7 TAGE SONNTAG

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25. März 2018

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- Stadt entfernt Busbuchten: In Graz drohen jetzt noch mehr Staus - Untere Wienerstraße erwacht zum Leben - Wein am Buchkogel vor dem Start - Marder quälen St. Leonhard - Ehemalige Buddha Bar wird zum BmB

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die seite 2 www.grazer.at 25. MÄRZ 2018 Inhalts-Quiz Wem gehören diese Augen? SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... 1 Florida Lustig 2 Virginia Ernst 3 Texas Fröhlich Lösung Seite 26 Was ist das? 1 Landjäger 2 Cabanossi 3 Osterkrainer Lösung Seite 34 Was kostet das? 1 2 3 75.239 Euro 22.990 Euro 798.002 Euro Lösung Seite 38 Navigator Lokales4–21 Szene22–29 Eco30/31 Viva 32–37 Motor38/39 Sport 42/43 Rätsel44/45 Zum Frühstück gibt’s bei „Stanko“ in Indien Früchte, Joghurt und Omelette. Schwarzbrot vermisst er. Sehnsucht verbindet er auch mit den kommenden Ostertagen: „Heuer muss ich auf Geselchtes, Kren und Ostereier verzichten.“ KK ... Marko Stankovic Der ehemalige Sturm-Kicker spielt nun in Indien. Ein Gespräch über das „Abenteuer Indien“, Hierarchie, Verkehrsirrsinn – und Gummibärchen. Suprabhat! Beherrschen Sie schon den Indischen Morgengruß? Den schon, mit der Sprache komm ich aber sonst wenig in Kontakt. Im Team sprechen alle Englisch oder Spanisch. Dafür hab ich ein bissl Spanisch gelernt – gehst nach Indien fürs Spanischlernen, auch nicht schlecht! (lacht) Wird auch spanisch gefrühstückt? Da ich im Hotel wohne, bin ich aufs internationale Buffet angewiesen. Ich hab am liebsten Omelette mit Schafskäse, dazu Früchte und ein Trinkjoghurt. Aber so wie daheim schmeckt’s nicht. Was vermissen Sie kulinarisch? Äh, reicht es, wenn ich „alles“ sag? Zum Frühstück jedenfalls steirisches Brot. Und was arg ist: In ganz Indien gibt’s offenbar keine „Haribo“- Gummibärchen! Die kriegst weltweit, hab ich gedacht. Und „Milka“-Schoko? Vergiss es! Dabei haben Kühe in Indien ja einen hohen Stellenwert. Apropos: Wie kommen Sie mit der Kultur zurecht? Es ist ein Abenteuer, weil’s eine völlig andere Welt ist. Die Städte sind extrem geteilt: da das bunte Indien, genau wie in den Bollywood-Filmen. Und dort pure Armut. In so strengen Kategorien denken auch die Leut. Wie zeigt sich das? Das Klassendenken ist im Kastensystem extrem. Alles ist hierarchisch. Unser Masseur zum Beispiel fühlt sich als Untergebener und redet mich alle fünf Minuten mit „Sir“ an. Das hab ich ihm abgewöhnt, Marko reicht. Grundsätzlich komm ich gut zurecht. Nur die Hitze ist jetzt arg: 40 Grad sind Alltag. In Pune leben Sie allein. Die Familie wird wohl noch mehr fehlen als Haribos. Und wie. Ich telefoniere oft mit meinem Sohn Fabio daheim. Nächste Saison kommt er mich besuchen. Dann zeig ich ihm den hiesigen Safari- Park und mein Lieblingslokal, das gehört einem Brasilianer. Generell schau ich, dass ich jede spielfreie Zeit nach Österreich kommen kann. Apropos Reisen: Autofahren in Indien – ist das echt so arg, wie man erzählt? Ärger! Die machen hier aus zwei Spuren gleich fünf! Wir Spieler haben alle einen Chauffeur. Gut unterwegs sind Sie auch sportlich! Wir haben die Saison als Vierter beendet. Das passt. Auch mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Hab schon einige Spiele für uns „gedreht“. Gibt’s noch Kontakt zu Sturm? Ja, zu Lukas Spendlhofer oder Marvin Potzmann. Mehr Kontakt hab ich aber zu meinen Ex- Kollegen aus Ried. Die haben mich eingeladen, falls Sie im Mai in Liga 1 aufsteigen. Wird dann mit Haribo-Packerln gefeiert? Kiloweise! Und „Milka“ haben s’ in Ried sicher auch. PHILIPP BRAUNEGGER Marko Stankovic (geb. am 17. Februar 1986) spielt seit Jänner beim FC Pune City in Indiens höchster Spielklasse. Sein Trainer dort ist Sturm-Legende Ranko Popovic. Zuvor spielte „Stanko“ u.a. bei Leoben, Sturm, Triestina, Austria Wien (Meister 2013, Champions-League- Teilnahme) und Ried. Ein Spiel bestritt der Sohn von Ex-Profi und Trainer Dejan Stankovic im Nationalteam.

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