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24. März 2019

- Graz wächst: Rekordwerte bei Einwohner, Beschäftigung und Gründern - Öffis: 100 Euro Strafe trotz Familienpass - Grazer Studenten entscheiden über Bibliothek-Sessel - Aufregung um Giftfallen: Rattenköder direkt beim Spielplatz - Straßenverbindung in Liebenau und Jakomini sorgt für Ärger - Schlossberg: Wirbel um Auffahrt-Genehmigungen - Neues Gesundheitszentrum in Liebenau - Zahlreiche Vergehen: Ex-Stadtplanungschef Schöttli treibt sein Unwesen in der Schweiz weiter - Café Schmiedt wurde übernommen: Neuer Betreiber, aber noch alter Charakter - Schon zwei Opfer: Wirte mit dreistem Schmäh beraubt - Diagonale 2019

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Manchmal habe ich das Gefühl, dass der geistige Wohlstand nicht mit dem materiellen mithalten kann.“ Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer SCHERIAU www.grazer.at 24. MÄRZ 2019 Rekorde: Stadt Graz Eibinger-Miedl, Schrempf, Grabner (v. l.) mit Schülern CIS/LUNGHAMMER Drei Millionen Besucher ■ Seit 2009 geben steirische Unternehmen im Rahmen der „Erlebniswelt Wirtschaft“ Interessierten einen Blick hinter die Kulissen. Mit dem Besuch von Schülern der Schulschwestern Graz-Eggenberg bei der Firma Knapp in Hart bei Graz wurde jetzt die Marke von drei Millionen Besuchern geknackt. Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Creative-Industries-Styria-Chef Eberhard Schrempf und Knapp- Vorstand Christian Grabner begrüßten die Schüler persönlich. Martina Kaufmann mit Laibachs Vizebürgermeister Aleš Čurin KK Graz und Laibach tauschen sich aus ■■ Seit 2001 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Laibach und Graz. Im Rahmen einer dreitägigen Delegationsreise, unter der Leitung der Grazer VP-Nationalrätin Martina Kaufmann, die auch Obfrau der bilateralen Gruppe Österreich-Slowenien ist, wurden die Beziehungen zu Slowenien weiter vertieft. Neben wirtschaftlichen und bildungspolitischen Themen stand der Austausch mit Vertretern aus Laibach auf dem Programm. Graz wird immer mehr zum begehrten Lebensraum. Laut Umfragen sind die Grazer zu rund 90 Prozent mit dem Leben in der Stadt zufrieden. Kritik gibt es an zu wenig Grünraum und zu vielen Baustellen. GETTY, STADT GRAZ derGrazer Wovon hätten Sie gerne mehr? „Ich hätte am liebsten mehr von der Winterzeit, damit ich länger Schifahren gehen kann.“ Julia Kainz, 21, Angestellte „Das ist ganz einfach: Ich hätte gerne ein bisschen mehr Freizeit für mich!“ Gerhard Schweiger, 61, Berufsoffizier „Ich hätte am liebsten mehr Geld! Da muss man ehrlich sein, wer will das denn nicht?“ Lieselotte Musil, 65, Pensionistin Blitzumfrage „In Graz hätte ich gerne ein breiteres kulturelles Angebot. Wie zum Beispiel mehr Museen.“ Benedikt Fuchs, 26, Student ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich hätte generell gerne mehr Zeit für meine Freunde, Familie und die diversen Hobbys.“ Laura Weixler, 22, Medizinische Masseurin

24. MÄRZ 2019 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP POST AG/W. STREITFELDER, GETTY 60-Millionen-Investition In Kalsdorf bei Graz baut die Post um 60 Millionen Euro das größte Paketzentrum Österreichs. 280 Jobs entstehen. Überfallserie geht weiter Schon wieder wurde ein Taxilenker diese Woche mit Pistole überfallen. Es ist bereits der fünfte Vorfall dieses Jahr. FLOP ➜ wächst und wächst Kurz gefragt … BALLUNGSRAUM. Graz hat 2018 mit 328.276 Einwohnern einen Bevölkerungshöchststand erreicht und wird bis 2030 um 13 % wachsen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Pensionopolis, tote Hose, das war einmal. Die Stadt Graz ist heute ein stark wachsender Ballungsraum. Wie einem Bericht des Wirtschaftsressorts der Stadt Graz, der die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt der letzten fünf Jahre analysiert hat, zu entnehmen ist, hat Graz im Vorjahr mit 328.276 Einwohnern (Hauptund Nebenwohnsitz) einen Bevölkerungshöchststand erreicht. Das ist ein Plus von 3255 Menschen gegenüber dem Jahr 2017. Graz, so die Experten, wird auch in Zukunft stark wachsen. Plus 13 Prozent werden bis 2030 prognostiziert. Im Vergleich dazu wird der Steiermark ein Plus von 2,2 Prozent vorhergesagt und die Bevölkerung Österreichs soll bis 2030 um 5,3 Prozent wachsen. Graz scheint auch als Lebensraum attraktiver geworden zu sein. 97 Prozent der im „Eurobarometer 2015“ befragten Grazer bewerteten ihre persönlichen Lebensumstände in Graz positiv. Überdurchschnittlich stark ist auch der Beschäftigungszuwachs. Die Beschäftigung ist 2018 um 5,1 Prozent gestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung führte ab 2017 zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenzahlen gingen 2017 um 9,5 Prozent und 2018 um 12 Prozent zurück. Die Kommunalsteuern erreichten 2018 den Höchststand von rund 138 Millionen Euro. Das ist die höchste Steigerungsrate seit 2007. Graz fungiert auch als Gründungsmotor für die Steiermark. Nahezu ein Viertel aller Gründungen in der Steiermark erfolgen in der Landeshauptstadt. 2018 waren es 1294 Gründungen, ein Plus von 8,1 Prozent. Beim Tourismus konnte Graz 2018 mit 1,13 Millionen Nächtigungen das bislang zweitbeste Ergebnis erzielen. Graz in Zahlen ■■Standort Graz: Graz ist ein attraktiver Standort für technologisch hochwertige Produktionsunternehmen. Neben den Bereichen „Information und Kommunikation“ hat sich die angesiedelte Industrie gut entwickelt, insbesondere im Automobil-Sektor (Stichwort Magna). Gab es 2013 in Graz 91.227 unselbstständig Beschäftigte, waren es 2018 bereits 105.165. ■■Arbeitslosigkeit: Mit 11.878 arbeitslos gemeldeten Personen (10,1 Prozent) gab es einen neuen Tiefststand. ■■Kommunalsteuer: Wurden 2013 114,30 Millionen Euro eingenommen, waren es 2018 138,29 Millionen. Wichtig für die Kommunalsteuer sind die Bereiche Mobilität, Human- & Biotechnologie, Energie- und Umwelttechnik, Kreativwirtschaft. ■■Unternehmensgründungen: Wurden 2014 993 Firmen gegründet, waren es 2018 1294. ... Siegfried Nagl 1 Graz hat einen Bevölkerungshöchststand erreicht, gibt es da ein Limit für die Zukunft? Nagl: Alle Prognosen bestätigen einen steigenden Zuzug, und darauf bereiten wir uns vor. 2 Mehr als 90 Prozent leben gern in Graz. Die Kritik an zu wenig Grünraum wird aber lauter ... Nagl: Graz ist eine der Städte Österreichs mit dem höchsten Grünraum- und Waldanteil. Wir investieren weiter in die Sicherung von städtischen Grünflächen. Graz ist überall auf der 3 Überholspur. Worauf sind Sie am meisten stolz? Nagl: Dass sich internationale Unternehmen als auch junge Startups Graz als Wirtschaftsstandort aussuchen.

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