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24. Februar 2019

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- Graz soll die gesündeste Stadt Europas werden - Trotz Kritik: Psychisch Kranke sollen ins Pflegeheim - Andritz: Radarfallen und dichtere Bustakte - Volksschule Liebenau will weitere erste Klasse - Cybersecurity Campus in Graz - Plabutscher Schlössl: Thomas Muster kommt, Bäume müssen gehen - DaVinzi: Künstler machen das VinziDorf bunter - Betroffener braucht Hilfe: Arzt hat keine Zeit für Tourette-Patienten - Die Süße Luise nimmt Abschied vom Lendplatz - Wartburg nach nur wenigen Monaten wieder geschlossen

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12 graz www.grazer.at 24. FEBRUAR 2019 Betroffener braucht Hilfe: Arzt hat keine Nach dem Vorbild der deutschen Stadt Griesheim soll es in Geidorf auch bald eine „bespielbare Stadt“ auf den Schulwegen geben. KK Kinder dürfen in den Bezirken mitgestalten SPASSIG. Kinder in Geidorf und Wetzelsdorf entscheiden über Schulweg- und Wiesengestaltung. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Kinder haben in den beiden Bezirken Wetzelsdorf und Geidorf so einiges mitzureden! Zum einen gestalten sie ihre „eigene Wiese“ in Wetzelsdorf, zum anderen den Schulweg in Geidorf. In Geidorf soll der Schulweg zur Volksschule Geidorf bald sicherer und vor allem spaßiger gestaltet werden. „Wir wollen nach dem Vorbild der deutschen Stadt Griesheim ebenfalls eine ‚bespielbare Stadt‘ machen. Dabei werden spielende Elemente in der Muchargasse aufgestellt, bei denen Kinder auf dem Weg zu Schule spielen können“, freut sich Alexander Pinter, Bezirksvorsteher-Stellvertreter von Geidorf. Gemeinsam mit den Kindern der Volksschule Geidorf wird der Weg gestaltet. „Den Kindern werden unterschiedliche Elemente vorgestellt und sie selbst dürfen dann entscheiden, was schlussendlich aufgestellt werden soll“, so Pinter. Im Frühjahr startet das Projekt mit den Volksschülern. Nach dem Auswahlverfah- ren wird der Weg dann damit ausgestattet. „Der Bezirksrat unterstützt das Projekt mit 1500 Euro“, freut sich der Bezirksvorsteher-Stellvertreter. Jugend-Wiese Auch im Bezirk Wetzelsdorf haben Kinder etwas zu sagen. „Jugendliche gestalten sozusagen ihre eigene Wiese“, schmunzelt Peter Sauermoser, Bezirksvorsteher von Wetzelsdorf. Bei dem Projekt Grottenhofstraße bei der Siedlung gab es einen Antrag auf Sanierung des Sportplatzes. Immerhin sollen die Jugendlichen, die dort leben, auch einen Sportplatz zum Auspowern haben dürfen. Bei einer Begehung mit einigen Jugendlichen kamen sie zu Wort, wie die fertige Wiese schlussendlich für sie aussehen soll. „Bei einer Kooperation mit dem Sozialamt legen die Jugendlichen dann sogar selbst Hand an. Damit sie wirklich das Gefühl von ihrer ‚eigenen Wiese‘ haben. Sie sind höchst motiviert“, so Sauermoser. Im Frühjahr soll es losgehen. Bescheiden sind die Kinder allemal. Ihnen reichen schon eine Bank mit Tisch als Sitzgelegenheit und Fußballtore. TRAGISCH. Ein Grazer Tourette-Patient braucht Hilfe – der einzige Spezialist in Österreich und die Tourette-Gesellschaft sind nicht erreichbar. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Ich habe mittlerweile seit 13 Jahren das Tourette-Syndrom. Seit einem halben Jahr wird es kontinuierlich schlimmer und keiner hilft mir“, klagt der 27-jährige Michael W., Betroffener. „In Österreich gibt es mittlerweile nur mehr einen Spezialisten für Tourette-Patienten mit THST (Tiefenhirnstimulation). Nachdem unser behandelnder Arzt in Wien in Pension gegangen ist, wollten wir bei einem Neurochirurgen in Innsbruck in Behandlung, welcher seit Monaten we- Twentieth Century Fox Schnell noch ein Ticket für die Steiermarkpremiere des Films „Rate Your Date“ am 6. März, 19 Uhr, im Dieselkino Lieboch gewinnen. „der Grazer“ macht’s möglich. „Rate Your Date“ ist eine moderne Komödie über die Unmöglichkeit der Liebe in unserer digitalen Welt. Eine Dating-App sorgt für turbulente Überraschungen. Ab 8. März läuft der Film in allen Dieselkinos. der auf unsere Mails noch Anrufe reagiert. Wir wissen, dass er sehr viel zu tun hat, aber sonst haben wir niemanden mehr in Österreich. Auch die ,Österreichische Tourette Gesellschaft‘ in Wien konnten uns bis jetzt noch nicht weiterhelfen“, so die Mutter, Ursula W. Michael W. hatte in den letzten Jahren bereits drei Operationen am offenen Kopf, bei denen ein Hirnschrittmacher eingesetzt wurde. Eine harte Zeit für den Betroffenen und seine Familie. Die erste OP funktionierte nicht, bei der zweiten gab es schon nach einem halben Jahr wieder Verschlechterungen, trotz ständiger Neueinstellungen und medikamentöser Therapie im AKH Wien, die dritte half ihm bis vor einem halben Jahr gut. „Es war eine ziemlich harte Zeit für mich. In den Wochen nach der OP ging es mir besonders schlecht. Ich hatte bis zu 30 Klammern am Kopf, die entfernt werden mussten ANZEIGE Dating im digitalen Zeitalter ist auch nicht die Lösung aller Liebesfragen. Szene aus dem Film „Rate Your Date“. 100 Tickets für Filmpremiere G e w i n n s p i e l 50 x 2 Tickets für Filmpremiere zu gewinnen! Warum ins Kino? E-Mail mit Betreff „Rätsel“, Lösung und Telefonnummer an: gewinnspiel@grazer.at Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht übertragbar. Einsendeschluss: 27. 2. 2019. Gewinner werden telefonisch verständigt und sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

24. FEBRUAR 2019 www.grazer.at graz 13 Zeit für Tourette-Patienten und sehr unangenehm waren, und das Einstellen des Schrittmachers war auch anstrengend“, erinnert sich W. „Es ist nicht nur für mich eine schwierige Zeit, sondern auch für meine Eltern“, so der Betroffene. „Alltag ist unerträglich“ „Meine Tics verschlechtern sich immer mehr. Sowohl vokal als auch motorisch. Es ist eine Riesenbelastung für mich. Ich habe ständig Zwangsgedanken, etwas tun zu müssen. Und nach dem Zwangsgedanken kommt meist auch das Zwangshandeln. Die Zwänge sind so massiv geworden, dass der Alltag für mich unerträglich geworden ist“, erzählt uns der Betroffene. Nur wenn er gar nichts tut, wie beispielsweise auf der Couch zu liegen, sind die Tics am wenigsten präsent. „Ich weiß, wenn ich etwas machen will, schmeiße ich irgendetwas um oder haue etwas in die Luft. Obwohl ich es immer versuche, meine Zwänge unter Kontrolle zu bekommen, ist es mir nicht möglich. Die Zwänge sowie die Tics sind immer da und man ist einfach machtlos dagegen“, leidet Michael W. Hilferuf „In Deutschland gibt es eine Klinik, die bei Betroffenen mit Tics und Zwängen eine Therapie macht. Weiters haben wir Kontakt mit einem Neurochirurgen aus Köln aufgenommen. Wir hätten zwar die Zusage, aber die Krankenkasse will die Kosten nicht übernehmen, solange es einen Spezialisten für THST in Österreich gibt“, erzählt die Mutter. Die Kosten für den Arzt in Deutschland sind für die Familie unleistbar und somit sind sie auf die Hilfe des Arztes hier angewiesen. Beim Versuch, der Familie zu helfen, standen auch wir schlussendlich in einer Sackgasse. Sowohl der Spezialist in Innsbruck als auch die Tourette-Gesellschaft waren nicht erreichbar. Michael W. leidet unter dem Tourette- Syndrom. Keine Hilfe in Sicht! KK Wolfgang Hohlbeins Werke sind seit jeher Erfolgsprodukte. kk Hohlbein liest in Frohnleiten! ■■ Ein absoluter Superstar der Literatur-Szene kommt nach Frohnleiten! Wolfgang Hohlbein, u.a. bekannt für seine Fantasy-Romane, schaut für eine Lesung in der Gemeinde nördlich von Graz vorbei. Der Deutsche liest bei „Buch & Co.“ (Hauptplatz 22) am kommenden Donnerstag, 28. Februar, um 19 Uhr im Rahmen des „Fine Crime Festivals“. Die Tickets kosten 15 Euro, es gilt freie Platzwahl. Flott sein! Der Ansturm ist bereits enorm.

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