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23. März 2022

- Baustart am Grazer Messeparkplatz: Jakomini sucht Grünflächen - Steiermark-Herz wird fünfzig Jahre alt - Ukraine-Krieg: Flüchtlingshilfe gut gestartet

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4 graz www.grazer.at 23. MÄRZ 2022 Flüchtlingshilfe gut gestartet ERFREULICH. Bereits 2000 aus der Ukraine geflüchtete Menschen sind in der Steiermark angekommen. Sie werden in die Grundversorgung aufgenommen. Das Land sucht nach weiteren Quartieren. Von Christoph Zefferer christoph.zefferer@grazer.at Der Krieg in der Ukraine zwingt viele Menschen zur Flucht. Viele Länder und Städte zeigen sich solidarisch und helfen tatkräftig bei der Versorgung der geflüchteten Menschen. Die Steiermark und Graz stehen dabei nicht hintan und wollen ihren Teil zur Bewältigung der Krise und vor allem zur Verbesserung der Situation von Kriegsflüchtlingen beitragen. In den letzten Wochen wurden tiefgreifende Strukturen geschaffen, um in Zusammenarbeit aller beteiligten öffentlichen Stellen und der Zivilgesellschaft Flüchtende aus der Ukraine in der Steiermark gut versorgen zu können. Am vergangenen Mittwoch ging das Ankunftszentrum in der Messehalle D in Graz in Betrieb. Wo bis vor kurzem noch Impfwillige ihren Stich gegen Corona abholten, reihen sich nun Kinder, Frauen und Männer ein, die ihrem vom Krieg gebeutelten Heimatland den Rücken kehren mussten. Sie werden im Ankunftszentrum medizinisch und psychologisch betreut sowie mit Essen und Getränken versorgt. Im Zuge der Registrierung wird selbstverständlich auch ein Corona-Test durchgeführt. Danach erfolgt die Aufnahme in die Grundversorgung und, so notwendig, auch der rasche Weitertransport in kleinere, regional verteilte Unterkünfte. Gute Zusammenarbeit Heute zogen die Verantwortlichen eine erste Bilanz: „Alle Organisationen vor Ort im Ankunftszentrum arbeiten gut zusammen. Natürlich gibt es immer wieder Adaptierungen, im Großen und Ganzen läuft es aus unserer Sicht In der Messehalle D sorgt schon eine Tafel Schokolade für ein Lächeln in müden Kindergesichtern. aber schon ganz rund“, zeigt sich Krisenstabsleiterin Barbara Pitner mit der derzeitigen Situation zufrieden. Die Koordination zwischen Krisenstab, den zuständigen Bundeseinrichtungen beim Fremden- und Asylwesen, der Polizei, der Stadt Graz und mit den beteiligten zivilen Organisationen wie beispielsweise Rotem Kreuz oder Caritas läuft derweil einwandfrei: So unterstreicht Oberstleutnant Klaus Rexeis, Einsatzkommandant des Ukrainestabs der Landespolizeidirektion, die gute Zusammenarbeit zwischen Einsatzorganisationen und den zivilen Organisationen bei der Versorgung und Unter- bringung der Geflüchteten. Seitens der Polizei wurden bisher die Daten von etwa 2.000 Personen in der Steiermark aufgenommen, wovon 1376 Personen im Grazer Ankunftszentrum erfasst wurden. Bezüglich der Nacherfassung von Personen, die in der Steiermark angekommen sind und bereits privat untergekommen sind, bittet die Polizei, nicht ins Ankunftszentrum auf der Grazer Messe zu kommen, sondern die BFA-Außenstelle in der Triesterstraße 393 in Graz zu nutzen: Unter der Hotline +43 059133 65 7590 oder per Mail an BFA-ASt-Graz- Einlaufstelle@bmi.gv.at ist eine Terminvereinbarung möglich. LAND STEIERMARK/BINDER Quartiere gesucht Derzeit sind etwa 1450 Ukrainer steiermarkweit in der Grundversorgung, wovon bereits 313 seitens des Landes in Quartieren untergebracht werden konnten. Bisher wurden 5200 Plätze in Unterkünften in der Steiermark beim Land eingemeldet. Pitner bittet diesbezüglich auch weiterhin, Quartiere unter grundversorgung@stmk.gv.at anzumelden. Erfreulich ist auch das große Echo, das dem Aufruf des Landes, sich als Gasteltern für unbegleitete Minderjährige zu melden, folgte: Bereits 250 Steirerinnen und Steirer haben ihre Bereitschaft dazu bekundet. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich |ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Christoph Zefferer (0664/80 66666 90), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

23. MÄRZ 2022 www.grazer.at graz 5 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ christoph.zefferer@grazer.at Tragisch: Großbrand fordert Todesopfer ■ Die Grazer Berufsfeuerwehr wurde gestern um 3:16 Uhr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in Graz St. Peter gerufen. Beim Eintreffen schlugen den Feuerwehrmännern bereits starke Flammen aus dem Inneren des Gebäudes entgegen. Das Feuer hatte sich durch ein geborstenes Fenster und eine Terrassentür bereits über das erste Obergeschoß bis in den Dachstuhl ausgebreitet. Zwei Personen waren auf einen Balkon geflohen und konnten von zwei Atemschutztrupps gerettet und dem anwesenden Rettungsdienst übergeben werden. Im Bereich des Brandherdes im Erdgeschoss wurden mensch- Bei einem Brand in St. Peter kam tragischerweise eine Person ums Leben. BF GRAZ liche Überreste gefunden. Zur Unterbindung der Brandausbreitung und zur Bekämpfung des Brandes unter der Dachhaut musste das Dach großflächig mittels Trenngeräten geöffnet werden. Hierzu war der Einsatz von insgesamt acht Atemschutztrupps erforderlich. Um 6:30 Uhr konnte „Brand Aus“ gegeben werden. Die Grazer Berufsfeuerwehr war mit 25 Mann im Einsatz. Fassadenbrand bei Kalsdorfer Haus ■ Die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf rückte gestern zu einem Fassadenbrand bei einem Wohnhaus aus. Am Ort des Geschehens angekommen, wurde der größtenteils bereits erloschene Brand mit einer Wärmebildkamera auf etwaige Glutnester untersucht. Teile der Dämmung wurden entfernt, um sicherstel- len zu können, dass es nicht zu einem Wiederaufflammen des Brands kommt. Verkehrsunfall und Straßensperre ■ Ebenfalls in Kalsdorf verlor ein Moped nach einem Unfall Betriebsmittel. Die ortsansässige Feuerwehr rückte aus und band die auslaufende Flüssigkeit. Nach erfolgter Reinigung konnte die Straße wieder vollumfänglich für den Verkehr freigegeben werden. Zwei Feuerwehren rückten umsonst aus ■ Am Dienstagabend wurden die Freiwillige Feuerwehr Peggau und die zuständige Betriebsfeuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Industrieobjekt in Peggau beordert. Vor Ort wurde ein Fehlalarm festgestellt, wodurch sich die Tätigkeit der Florianis auf die Kontrolle des Bereiches mit einer Wärmebildkamera beschränkte.

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