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23. Dezember 2018

- Rotes Kreuz sucht ein neues Headquarter in Graz - Kulturjahr 2020 möchte „urbane Zukunft schaffen“ - Mit Sportsgeist gelingt Inklusion - Aus für roten Teppich in der Schmiedgasse - In Freibädern soll es Gratis-Eislaufen geben - Weihnachtserinnerungen der Promis

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8 graz www.grazer.at 23. DEZEMBER 2018 Wirbel um den roten Teppich in der Stempfergasse: G. Wiesauer (u.) kämpft um den Bestand des Teppichs, T. Fischer (o., Straßenamt) verbietet ihn! scheriau, stadt graz Aus für roten Teppich in der Stempfergasse! SChade. Der„Rote Teppich“ in der Stempfergasse hat viele erfreut: 2019 ist Schluss, kein Teppich mehr! Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Seit mehr als zehn Jahren haben wir im Rahmen des Krippenweges von der Eiskrippe im Landhaushof bis zum Diözesanmuseum den roten Teppich in der Stempfergasse verlegen lassen. Dafür haben wir auch viel Geld in die Hand genommen. Der rote Teppich war nie infrage gestellt und ist in der Weihnachtszeit schon so etwas wie das Wahrzeichen der Stempfergasse geworden“, sagt der Grazer Juwelier Georg Wiesauer stellvertretend für die Geschäftsleute. Weihnachten 2019 soll es keinen roten Teppich mehr geben. Thomas Fischer, Leiter des Grazer Straßenamtes, sieht das Ganze völlig anders: „Wir haben den roten Teppich in diesem Jahr deshalb noch einmal genehmigt, weil wir nur eine Hälfte der Stempfergasse mit den neuen Platten ausgelegt haben. Die andere Hälfte folgt im nächsten Jahr, und daher wird es keinen roten Teppich mehr geben, da wir ja vor allem unsere neuen Platten zur Geltung bringen wollen. Außerdem ist der Teppich bei Schnee und Regen durchnässt und dann unansehnlich. Weiters gibt es auch Stolperfallen. 2019 wird der rote Teppich nicht mehr genehmigt.“ Wiesauer: „Der rote Teppich zaubert besonderen Flair in die Hektik der Vorweihnachtszeit. Er verleitet die Menschen, auf dem Teppich zu flanieren. Wenn man die Gasse beobachtet, wählt der weitaus größte Teil der durchgehenden Menschen den roten Teppich für die Wegstrecke aus. Die Kaufleute wollen einheitlich auch 2019 den roten Teppich zu Weihnachten wieder auslegen, um so für Weihnachtsstimmung zu sorgen.“ Fischer: „2019 wird es keinen roten Teppich geben.“ Viele Grazer gehen gerne eislaufen – doch immer seltener frieren Gewässer wie der Hilmteich im Winter zu, Ausweichmöglichkeiten sind rar. getty In Freibädern soll es Gratis-Eislaufen geben winterspass. Die KPÖ will Schwimmbecken der Bäder für kostenloses Eislaufen nutzen. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Rund vier Monate im Jahr sind die Grazer Freibäder geöffnet, das restliche Jahr sind die Bäder (bis auf die Auster) Sperrgebiet. Das soll sich künftig ändern, wenn es nach KP-Gemeinderätin Christine Braunersreuther geht: Sie will, dass die Schwimmbecken der Freibäder im Winter als Eislaufplätze genutzt werden können – bei freiem Eintritt für die Grazer. „Aufgrund des Klimawandels werden die Tage, an denen auf natürlichen Gewässern das Eislaufen möglich ist, immer weniger“, argumentiert Braunersreuther in einem Gemeinderatsantrag. Weil Seen und Gewässer wie der Hilmteich oft nicht mehr zufrieren, müssten sich viele Grazer „notgedrungen auf der Kunsteisfläche am Karmeliterplatz drängen“. Das wäre laut Braunersreuther aber gar nicht notwendig, würden stattdessen die Schwimmbecken der Freibäder verwendet – hier würde nämlich das oft auch noch im Winter in den Becken befindliche Wasser „viel schneller als Seen gefrieren“. Haftungsfrage Die Holding Graz – sie ist für die Grazer Bäder zuständig – reagiert indes zurückhaltend auf diesen Vorstoß: Sie verweist darauf, dass zusätzliches Personal für die Wartung und die Reinigung der Eisflächen benötigt würde, außerdem müssten die Nirosta-Beckenränder gesichert und vor Beschädigungen geschützt werden. Eine Nutzung der Freibäder als Eislaufflächen sei auf jeden Fall mit „erheblichen Kosten“ verbunden, so die Holding, die auch wegen der unklaren Haftungsfrage bei Unfällen skeptisch ist, ob Gratis- Eislaufen im Freibad machbar ist.

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