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23. Februar 2021

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- Gastronomie hofft auf 15. März: „Lasst uns öffnen, wir können das!“ - ‘s Fachl bei 2 Minuten 2 Millionen - Neue Sozialunterstützung im Landtag beschlossen - Pollen wieder im Anmarsch

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4 graz www.grazer.at 23. FEBRUAR 2021 Neue Sozialunterstützung im Landtag beschlossen POLITIK. Das Sozialunterstützungsgesetz löst die Mindestsicherung ab. Außerdem wurde in der Landtagssitzung über FFP2-Maskenpflicht im Freien und die steirischen Klimaziele diskutiert. LT-STMK/SCHERIAU (6) Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Mehrere Stunden wurde über das neue Sozialunterstützungsgesetz, das im Sommer die Mindestsicherung ablösen soll, diskutiert. Von der Opposition gab es teilweise heftige Kritik, trotzdem wurde es in der heutigen Landtagssitzung mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ beschlossen. Und auch, wenn selbst die zuständige Landesrätin Doris Kampus nur wenig Begeisterung für das Gesetz aufbringen konnte und lieber bei der Mindestsicherung geblieben wäre, hebt man zumindest die verpflichtende Sozialberatung für Bezieher als Errungenschaft hervor, um künftig mehr Menschen beim Weg aus der Armut zu helfen. Und auch die Grünen können dem Gesetz zumindest ein paar positive Punkte abgewinnen. „Es gibt schlussendlich Verbesserungen, die sich teilweise 1:1 mit unseren Vorschlägen decken“, so Klubobfrau Sandra Krautwaschl: „So wurde der Kreis der Bezugsberechtigten verglichen mit dem ersten Entwurf massiv erweitert. Auch erfreulich: Mindestsicherungsbezieher, die ins Krankenhaus mussten, erhalten bis jetzt ab dem 15. Tag im Spital nur 37,5 Prozent der finanziellen Unterstützung. Im neuen Sozialunterstützungsgesetz wird der Prozentsatz auf fünfzig Prozent erhöht.“ Die Freiheitlichen finden da eher weniger positive Worte. „Soziallandesrätin Kampus hatte offenbar nie vor, die Mindestsicherung treffsicherer und fairer zu gestalten, vielmehr hat sie alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft, um ein sozialromantisches Machwerk erster Güte vorzulegen. Die neue Sozialunterstützung ist ein Schlag ins Gesicht der steirischen Leistungsträger. Bereits jeder zweite Vollunterstützte ist ein Nicht- Österreicher, die großen Profiteure sind und bleiben Ausländer und vor allem Asylanten“, wettert Klubobmann Mario Kunasek. Und auch die KPÖ findet nur Kritik. Klubobfrau Claudia Klimt- Weithaler: „Dass Landesrätin Kampus den möglichen Spielraum nicht ausnützt, macht das Problem noch größer. Solange es in der Steiermark nicht ausreichend erschwinglichen Wohnraum gibt, ist es völlig unverantwortlich, hier noch weiter zu kürzen.“ Maskenpflicht Kunasek konfrontierte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer außerdem mit der Frage, ob gemäß dem Wunsch des Gesundheitsministeriums in der Steiermark in gewissen Bereichen eine Maskenpflicht im Freien verordnet werden soll. Verärgert zeigte er sich über die nicht eindeutige Antwort. Schüt- zenhöfer wies stattdessen auf die Testmöglichkeiten, die sehr gut angenommen werden, hin. Klimaschutz Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung: Der Klimabericht 2018 und 2019. Bis 2030 wird eine 36-prozentige Reduktion der Treibhausgase angestrebt. Das ist den Grünen zu wenig. Sie empfingen die Landtagsabgeordneten deshalb vor der Sitzung mit der Schilderaktion im Innenhof des Landhauses. Die angestrebte Reduktion weicht heute deutlich von den europäischen und nationalen Strategien bzw. überdeutlich von den nach wissenschaftlicher Fachmeinung nötigen Maßnahmen – minus 65 Prozent Emissionen bis 2030 – ab. Es ist höchste Zeit, die steirischen Klimaziele an die aktuelle wissenschaftliche Datenlage anzupassen und mit den überregionalen Strategien (Österreich, EU) zu harmonisieren!“, fordert Krautwaschl. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

23. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 5 Pollen wieder im Anmarsch NERVIG. Kaum wird es draußen warm, geht es auch schon los mit der rinnenden Nase und juckenden Augen. Allergiker leiden in Graz gerade unter Hasel und Erle, obwohl der Pollenflug heuer später eingesetzt hat. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Nicht jeder freut sich zwangsläufig sobald das Wetter wärmer wird und der Frühling an die Tür klopft. Immer häufiger hört man zurzeit von Allergikern die über eine verstopfte Nase, tränende Augen und allgemeines Unwohlsein klagen. Es ist wieder so weit: der Pollenflug hat begonnen. Dabei sind Betroffene dieses Jahr sogar noch ein bisschen verschont gebliebem. „Dadurch dass es im Dezember, Jänner und Anfang Februar so kalt war, hat der Pollenflug dieses Jahr erst später begonnen“, erklärt Pramodchandra Harvey, Mitarbeiter beim Pollenwarndienst für die Steiermark. Momentan blü- hen vor allem die Hasel und die Erle. Im Grazer Stadtgebiet gilt zurzeit die mittlere Warnstufe. Masken helfen Das Ziel eines jeden Allergikers ist es natürlich, die Beschwerden so gering wie möglich zu halten, um die Pollenzeit bestmöglich zu überstehen. Harvey empfiehlt bei besonders schweren Fällen, Pollengitter an den Fenstern anzubringen, um so zumindest die eigenen vier Wände vor den störenden Pollen zu schützen. Außerdem empfiehlt es sich im Idealfall direkt nach dem Heimkommen, aber zumindest vor dem Schlafengehen zu duschen und auch die Haare zu waschen. Denn oftmals setzen sich Pollen in den Haaren oder der Kopfhaut fest. In der Nacht wer- den diese dann auf das Kopfkissen übertragen und gelangen so auch leichter in die Augen. Dadurch, dass momentan in vielen Situationen Maskenpflicht herrscht, werden die Beschwerden oftmals deutlich gelindert, da sich die Pollen nicht so leicht in den Atemwegen festsetzen können. Nicht jeder freut sich über den Frühlingsbeginn, denn für Allergiker bedeutet das nämlich auch, dass die gehasste Pollensaison wieder losgeht. GETTY