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23. Mai 2021

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- Ruine Gösting erst 2022 bespielbar - Stadt präsentiert Rehkitz-Drohne - 1. Grazer Stadtpokal für Fußballvereine - Kinder regieren in GU - Grüne-Chefin Judith Schwentner im Interview - Die Szene feiert ihr Comeback

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 23. MAI 2021 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Die Burgruine Gösting wird Attraktion D ie Geduld der Grazer wird auf die harte Probe gestellt. Seit Jahren ist nun schon die Rede davon, dass die von der einstigen Burg Gösting stehen gebliebenen Ruinenmauern dringend ausgebessert, abgesichert und aufgehübscht werden müssen. Da wartet viel Arbeit. Der Burgverein Gösting, der sich lange Zeit um die Ruine bemühte, wurde ausgebootet, kann nichts mehr machen. Die gemütliche Taverne, wo die rührige und engagierte Pächterin jahrzehntelang unter schwierigsten Bedingungen die Wanderer mit Schmankerln versorgte, musste schon lange sperren. Die Pächterin war zu krank, um weiter unter den Bedingungen – kein Strom, kein Wasser, kein Kanal – zu arbeiten, und was noch bitterer ist, sie starb an ihrer Krankheit. Danach bröckelten so viele Mauerteile von der Ruine auf die Fußwege, dass die Behörde die Ruine einfach sperrte. Der Ball liegt nun bei Besitzer und Burgherr Hubert Auer. Nur er kann mit der Stadt Graz, die das Areal pachten soll, eine Einigung erzielen. Burgruinen sind heutzutage gefragter denn je und ganz sicher kein Schnäppchen. Aber koste es, was es wolle, ist für die Stadt keine Verhandlungsstrategie. Daher muss eine vernünftige Lösung her, die Grazer würden sich bestimmt freuen. Reaktionen auf das Interview im nächsten E-Paper „Nur ein grüner Anstrich reicht mir nicht“ IM INTERVIEW. Die Grazer Grünen-Chefin Judith Schwentner will Bürgermeisterin werden und sorgt schon jetzt gehörig für Wahlkampfstimmung. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Mit Ihrer Ankündigung, Bürgermeisterin werden zu wollen, haben Sie den Wahlkampf quasi eröffnet, noch bevor überhaupt ein Wahltermin feststeht. Wollen Sie keinen möglichst kurzen Wahlkampf? Judith Schwentner: Ja, der Wahlkampf hat begonnen, aber den habe nicht ich begonnen, sondern der Bürgermeister mit der Metro. Mir war es einfach wichtig zu zeigen, dass es eine Alternative gibt zu dem, was bisher war. Die Grünen wurden bei der letzten Gemeinderatswahl mit 10 Prozent nur viertstärkste Partei. Sie können Ihr Ziel doch eigentlich nur verfehlen? Schwentner: Ich will, dass die Leute wissen, dass ich mir das zutraue, dass ich das kann und mir die Stadt echt am Herzen liegt. Und ich werde alles dafür tun, dass ich dieses Ziel erreichen kann. Über den Rest reden wir am entscheidenden Sonntag. Und wie wär’s mit Vizebürgermeisterin? Schwentner: Auch darüber reden wir dann am besten am entscheidenden Sonntag. In der Stadt wird Umweltpolitik zuletzt mit vielen Projekten wie der Radoffensive, der Innenstadtbegrünung etc. großgeschrieben. Haben Sie Angst, hier die Themenführerschaft zu verlieren? Schwentner: Nein, weil ein grüner Anstrich alleine nicht reicht. Das alleine schafft noch keine Realität. Und die Realität ist, dass wir zu wenig Grünraum haben und das Radwegenetz sehr schlecht ist. Lippenbekenntnisse sind das eine, aber man muss das erst einmal umsetzen. Wobei die veranschlagten hundert Millionen Euro für die Radoffensive durchaus Realitäten schaffen können. Schwentner: Ja, aber das sehe ich noch nicht. Ich sehe keine Verkehrswende in Bezug auf die sanfte Mobilität und die Möglichkeit, dass wir uns mit dem Fahrrad und zu Fuß sicherer durch die Stadt bewegen können. Das wäre einmal entscheidend. Und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel? Schwentner: Das ist DAS Zukunftsprojekt für die Stadt. Ich finde es gut, dass wir den Öffi- Ausbau jetzt auf Augenhöhe diskutieren, alle Parteien an einem Mission Bürgermeisterin: Judith Schwentner will in Graz eine Führungsrolle übernehmen und Alternativen aufzeigen. SCHERIAU Tisch sitzen und Experten hinzuziehen. Die Konzepte sind ja teilweise in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die Grundlage für Diskussionen auf Augenhöhe ist hier doch nicht wirklich gegeben? Schwentner: Das Metro-Projekt der ÖVP konnte besser ausgearbeitet werden, weil es dafür eine halbe Million Euro gegeben hat. Das hat’s für unseren S-Bahn- Ring nicht gegeben. Aber die Projekte werden jetzt ausgearbeitet, damit wir eine Vergleichbarkeit haben, und dann werden wir entscheiden. Vor dem Sommer werden wir erste Ergebnisse haben und sicher im Herbst weiterdiskutieren. Diesen Prozess finde ich sehr gut. Was macht Ihrer Meinung nach die derzeitige Stadtregierung denn gerade besonders gut und was besonders schlecht? Schwentner: Ich sehe grundsätzlich in sehr vielen Bereichen Bedarf, miteinander zu reden und andere in Entscheidungen miteinzubinden. Das fehlt total. Gut finde ich, dass gewisse Dinge beim Grünraum angegangen worden sind, aber es ist da noch viel Luft nach oben. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENAN- NAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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