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24. Mai 2020

- Forderungskatalog für 150.000 Vergessene: Hilferuf der Veranstalter - Wanderweg im Bezirk Ries wird erweitert - Stadthalle: Setting für Shows in Corona-Zeiten - Jochen-Rindt-Platz: So wird er aussehen - Langes Warten auf Negativ-Tests - Corona-Maßnahmen treffen besonders Kinderbetreuung

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12 graz www.grazer.at 24. MAI 2020 Langes Warten auf Die Messehalle A wird bald zur FSME-Impfstelle. GRAZ TOURISMUS Impfaktion in der Messehalle ■■ Die Zeckenschutz-Impfung des Gesundheitsamts findet heuer von 2. bis 5. Juni und von 8. bis 10. Juni jeweils von 8 bis 17 Uhr in der Messehalle A statt. Dort kann dafür gesorgt werden, dass genügend Abstand eingehalten wird. Anmeldung ist keine erforderlich, Impfpass schon. Auch lange, nachdem sich Corona-Infizierte wieder fit fühlen, können die Tests positiv sein. Die Betroffenen müssen dann in Heimisolation bleiben. GETTY ARG. Wer offiziell Corona-infiziert ist, braucht zwei negative Testergebnisse, um als genesen zu gelten. Das kann auch mehrere Wochen dauern. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Eigentlich geht man nach aktuellem Stand der Forschung davon aus, dass Covid-19-Patienten mit leichtem Verlauf nach etwa zwei Wochen wieder gesund sind. Dass es manchmal aber auch deutlich länger dauern kann, zeigen die Beispiele einiger Grazer. Damit jemand, der zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde, offiziell als genesen gilt, sind zwei aufeinanderfolgende negative Testergebnisse innerhalb von 48 Stunden nötig. Aus diesem Grund Die Therme Loipersdorf sperrt auf.KK Auch Thermen sind bald zurück ■■ Am 29. Mai dürfen nicht nur die Freibäder, sondern auch die Thermen wieder aufsperren. Auch das Thermenressort Loipersdorf mit seinen 529 Metern Wasserrutschen, allen Attraktionen, Gastronomiebereichen und der Wohlfühloase Sonnensauna ist schon voller Vorfreude. Neue Handels-Richtung NEU. Das Grazer Citymanagement wird in die Holding Graz eingegliedert. Damit sollen Synergien genutzt und Kräfte für den Handel gebündelt werden. ■■ Der Innenstadthandel wird eine neue Richtung einschlagen. Das Grazer Citymanagement – derzeit bei Graz Tourismus angesiedelt – soll seitens der Holding Graz gesteuert werden und als Querschnittsthema in die Geschäftsbereiche einer größeren Zahl von städtischen Abteilungen einfließen. Damit ist die klare Verantwortung gegeben, das Citymanagement bei allen Aktivitäten aus den Abteilungen heraus zu unterstützen. „Wir schaffen damit Synergien, die in der Vergangenheit nur mit einem immensen Koordinationsaufwand möglich gewesen wären“, erklärt Bürgermeister Siegfried Nagl. „So wird das Thema Handel und Innenstadt eine deutlich prominentere Rolle auch in den Aktivitäten der Holding Graz einnehmen.“ Holding- Marketingleiter Richard Peer: Citymanagement neu: Graz-Tourismus-GF Dieter Hardt-Stremayr, Holding-CEO Wolfgang Malik, Citymanager Heimo Maieritsch, Bgm. Siegfried Nagl, Holding- Marketingleiter Richard Peer und Andrea Keimel (Wirtschaftsabteilung, v. l.) STADT GRAZ „Als Komplettanbieter für Marketing und Kommunikation wollen wir die Kräfte bündeln, um gemeinsam eine stärkere Wirkung zu erzielen. Wir bauen mit dem Citymanagement ein Full- Service-Angebot auf, das möglichst vielen Unternehmen und damit dem gesamten Marktplatz Graz zugutekommt.“

24. MAI 2020 www.grazer.at graz 13 Negativ-Tests verbrachte eine junge, im Gesundheitsbereich tätige Grazerin (Name der Redaktion bekannt) acht Wochen in Quarantäne – sechs davon völlig ohne Krankheitssymptome. „Insgesamt hab ich jetzt zehn Tests hinter mir. Davon waren bereits zwei negativ, jedoch leider nicht hintereinander. Bedeutet, die letzten Tests fielen negativ, positiv, negativ und zuletzt wieder positiv aus“, berichtet die Betroffene. Kein Einzelfall Einem jungen Paar ging es ähnlich. „Es hat mit einer starken Verkühlung angefangen. Von einer Nacht auf die andere war die dann weg und ich hab für ein paar Stunden Fieber und Schüttelfrost bekommen. Nach ein paar Tagen ist mir dann aufgefallen, dass ich nichts mehr rieche bzw. schmecke. Noch bevor ich das Ergebnis von der ersten Testung bekommen hab, war ich aber bereits wieder fit“, berichtet eine weitere Betroffene (auch hier ist der Name der Redaktion bekannt). „Nach zwei Wochen in Quarantäne wurde ich wieder getestet und war ziemlich überrascht, als der Test wieder positiv ausfiel. Immerhin hatte ich keine Symptome mehr. Von da an wurde ich wöchentlich getestet und erst der fünfte Test war negativ. Insgesamt war ich fünf Wochen daheim.“ „Vor allem bei schweren Krankheitsverläufen und Hospitalisierungen dauert es oft Wochen bis zur Genesung. Aber auch bei leichten oder gar keinen Symptomen ist der Test häufig mehrere Wochen positiv“, bestätigt man beim Land Steiermark. Derzeit werden nur Erkrankte, Genesene und Verstorbene gelistet. Die Dauer der Krankheit soll erst im Nachhinein wissenschaftlich bearbeitet werden, weshalb es aktuell auch keine genauen Zahlen gibt. Dass die Betroffenen über diesen langen Zeitraum ansteckend sind, wird von den meisten Experten bezweifelt – trotzdem geht man auf Nummer sicher. Mitten in der Innenstadt, am Schlossberg, wachsen die wilden Orchideen. FLECHL (2) Wilde Orchideen blühen ■■ Vor einigen Jahren ist der Grazer Pflanzen- und Kräuterexperte Michael Flechl erstmals auf wild wachsende Orchideen, sogenannte Große Zweiblätter, am Schlossberg aufmerksam geworden. „Sie stehen wie alle heimischen Orchideen nach dem Steiermärkischen Naturschutzgesetz unter Naturschutz und blühen Anfang bis Mitte Mai“, erklärt Flechl. Nach dem Fund wurde die Stadt aktiv, um diesen weiter auszubauen: „Ich habe daraufhin die zuständige Abteilung der Holding Graz kontaktiert und sie gebeten, später zu mähen. Gesagt, getan, seither entwickelt sich der Bestand des Zweiblatts am Schlossberg prächtig“, freut sich Grünen-Gemeinderätin Andrea Pavlovec-Meixner, die sich etwa auch 2019 mittels Dringlichem Antrag für mehr Artenschutz starkgemacht hat. Übrigens: Orchideen mitten in der Stadt kann man etwa bei der Orchideenwanderung mit Michael Flechl am 30. Mai bewundern (buchbar über die Urania). VENA

2021