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23. Mai 2021

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- Ruine Gösting erst 2022 bespielbar - Stadt präsentiert Rehkitz-Drohne - 1. Grazer Stadtpokal für Fußballvereine - Kinder regieren in GU - Grüne-Chefin Judith Schwentner im Interview - Die Szene feiert ihr Comeback

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22 eco graz www.grazer.at 23. MAI 2021 Fabian Kleindienst 22 fabian.kleindienst@grazer.at Unser Ziel, keine neuen Schulden zu machen, wäre ohne die Corona-Pandemie bereits 2020 erreicht worden.“ Finanzlandesrat Anton Lang zum Rechnungsabschluss-2020-Entwurf und dem verhältnismäßig geringen Schuldenwachstum FREISINGER Weltweiter Trend: „Storytelling Die beiden Grazer Storyteller Michael Bittner und Gundi Jungmeier KK, ULLA SLADEK, SPANNEND. Kunden in eine Geschichte einzubinden, wird in der Wirtschaft immer wichtiger. Grazer Experten klären auf. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Unter dem Titel „graz­ ERZÄHLTgeschichten“ findet aktuell gerade das Internationale Storytelling-Festival auf der Kasemattenbühne statt – und das Einander-Erzählen wird wohl auch in den Grazer Wirtshäusern in diesen Tagen wieder aufleben. Spannende Geschichten zu teilen ist aber nicht nur etwas Soziales und Kulturelles, es wird auch in der modernen Wirtschaft immer wichtiger. „Storytelling ist ein Modebegriff, wobei es eigentlich überhaupt nichts Neues ist. Wir erzählen uns als Menschen ja schon seit Jahrtausenden Geschichten“, erzählt Michael Bittner, der sich mit seinem jungen Unternehmen „Revision Austria“ genau auf Storytelling für Unternehmen fokussiert. Warum es immer wichtiger wird? „Das hängt vermutlich damit zusammen, dass es so viele Informationskanäle gibt und es immer mehr Mittel braucht, um herauszustechen“, ergänzt Gundi Jungmeier, die als selbstständige Beraterin auch Workshops zu W I R T S C H A F T EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Weiterempfohlen ■ Der Finanz-Marketing Verband verlieh zum 15. Mal den Recommender Award. Mit steirischen Erfolgen: Die GRAWE wurde zur besten bundesweiten Versicherung gekürt. Die Raiffeisenlandesbank Steiermark wurde als Bank mit der besten Kundenberatung geehrt, die Steiermärkische Sparkasse erhielt das Gütesiegel für hervorragende Kundenorientierung. GRAWE-Vorstandsdirektor Georg Schneider mit dem Award RALPH KÖNIG Das AMS Steiermark lädt nächste Woche zu einer Aktionswoche ein. GETTY Weiterbildung ■ Das AMS Steiermark bietet im Rahmen der Corona-Joboffensive einige Aus- und Weiterbildungen an. In der jetzt#weiterbilden- Aktionswoche zwischen 25. und 28. Mai lädt man nun explizit in die neun steirischen BerufsInfo­ Zentren (BIZ), in denen Experten Interessierte persönlich in Bildungs- und Berufsfragen beraten. Um teilzunehmen, kontaktiert man am besten die BIZ per Mail unter biz.steiermark@ams.at.

23. MAI 2021 www.grazer.at graz eco 23 ➜ TEURER GETTY (2) Zigaretten +4,1 % Es herrscht weiter Rauchverbot in der Gastronomie. Vielleicht gut so, denn Zigaretten wurden etwas teurer. Sekt –16,8 % Am Tag der Öffnung wurde vielfach angestoßen. Recht so! Denn Sekt wurde im Jahresvergleich billiger. BILLIGER ➜ wird auch in Graz wichtiger“ diesem Thema abhält. Geschichten erzählen Die Bilderflut in Sozialen Netzwerken nimmt stetig zu, immer mehr Betriebe setzen auch auf Videos. Doch damit allein ist es längst nicht mehr getan, wie die beiden Experten wissen: „Man kann nicht mehr so in die Breite streuen wie früher, sondern muss sich vorher genau überlegen, wen man ansprechen will“, so Jungmeier. Auch Bittner hält fest: „International, in den USA oder im ostasiatischen Raum wird Storytelling schon viel mehr Wert beigemessen als bei uns. Es muss aber auch hier wichtiger werden – denn es sind so viele Unternehmen am Markt, da braucht es einfach etwas, um sich zu unter- scheiden und abzuheben.“ Für ihn ist klar: „Klassisches Marketing hierzulande fokussiert noch zu stark auf Zahlen. Natürlich sind die wichtig, aber sie alleine bringen nichts. Es geht viel stärker um die Geschichte, um die Frage: ,Was möchte ich mit meiner Marke vermitteln?‘ Als Unternehmen muss man imstande sein, Emotionen hinauszutragen. Ich kann die besten Fotos und coolsten Texte haben und es bringt nichts, wenn die Story dahinter nicht stimmt.“ Vor allem könne man durch Storytelling die Menschen abholen und in den Prozess bzw. die Unternehmensgeschichte einbinden. „Da nehmen wir sie mit auf die Reise. Traditionelles wirtschaftliches Denken geht meistens der Frage nach, wie ich das Produkt an den Kunden bringen kann. Im Storytelling-Mindset fragen wir uns aber, wie wir die Kunden zum Produkt bringen können. Wir gehen davon aus, wie sich die Kunden fühlen sollen, wenn sie die Dienstleistung oder das Produkt dann haben“, erklärt Bittner. Auch für Jungmeier ist klar: „Durch Storytelling kann man Leute auf einer persönlichen Ebene erreichen und so emotional binden. Dann muss man beispielsweise nicht so stark über den Preis konkurrieren.“ Gerade trockene Themenbereiche könnten hier profitieren. Unternehmensintern Wichtig sei das richtige Storytelling auch für die interne Kommunika- tion in Betrieben. Bittner: „Wenn ich als Unternehmen eine Vision habe, dann ist es am besten, eine Geschichte zu schreiben, in die ich meine Mitarbeiter einbinden kann, sie zum Teil der Story mache. Es sind Emotionen, die uns antreiben, nicht nur nackte Zahlen. Gerade in der neuen Arbeitswelt 4.0, wo sich immer mehr ins Digitale verlagert, ist es wichtig, die Mitarbeiter im Unternehmen zum aktiven Teil dieser Geschichte zu machen.“ Die passende Story Entscheidend ist, wie Jungmeier festhält, dass die Geschichte auch zum Unternehmen passt: „Ich kann nichts mit Storytelling verkaufen, was ich nicht habe oder kann. Was ich mache und was ich erzähle, muss zusammenpassen.“ Kinderbetreuung bringt Fachkräfte VORSTOSS. Die Junge Industrie fordert den Ausbau der Kinderbetreuung, um vor allem mehr Frauen als Fachkräfte in die Wirtschaft zu bringen. ■ Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird immer mehr zum Thema. Nun macht die Junge Industrie (JI) Steiermark mit einem Vorstoß auf sich aufmerksam: Sie rechnet vor, dass mit einem Ausbau der Betreuungseinrichtungen mehr jungen Frauen eine bessere Chance am Arbeitsmarkt eingeräumt würde. „Wir erleben in nahezu allen Bereichen einen Fachkräftemangel. Gleichzeitig verzichten wir auf eine Vielzahl exzellent ausgebildeter junger Menschen – vornehmlich Frauen –, die mangels Betreuungsangeboten nicht zu ihrem Wunschzeitpunkt und in ihrem Wunschausmaß nach der Babypause in den Beruf zurückkommen“, erklärt Dominik Santner, JI-Steiermark-Vorsitzender. Gefordert wird eine höhere Betreuungsquote durch Ausbau, flexible Beteuungszeitmodelle und geteilte Plätze. Gleichzeitig soll es zu mehr gemeindeübergreifenden Kooperationen kommen, indem Agenden auf Landesebene gebündelt werden. Ein zentraler Punkt der Initiative ist es auch, Arbeitsplätze für Pädagogen künftig attraktiver zu gestalten. FAB Die beiden Vorsitzenden der Jungen Industrie Steiermark Dominik Santner und Julia Aichhorn machen sich für mehr Betreuungsplätze stark. KANIZAIJ

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