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24. März 2019

- Graz wächst: Rekordwerte bei Einwohner, Beschäftigung und Gründern - Öffis: 100 Euro Strafe trotz Familienpass - Grazer Studenten entscheiden über Bibliothek-Sessel - Aufregung um Giftfallen: Rattenköder direkt beim Spielplatz - Straßenverbindung in Liebenau und Jakomini sorgt für Ärger - Schlossberg: Wirbel um Auffahrt-Genehmigungen - Neues Gesundheitszentrum in Liebenau - Zahlreiche Vergehen: Ex-Stadtplanungschef Schöttli treibt sein Unwesen in der Schweiz weiter - Café Schmiedt wurde übernommen: Neuer Betreiber, aber noch alter Charakter - Schon zwei Opfer: Wirte mit dreistem Schmäh beraubt - Diagonale 2019

14 graz www.grazer.at

14 graz www.grazer.at 24. MÄRZ 2019 Hermann Schützenhöfer führt die VP in die Landtagswahl. LAND STEIERMARK Schützenhöfer tritt wieder an ■■ VP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hat am Freitag allen Spekulationen um einen Rückzug eine Absage erteilt und seine erneute Kandidatur bei der Landtagswahl 2020 verkündet. Zugleich betonte der 67-jährige Steirer-VP- Chef, auch die nächsten Jahre im Amt bleiben zu wollen. Einen vorgezogenen Wahltermin schloss er indes aus. Was eine künftige Koalition betrifft, seien sowohl SPÖ als auch FPÖ mögliche Partner. Christian Köberl, Nagl, Anna Thaller, Erwin Stubenschrott (v. l.) KK Nagl ist erneut Forum-Präsident „Schöttli treibt sein Unwesen in der Schweiz weiter!“ Gegen den in Zürich untergetauchten Heinz Schöttli sollen jetzt auch in seiner Heimat Strafanzeigen laufen. SCHLIMM. Dem geflüchteten Grazer Ex-Stadtplanungschef Heinz Schöttli werden jetzt auch in der Schweiz zahlreiche Vergehen zur Last gelegt. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Unsere Geschichte über den in Zürich untergetauchten Grazer Ex-Stadtplanungschef Heinz Schöttli hat auch in der Schweiz gehörig Staub aufgewirbelt. Schöttli, dem in Graz Amtsmissbrauch, Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen wurde, flüchtete noch vor dem Gerichtsverfahren über Chile zurück in seine Heimat (wir berichteten) und soll dort „sein Unwesen weiter treiben“, wie der Schweizer Peter K. (Name von der Red. geändert) berichtet. „Der Schaden, den Schöttli hier anrichtet, ist um einiges größer als dazumal in Graz. Mindestens drei Personen haben schon eine Strafanzeige gegen ihn eingereicht. Jedoch erfolgslos.“ Denn: Schöttli, für den natürlich die Unschuldsvermutung gilt, ist auch in der Schweiz offenbar unauffindbar. Der Grund liegt in einem kuriosen Gesetzes-Schlupfloch. „Er lebt hier im Inkognito-Status. Nicht einmal die Polizei konnte herausfinden, wo er sich befindet und wohnt. Das ist besonders schlimm, denn er zieht immer FISCHER, GETTY mehr Menschen in den Ruin.“ Insgesamt sollen bereits mindestens sieben Personen betroffen sein, der Schaden soll im sechsstelligen Frankenbereich liegen. Pikantes Detail: Schöttlis Bruder ist Vizedirektor des Schweizer Nachrichtendienstes VBS. „Da kann man sich schon vorstellen, dass sich da einfach keiner die Finger verbrennen will“, mutmaßt K. „In diesem Sinne kann Graz froh sein, dass es diesen Verbrecher los ist. Das können wir leider nicht behaupten. Denn hier treibt er sein Unwesen weiter.“ ■■ Bei der Vollversammlung des Ökosozialen Forum Steiermark wurde Präsident Siegfried Nagl mit seinen Vizes Anna Thaller und Erwin Stubenschrott im Amt bestätigt. Hauptziel des Forums für die nächsten Jahre ist es, noch stärker in den steirischen Regionen zu wirken und sich vermehrt vom Think Tank zum Do Tank weiterzuentwickeln. Das Ökosoziale Forum ist eine überparteiliche Plattform.

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