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25. April

- Immer mehr Beschwerden über Lärm - 35 Jahre Tschernobyl: Ist Graz in Gefahr? - Vision vom Grünen Andritz - GU-Gemeinden sind in Bewegung - In den Urlaub mit der „Grazer“-App

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12 graz www.grazer.at 25. APRIL 2021 Klima-Award für Stadt Graz CLIMATE STAR. In der Kategorie „Energie und Klima“ gingen zwei Climate Stars an die Stadt Graz, die die internationale Jury als „Klima-Innovationsstadt“ überzeugte. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die steirische Landeshauptstadt ist 1990 als erste Gemeinde dem Klimabündnis beigetreten. Im Laufe der Jahre wurde immer deutlicher, dass ein umfassender Kulturwandel notwendig ist. Die Rahmenbedingungen dafür wurden mit dem Projekt „Klima- Innovationsstadt“ geschaffen. Ein Fachbeirat für Klimaschutz, ein Klimaschutzbeauftragter, ein Monitoring-System und ein mit 60 Millionen Euro dotierter Klimaschutzfonds wurden eingerichtet. Bürgermeister Siegfried Nagl hat dem Ruf von Fridays for Future nach einem Klimanotstand eine Absage erteilt und stattdessen Graz im September 2019 zur Klima-Innovationsstadt gemacht. Hierfür wurden ein Klimaschutzfachbeirat, ein Klimaschutzbeauftragter und ein Klimaschutzfonds mit 30 Millionen Euro ins Leben gerufen. Nagl zeigt sich hocherfreut über den Klima-Award: „Mir wurde vor allem von der Jugend vorgeworfen, dass ich keinen Klimanotstand ausgerufen habe. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir ins Tun kommen müssen, um im Klimaschutz voranzukommen. Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2030, und damit zehn Jahre früher als die EU und Österreich, wollen wir als Stadt Graz mit unseren Beteiligungen gänzlich klimaneutral werden. Der Pokal Climate Star ist eine Auszeichnung für unseren Weg und zeigt uns, dass wir in die richtige Richtung gehen.“ Bislang wurden in Graz 17 Klimaprojekte beschlossen, 9 Millionen wurden bereits investiert, für 34 Projekte gibt es EU-Förderempfehlungen. Dafür sind 17 Millionen Euro budgetiert. Bgm. Nagl, Baudirektor Bertram Werle, Klimaschutzbeauftragter Thomas Drage und Klimabündnis-GF Friedrich Hofer (v. l.). Oben die Trophäe. FISCHER, SCHLEICH Kulturjahrprojekt für die Kleinen INNOVATIV. Im Rahmen des Kulturjahres 2020 entstand das Projekt Let’s GRAZe. Dabei wird jungen Menschen in allen 17 Grazer Bezirken die nachhaltige Stadtentwicklung mit Holz nähergebracht. Stadtrat Günter Riegler mit Schülerin und Neugärtnerin Marie bei einem der Hochbeete, die im Rahmen des Kulturjahres entstanden sind PROHOLZ Von Valentina Gartner & Tobit Schweighofer redaktion@grazer.at Das Kulturjahr 2020 stand in Graz im Zeichen der „urbanen Zukunft“ der Stadt. Dabei wurden Projekte und Initiativen gesucht, die sich mit der Zukunft der Stadt befassen. Wen also besser fragen als die Schüler von Graz? Sie sind immerhin für die Entwicklung und Gestaltung der Stadt Graz künftig mitverantwortlich. Jedoch fehlt Kindern und Jugendlichen oft der Bezug zu Themen wie Wald und Natur, Ernährung, Klimaschutz oder Baukultur. Darum hat sich das Projektteam von Let’s GRAZe zum Ziel gesetzt, nachhaltige, „klimafitte“ Grazer Lebenskultur an die nächste Generation zu vermitteln. Dieses Projekt zum Thema Nachhaltigkeit und Urban Gardening spannt sich über die gesamte Laufzeit des Kulturjahres und findet in allen 17 Bezirken der Stadt seine Umsetzung. Im Mittelpunkt steht ein Vertikalgartensystem aus heimischem Holz. An Schulen und Einrichtungen des betreuten Wohnens entstanden kleine Hochbeet-Gärten, die auch nach dem Kulturjahr bestehen und weiterentwickelt werden. Auch Stadtrat Günter Riegler ist begeistert: „Ein großartiges Projekt, bei dem Schüler nicht nur lernen, die Lehrer, sondern auch Gemüse zu pflanzen!“ Grazer Schulen steht ein kostenloses Let’s-GRAZe-Handbuch mit den wichtigsten Infos zur Verfügung. Darüber hinaus bietet proHolz Steiermark für Grazer Bildungseinrichtungen kostenlose Verleihboxen mit Materialien, Arbeitsblättern und Experimenten an. Mehr dazu auf www.letsgraze.at.

25. APRIL 2021 www.grazer.at graz 13 Covid-Teststraße in der Annenpassage ■ Wie wir in unserer E-Paper- Tageszeitung bereits exklusiv berichteten, haben die Grazer Apotheken Zum Grünen Kreuz und die Bahnhofapotheke in Kooperation eine neue Covid- Teststraße in der Annenpassage gegenüber dem Hauptbahnhof eingerichtet. In der Teststraße kann man sich von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr gratis testen lassen. Samstag von 8 bis 14 Uhr. Sonntag ist geschlossen. Über das Ergebnis wird man per SMS oder E-Mail unterrichtet. Anna Katharina Wurzer (Bahnhofapotheke, links) und Evelyn Kolaric (Zum Grünen Kreuz) SCHERIAU Grazer Radoffensive nimmt Fahrt auf ■ Mit dem Ziel, Graz zu einer europäischen Fahrradhauptstadt zu machen, starteten das Land Steiermark und die Stadt Graz vor knapp einem Jahr die „Radoffensive 2030“. Als Basis für das gemeinsame Vorhaben, das Radwegenetz großflächig auszubauen, dient die vom Land Steiermark in Auftrag gegebene Radnetzstudie. Insgesamt 100 Millionen Euro sind dafür reserviert. Der Gemeinderat gibt nun grünes Licht für die ersten Umsetzungsprojekte der Radoffensive. Pro Jahr werden 10 Millionen Euro in den Ausbau investiert. JOEL KERNASENKO

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