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25. März 2018

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- Stadt entfernt Busbuchten: In Graz drohen jetzt noch mehr Staus - Untere Wienerstraße erwacht zum Leben - Wein am Buchkogel vor dem Start - Marder quälen St. Leonhard - Ehemalige Buddha Bar wird zum BmB

12 graz www.grazer.at

12 graz www.grazer.at 25. MÄRZ 2018 Wein Wasser Über den Dächern von Graz gedieh der Buchkogel-Rebensaft von Hannes Sabathi. Auf fünf Hektar ist der Weingarten schon angewachsen. LUEF, SCHERIAU Hurra, er ist da! Wein vom Buchkogel vor Start TRÖPFERL. Im April wird die Erstlese aus Straßgang präsentiert – mit Potenzial zum Verkaufshit. Von Philipp Braunegger redaktion@grazer.at Hätte der verheerende Frühlingsfrost vor zwei Jahren nicht gewütet, hätten sich Vinophile wohl schon früher über die feinen Tröpferl vom Grazer Buchkogel freuen können. Jetzt ist er aber da! Winzer Hannes Sabathi wird seinen Sauvignon Blanc („fruchtige Note“) sowie den gelben Muskateller („würzig, Hauch von Paprika und Pfefferschote“) Mitte April mit einer Weinexperten-Begehung samt Gala-Dinner im Top-Lokal „Magnolia“ präsentieren. Für Mai ist dann eine eigene große Publikums- Präsentation geplant. Weingarten ausgebaut Denn das Interesse am Straßganger Buchkogel-Wein wird enorm sein. „Nicht umsonst haben wir in weiser Voraussicht den Weingarten ausgebaut. Gut fünf Hektar werden jetzt bewirtschaftet. Das ist beachtlich, im Herbst waren es erst zwei Hektar“, erklärt Sabathi, der kürzlich bei der renommierten Messe „Pro Wein“ in Düsseldorf jene zwei Trophäen überreicht bekam, die er zuvor beim Concours Mondial in Graz gewonnen hatte. Im Mai sollen die 0,7-Liter-Flaschen auch in den Verkauf gehen, also auch rechtzeitig für die Gastro-Events wie die „Genuss tafel“ am Hauptplatz im Sommer. „Die ersten Lieferungen gehen an die Grazer Gastronomen, um das Produkt bekannt zu machen.“ Sabathi rechnet mit um die 3000 bis 4000 Flaschen des Tröpferls. Auge trinkt mit Der will dann auch optisch entsprechend geschmackvoll sein. „Wir haben extra eine Agentur beauftragt, die für uns das Etikett entwirft. Momentan ist man dort in der Endproduktion“, macht’s Sabathi spannend. Verrät aber: „Es wird eine Kombination meines Sabathi-S mit einer Darstellung des Hangs am Buchkogel. Die Herkunft des Weins soll zur Geltung kommen.“ Immerhin ist es ein Spezialprodukt: „Der Wein ist nicht nur ein Gebietswein – eben aus dem Gebiet Graz –, sondern auch ein Einzellagen-Wein. Das sind besondere Sorten.“ H. Seitinger (im kleinen Bild links) und G. Kirchengast warnen vor den Auswirkungen des Klimawandels auf das steirische Wasser. THINKSTOCK, LEBENSRESSORT Klimawandel macht unser Wasser teurer NASS. Klimawandel lässt Wasser knapp werden. Auch neue EU-Pläne treiben Preise nach oben. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Der Klimawandel macht sich immer stärker auch im Steirerland bemerkbar. Experten wie der Klimaforscher Gottfried Kirchengast vom Wegener Center der Karl-Franzens-Uni Graz prognostizieren für die kommenden Jahre eine Zunahme von Dürreperioden. Das wird Folgen für Landwirtschaft und Tourismus, aber auch für die Konsumenten haben: Unser Wasser wird teurer – das bestätigte anlässlich des Weltwassertages am Donnerstag auch VP-Landesrat Hans Seitinger, der politisch für das steirische Wasser zuständig ist. „Günstige Gebühren“ „Wir haben alle gemeinsame Verantwortung. Es werden auch die Wassernutzer in die Tasche greifen müssen“, ließ Seitinger keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel den Kampf ums Wasser verschärfen und höhere Wasserpreise für die Verbraucher bringen wird. Das aktuelle Preisniveau in der Steiermark sei aber im Vergleich mit anderen Ländern niedrig, so Seitinger: „Wir haben immer noch sehr günstige Wassergebühren in der Steiermark.“ Das Preisniveau wird aber wohl auch ohne Klimawandel demnächst steigen – zumindest wenn es nach der EU-Kommission geht. Diese will nämlich die EU-Trinkwasserrichtlinie reformieren – so ist vorgesehen, dass Wasserversorgungsunternehmen künftig häufiger und genauer die Qualität ihres Wassers untersuchen müssen. Das sei „unverhältnismäßig“, protestiert der Fachverband ÖVGW im Namen der heimischen Wasserversorger, zu denen auch die Holding Graz zählt. So würden z. B. für kleinere Unternehmen die Wasseruntersuchungskosten von 250 auf 18.000 Euro im Jahr steigen, was wiederum zu höheren Preisen für Konsumenten führen werde, warnt der ÖVGW. „Die Holding schließt sich der Stellungnahme des ÖVGW an“, sagt Konzernsprecher Gerald Zaczek-Pichler. Unabhängig von den EU-Plänen dürfte den Grazer Haushalten ohnehin mit April der nächste Preisanstieg bevorstehen. Aktuell liegt der Wasserpreis in Graz bei 2,01 Euro pro Kubikmeter – der höchste Wert aller österreichischen Landeshauptstädte.

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