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23. Dezember 2018

- Rotes Kreuz sucht ein neues Headquarter in Graz - Kulturjahr 2020 möchte „urbane Zukunft schaffen“ - Mit Sportsgeist gelingt Inklusion - Aus für roten Teppich in der Schmiedgasse - In Freibädern soll es Gratis-Eislaufen geben - Weihnachtserinnerungen der Promis

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6 graz www.grazer.at 23. DEZEMBER 2018 KOMMENTAR Alle Jahre wieder ist es doch wie immer Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at W eihnachten, schon wieder. Es ist ja jedes Jahr das Gleiche und zugleich ist jedes Jahr komplett anders. Da ist der Kaufrausch und die unvermeidbare Hektik, aber da ist auch die Urkraft des Rituals, die einen zwingt, sich mit dem Ereignis und den handelnden Personen auseinanderzusetzen. Sei es mit Verwandten, Freunden, Kollegen oder auch nur mit den hunderten anderen Menschen in den Warteschlangen in den Kaufhäusern. Niemand kommt hier raus – Weihnachten geht jeden was an. So schlecht ist das ja nicht, eigentlich ist es wunderbar. Ob man will oder nicht, man wird auf sich selbst zurückgeworfen und auf dementsprechend essenzielle Themen und Bedürfnisse. Wie Geborgenheit zum Beispiel. Und je nachdem, ob man diese findet oder nicht, gestaltet sich der Weihnachtsabend. Entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Umso wichtiger ist es also auch im Umkehrschluss, Geborgenheit nicht nur finden zu wollen, sondern diese auch bewusst zu schenken. Alle Jahre wieder und mit allem, was wir haben. Kulturjahr 2020 möchte „urbane Zukunft schaffen“ Stadtrat Günter Riegler (3. v. l.), Programm-Manager Christian Mayer (4. v. r.) und der Beirat suchen Ideen für 2020.STADT GRAZ/FISCHER START. Das Kulturjahr 2020 steht unter dem Motto „Kultur schafft urbane Zukunft“ und soll Modelle für die nächsten 20 Jahre künstlerisch aufzeigen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Stadtentwicklung, Zukunftsmodelle für Gesellschaft und urbanen Lebensraum sowie Stadtgestaltung durch Kultur sind die Aspekte der thematischen Grundidee, die die heimische Szene vertiefen und Strahlkraft für das Publikum entwickeln soll“, beschreibt der zuständige Kulturstadtrat Günter Riegler die Leitlinie des 2020 stattfindenden Kulturschwerpunktjahres. Künstler aller Sparten und Einrichtungen aus Kunst und Wissenschaft sind aufgerufen, Ideen einzureichen, die sich mit der Frage auseinandersetzen, Grazer-GF Gerhard Goldbrich, Heri Hahn, Winter und CR Tobit Schweighofer Scheriau welche urbanen Zukunftsmodelle in den nächsten 20 Jahren für Graz wünschenswert wären. Unter dem Motto „Kultur schafft urbane Zukunft“ bietet das Jahr 2020 die Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Gestaltungsprozess und zur kritischen (Selbst-)Reflexion, wie man in den kommenden Jahren gemeinsam leben möchte. Etwa: Werden herkömmliche Wirtschaftsmodelle im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum und den Klimawandel ausreichen? Wie können Kunst und Wissenschaft soziale Ungleichheit verringern und zu nachhaltiger Integration beitragen? Welche neuen Formen direkter Demokratie und Jürgen Winter auf Redaktions-Besuch ■■ Special-Olympics-Präsident Jürgen Winter, der auch gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl erfolglos für die steirische Olympia- Bewerbung kämpfte, stattete der „Grazer“-Redaktion einen Besuch ab und ließ das für ihn doch sehr Beteiligung wünschen wir uns? Besonders wünschenswert für den Programmbeirat unter dem Vorsitz von Programm-Manager Christian Mayer sind dabei Kooperationen. Die Partner können dabei aus Graz sowie aus dem In- oder Ausland stammen. Das Schwerpunktjahr ist nicht als nochmalige quantitative Steigerung des Kulturangebots in einem Parallelfestival konzipiert, sondern als synergetische Ergänzung und Förderung der Kräfte bestehender künstlerischer und wissenschaftlicher Institutionen. Etwa fünf Millionen Euro sollen in die verschiedenen Projekte investiert werden. Die Einreichfrist endet am 18. März 2019. ereignisreiche abgelaufene Jahr Revue passieren. Erst im November hatte er seinen Rücktritt als Schladminger Bürgermeister verkündet, eine Rückkehr in die Politik ist offen: „Geplant ist nichts, aber einmal schauen, was die Zeit bringt.“ derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 68 48), Robert Heschl (0664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Thomas Maier (0664/80 66 66 690) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 173.025 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2018). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

23. DEZEMBER 2018 www.grazer.at graz 7 Mit Sportsgeist gelingt Inklusion im fokus. In unserer Serie „Barrierefreies Graz“ beleuchten wir die Situation von Menschen mit Behinderung und prüfen das abgelaufene Jahr 2018 sowie die Pläne für 2019. Heute im Bereich Sport. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Das abgelaufene Jahr war ein besonders gutes für Menschen mit Behinderung – vor allem was das Thema Sport betrifft. Die Special Olympics 2017 waren ein starker „Kick-off“ mit nachhaltigen Folgewirkungen. So wurde etwa im neuen Raiffeisen-Sportpark in der Hüttenbrennergasse ein spannendes Projekt erfolgreich umgesetzt: In Zusammenarbeit mit der Sportunion und Jugend am Werk bieten Land und Stadt Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, in der Hüttenbrennergasse aktiv mitzuarbeiten. Im September startete die erste Arbeitsgruppe, bestehend aus einer Begleitperson und vier Mitarbeitern. 2019 ist sogar ein stufenweiser Ausbau des Projekts, also eine Erhöhung der Arbeitsplätze, möglich. „Das ist ein tolles Projekt und eine schöne Gelegenheit zu beweisen, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe funktioniert“, freut sich etwa Landesrätin Doris Kampus über die gelungene Kooperation. Ein weiteres Projekt wurde mit „Move on to Inclusion – MOI“ ins Leben gerufen, das inklusive Sport- und Bewegungsangebote unterstützt und fördert. Das Sozialressort und das Sportressort des Landes unterstützen. Kooperationspartner sind Sportunion, ASKÖ und ASVÖ der Steiermark. Das Ziel des Projektes ist es, Sportler mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen. Barrierefreies Graz www.grazer.at Im neuen Raiffeisen-Sportpark sind Menschen mit Behinderung seit dem ersten Tag aktiv in die tägliche Arbeit mit eingebunden – ein Erfolgsprojekt. LUEF

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