung auf – heißt, der Impfstoff der eigentlich bis dato als zweite Dosis reserviert war, wird nun weitergegeben. „Alle vereinbarten Zweitimpfungen bis zur Kalenderwoche 13 (Karwoche, Anm.) bleiben aufrecht. Ab Kalenderwoche 14 wird der Intervall bei den Impfungen mit Pfizer/Biontech auf sechs Wochen ausgedehnt“, informierte Impfkoordinator Michael Koren. Das bedeute, dass man bis zu 34.000 Impfdosen früher als geplant verabreichen könne. Damit soll die Erstimpfung der Gruppe der Über-65-Jährigen etwa eine Woche früher, also noch Ende April, komplett abgeschlossen sein. Insgesamt sind der Steiermark 96.000 Dosen von „Johnson&Johnson“ zugewiesen, bis Ende April sollten diese auch rechtzeitig eintreffen. Mit der bis Ende Juni erwarteten Gesamtmenge von rund 560.000 Impfdosen sämtlicher Hersteller sei die Erstimpfung aller Menschen, die sich bisher für eine Immunisierung angemeldet haben „gut darstellbar“, sagte Koren. 381.000 Anmeldungen wurden bis Mittwoch verzeichnet, das sind ca. 30 Prozent der Steirer. Ab nächster Woche sollen all jene, die sich für die Impfung angemeldet haben, regelmäßig eine SMS mit einem Link auf die Info-Seite des Landes erhalten, wo man über die nächsten Schritte informiert wird. Dort findet man nun auch eine auf das Geoinformations- System gestützte Karte, in der alle Impfstellen der Steiermark einsehbar sind. Auf diese Weise könne sich jeder eine Impfordination in seiner Nähe aussuchen. „Will man sich bei einem bestimmten Hausarzt impfen lassen, kann man sich auf der Impfplattform neu anmelden“, erklärt erklärte Wolfgang Wlattnig vom steirischen Impfkoordinationsteam. Auf die Reihenfolge habe das aber keinen Einfluss. Außerdem hat die steiermärkische Landesregierung am heutigen Donnerstag, 25. März, eine Impfstoff-Plattform beschlossen. Restmengen, die von einem Impfarzt kurzfristig nicht benötigt werden, können auf der neuen Impfstoff-Plattform in eine digitale Bestandsliste eingetragen werden. Andere Impfstellen können über die Plattform auf diese Liste zugreifen. Bei Bedarf können die zur Verfügung gestellten Impfstoff-Restmengen gebucht und an impfwillige Personen verabreicht werden. So soll die vollständige Impfstoffverwertung sichergestellt werden.

25. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 3 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ julian.bernoegger@grazer.at Fahrer bei Unfall auf L302 verletzt ■ Am Dienstag kam es auf der Landesstraße L302 bei der Auffahrt zur B67 zu einem Autounfall: Zwei Pkws krachten zusammen, die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Die verletzten Insassen der Autos wurden von der Rettung versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Gratkorn- Markt sicherte die Unfallstelle und räumte die Straße frei. Häuserbrand: Ursache geklärt ■ Wie berichtet kam es am Dienstagabend in Pirka-Windorf im Bezirk Graz-Umgebung zu einem großen Brand. Zwei Auf der L302 kam es am Dienstag zu einem Verkehrsunfall. Zwei Autos kollidierten miteinander, die Insassen der Pkws wurden verletzt. FF GRATKORN-MARKT Wohnhäuser wurden schwer beschädigt. Brandermittler des steirischen Landeskriminalamts haben nun die Ursache des Feuers geklärt: Das Feuer dürfte von einer an der Gartenhütte angebauten Selchkammer seinen Ausgang genommen haben. Zur Brandausbruchszeit herrschte starker Wind. Dieser dürfte Glutstücke aus der aus Edelstahl gefertigten Feuerstelle im Inneren der Selchkammer aufgewirbelt haben. So entstand an der Holzwand der Selchkammer ein Brand. Das Feuer breitete sich dann auf die gesamte Gartenhütte und von dort auf die beiden Häuser aus. Der Schaden kann noch nicht genau beziffert werden, dürfte sich aber auf mehrere hunderttausend Euro belaufen. Polizei erwischte Motorrad-Diebe ■ Zwei junge Männer (18 und 19 Jahre alt) haben in Unterpremstätten im Bezirk Graz-Umgebung ein Motorrad gestohlen. Die zwei Männer schnitten einen Zaun auf, um auf das Grundstück eines Mehrparteienhauses zu gelangen. Dort stahlen sie ein Motorrad der Marke KTM im Wert von mehreren tausend Euro. Ermittler der Polizeiinspektion Unterpremstätten kamen den beiden Dieben nun auf die Schliche. Am Wohnort des 19-Jährigen fand man das entwendete Motorrad, die beiden Männer sind geständig, sie werden angezeigt. Das Motorrad wird dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben. Einbrecher in Graz gefasst und in Haft ■ Ein 39-Jähriger dürfte 2020 einen Einbruch in Graz begangen haben. Der Mann soll in der Nacht in ein Geschäft eingestiegen sein und mehrere zehntausend Euro entwendet haben. Nun hat ihn die Polizei ausgeforscht, er wurde in die Justizanstalt Jakomini gebracht. Stadt geht gegen Giftköder vor TIERSCHUTZ. Immer wieder werden im Grazer Stadtgebiet giftige Tierköder gefunden. Aufgrund der vielen Vorfälle der letzten Monate wurde nun ein Maßnahmenpaket gegen Giftköder präsentiert. Nicht nur für Haustiere können Giftköder tödliche Folgen haben, auch für spielende Kinder, die mit den Ködern in Kontakt kommen, können diese gesundheitsgefährdend sein. Erst Ende Jänner wurde im ORF-Park wieder ein Giftköder gefunden. Nach den vermehrten Vorfällen präsentierte Tierschutzstadtrat Mario Eustacchio nun ein Maßnahmenpaket gegen Giftköder. Innerhalb der Ordnungswache kommt eine eigene „Tierschutzstreife“ zum Einsatz. Bei Giftköderfunden oder bei vermuteten Fällen von Tierquälerei wird diese zur verstärkten Bestreifung in den Fundgebieten eingesetzt werden. Außerdem wurden eigene Informationsbroschüren zur Vergiftungsthematik erstellt, die bei Tierärzten, Tierheimen und online verfügbar sein sollen. Darin werden Hundebesitzer über die Gefahren von Giftködern aufgeklärt und die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen dargestellt – auch die wichtigsten Telefonnummern finden sich darauf. In Zukunft werden Anrainer direkt durch die Stadt über Giftköderfunde informiert. „Mit unserem Maßnahmenpaket gegen Giftköder sind wir Vorreiter in Österreich. Halten wir gemeinsam die Augen offen und geben Tierquälerei keine Chance“, appelliert Bürgermeisterstellvertreter Eustacchio. Bürgermeisterstellvertreter und Tierschutzstadtrat Mario Eustacchio mit der österreichweit einzigartigen Tierschutzstreife. STADT GRAZ/LEITNER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

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