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23. Februar 2020

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- WK präsentiert Maßnahmenpaket gegen Leerstände: Hoffnung für den Grazer Innenstadthandel - Gemeinderatswahl in Graz-Umgebung: Kein Verschnaufen trotz Energieferien - Mehr Sicherheit: 160.000 Euro für Beleuchtung - Elisabethinen „erben“ Geriatrie - Graz wird zur Weltraum-Hauptstadt - Langschläferflohmarkt für den guten Zweck - Besitzer nicht greifbar: Haus in Lend verfällt langsam - GBG: Zusatzjobs für Teilzeitkräfte in der Stadthalle - Auf Google Maps ist immer Fasching in Graz - Bauernbundball 2020

14 graz www.grazer.at

14 graz www.grazer.at 23. FEBRUAR 2020 Die Schäden an diesem Haus unweit des Lendplatzes werden immer mehr. Der Eigentümer hat zwar eine Grazer Meldeadresse, ist aber nicht zu erreichen. KK Besitzer nicht greifbar: Haus verfällt langsam ARG. Ein Gebäude in Lend musste gesichert werden, für die Trafik bedeutet das minus 20 Prozent Umsatz. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Das Haus Josefigasse 18 ist ein richtiger Schandfleck im Bezirk Lend. Seit Jahren bröckelt das Gebäude langsam vor sich hin, jetzt wurde von der Stadtbaudirektion ein Gerüst aufgestellt, um Passanten vor herabfallenden Fassadenteilen zu schützen. „Es war Gefahr im Verzug“, erklärt der ausführende Beamte Otmar Haubner. „Ein Straßenteil wurde notdürftig saniert, ein anderer gehört noch gemacht. Es besteht keine Einsturzgefahr, aber die Schäden werden immer mehr.“ Existenz bedroht Für die Sanierung musste die Stadt aufkommen, da der Gebäudeeigentümer seit langem einfach nicht greifbar ist. Auch nicht für die Mieter. Besonders damit zu kämpfen hat Trafikantin Claudia Mosbacher. Die ist aber vor allem auch unzufrieden mit dem Gerüst, das von den Behörden aufgestellt wurde. „Es nimmt mir die Existenz!“, ist sie verzweifelt. „Ich kann belegen, dass ich, seit es im letzten Oktober aufgestellt wurde, Umsatzeinbußen von 15 bis 20 Prozent habe.“ Außerdem sei es durch das Schutzgerüst zu Wassereintritten und Elektroschäden gekommen. Kontakt zum Hausbesitzer bekommt auch sie nicht: „Man hat mir vor 15 Jahren eine Kontonummer bekannt gegeben, an die ich seither überweise. Das letzte Mal hatte ich vor zirka zehn Jahren mit ihm persönlich zu tun.“ Unzufrieden mit der Lösung ist auch Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer: „Es ist äußerst störend, äußerst hässlich und außerdem gefährlich für Fußgänger mit Gehhilfen oder Kinderwagen, da die Gehsteigbreite durch das Gerüst extrem verringert wurde. Hat die Stadt denn da keine Handhabe?“ Nur bedingt. „In so einem Fall wird ein Baugebrechensverfahren eingeleitet; wenn der Eigentümer seiner Verpflichtung nicht nachkommt, kann die Stadt schnell handeln und die Sanierung stattdessen durchführen. Für solche Fälle gibt es ein eigenes Budget, was nicht heißt, dass die Kosten nicht regressierbar wären“, heißt es aus dem Büro des für die Bau- und Anlagenbehörde zuständigen Vizebürgermeisters Mario Eustacchio. Kulturstadtrat Günter Riegler, GF Günter Hirner, Facility-Chef Bernd Weiss mit GBG-Mitarbeitern vor dem Ansturm der Andrea-Berg-Fans in der Stadthalle KK (2) GBG: Für Teilzeitkräfte Zusatzjobs in Stadthalle COOL. Für GBG-Teilzeitkräfte gibt’s jetzt Zusatzjobs in Stadthallen-Garderoben und WC-Anlagen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Idee hatte eine Mitarbeiterin der GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz). Verena Kumpitsch, die auch für die VP im Grazer Gemeinderat sitzt und in der GBG- Schulküche arbeitet, wusste offenbar, dass die Betreuung der Garderoben und WC-Anlagen in der Grazer Stadthalle während Events und Konzerten mit Ende 2019 vakant ist. Kumpitsch dachte sich, da stecken doch für viele Teilzeitbeschäftigte der GBG lukrative Zusatzjobs drinnen, und brachte die Idee, dass die GBG diese Aufgabe übernehmen könnte. Messe-Geschäftsführer Armin Egger war von der Idee angetan, und seit Jänner 2020 kommen besagte Dienstleistungen von der GBG. GBG-Geschäftsführer Günter Hirner: „Letzte Woche haben wir unsere Mitarbeiter vor dem Andrea Berg-Konzert besucht, und alles hat bestens funktioniert. Martina Kauder leitet das Projekt und vor Ort ist Erika Kronabether die Ansprechperson. Kauder ist auch gemeinsam mit Andreas Molnár für die Einteilung der Mitarbeiter zuständig.“ Molnár: „Bei Großveranstaltungen wie dem gestrigen Bauernbundball oder während der Handball-EM brauchen wir rund 60 Mitarbeiter. Das ist ein enorm hoher administrativer Aufwand. Wir greifen da tageweise auf angemeldete Mitarbeiter, Pensionisten und Studenten zurück. Für die Mitarbeiter gilt ein Stundensatz von 10,48 Euro, aber ab 21 Uhr kommt ein Nachtstundenzuschlag dazu, ebenso an Wochenenden. Wir suchen übrigens laufend Mitarbeiter für diese Tätigkeiten und ersuchen um Bewerbungen an bewerbung@gbg.graz.at.“ Die GBG, die für alles zuständig ist, was mit Bauen im Haus Graz zu tun hat, macht unter anderem Gebäudereinigung und betreut Schulen, was Küche und Hausmeisterei betrifft. Verena Kumpitsch

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