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23. April 2021

- Öffnungsschritte: Gastro, Kultur und Sportstätten sperren am 19. Mai auf - Grazer Öffis sollen teurer werden - Radoffensive nimmt weiter an Fahrt auf

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2 graz www.grazer.at 23. APRIL 2021 Die Corona-Zahlen in Graz sind seit gestern noch weiter gestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen haben erstmals seit langem die 200er-Grenze übersprungen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 205,8 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 198,2) – 178,1 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 181,6. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Deutschlandsberg mit 267,8 – das niedrigste Bruck-Mürzzuschlag mit 97,3. Bisher sind 284 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz-Umgebung 239. Öffnungsschritte: Gastro, Kultur und Sportstätten sperren am 19. Mai auf Nicht ganz richtig, die Tafel: Das Dizzy’s in Graz darf sogar vor dem „Pfingstwunder“ wieder aufsperren. KK ENDLICH. Am 19. Mai dürfen Gastronomie, Hotellerie, Kulturbetriebe und Sportstätten wieder öffnen. Für den Besuch ist aber ein aktueller negativer Antigen-Test notwendig. In Graz ist deshalb eine neue zentrale Teststation im Congress geplant. Landeshauptmann-Stv. Anton Lang will den Tierschutz verbessern. KK Der Tierschutz macht Schule ■ Kinder lieben Tiere. Umso wichtiger ist es, dass Tierschutzwissen schon in der Schule vermittelt wird. Heute startete die Anmeldung für den „Tierschutz macht Schule“-Lehrgang für Pädagogen, die so lernen sollen, wie sie derartige Infos vermitteln können. Praxiseinblicke inklusive. Die Anmeldung geht bis 24. Mai. Tierschutzreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang betont: „Tierschutzwissen hilft Kindern und Tieren.“ Anmeldung: www. phst.at/index.php?id=4642 Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Endlich gibt es ein Datum dafür, worauf wohl alle gewartet haben: Am 19. Mai kommt es zu breiten Öffnungsschritten, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vize Werner Kogler heute, Freitag, 23. April, zusammen mit Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und dem neuen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in einer Pressekonferenz verkündeten. „Die Impfung wirkt, und sie schreitet voran. Wir sind in Europa unter den Top-10-Ländern, was den Impffortschritt betrifft, weltweit unter den Top-20-Ländern“, so Kurz. „Bis Mitte Mai werden wir drei Millionen Österreicher erstgeimpft haben!“ Deshalb können Mitte Mai auch erste Öffnungsschritte gesetzt werden. Konkret sollen ab Mittwoch, 19. Mai, folgende Regeln gelten: ■ Die Grundvoraussetzung für den Zutritt in Gastronomie, Hotellerie, Kultur und Sportstätten ist überall der Grüne Pass: Man ist entweder getestet, genesen oder geimpft. Dabei gibt es eine Gleichstellung. ■ In der Gastronomie kann outdoor und indoor geöffnet werden. Im Außenbereich sind zehn Personen am Tisch erlaubt, im Innenbereich vier. ■ Im Sport müssen 20 Quadratmeter pro Gast eingehalten werden. Outdoor können auch Mannschaftssportarten mit entsprechender Testung uneingeschränkt wieder ausgeübt werden. ■ 1500 Personen maximal indoor und 3000 Personen outdoor. Zutritt gibt es auch hier nur mit Maske, Abstand und entsprechender Testung. ■ Schulen werden mit Montag, 17. Mai, vom Schichtbetrieb auf den Normalbetrieb umgestellt. Dazu soll es morgen eine eigene Pressekonferenz mit Bildungsminister Heinz Faßmann geben. „Die Öffnungen erfolgen mit entsprechender Sicherheit, aber sie finden statt. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden nach und nach abgebaut. Wir rechnen mit 1. Juli mit ersten Reduktionen“, so Kurz. Neue Teststation Um den jetzt schon großen Ansturm auf die Antigen-Testungen bewältigen zu können, möchte man in Graz eine zusätzliche zentral gelegene Teststation einrichten. „Das könnte beispielsweise der Congress sein. Man lässt sich zuerst testen und geht dann in ein Lokal in der Innenstadt“, verriet Bürgermeister Siegfried Nagl kürzlich beim Presseclub-Abend.

23. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 Öffis sollen teurer werden TARIFERHÖHUNG. Im Juli sollen die Preise in den Grazer Öffis wieder steigen. Verkehrsstadträtin Elke Kahr und Sozialstadtrat Robert Krotzer sprachen sich heute klar gegen eine Erhöhung aus. Eine Jahreskarte mit Zuschuss der Stadt Graz kostet derzeit 298 Euro. Wenn die Tariferhöhung kommt, sind es bereits 315 Euro, warnt die KPÖ. KK Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Wer sich 2015 eine vergünstigte Jahreskarte gekauft hat, musste damals 228 Euro zahlen. Die Stadt Graz zahlt einen Zuschuss in Höhe von 175 Euro. Doch seither drehte sich die Preisschraube stetig nach oben. Wer sich heuer eine Jahreskarte mit Zuschuss kaufen will, muss bereits 298 Euro bezahlen. Sollte die Stadt ihre Zuzahlung nicht erhöhen, werden es bald schon 315 Euro sein, warnte die KPÖ heute. Das wäre eine Kostensteigerung von rund 38 Prozent in nur sechs Jahren. Kahr gegen Erhöhung „Während andere den Nulltarif einführen, wird bei uns die Tarifschraube weiter angezo- gen“, kritisiert Verkehrsstadträtin Elke Kahr die geplante Erhöhung. „Das ist nicht mehr vertretbar und wir sehen hier bei ÖVP und FPÖ dringenden Handlungsbedarf. In Zeiten, wo es darum gehen muss, die wegen der Corona-Pandemie verlorenen Fahrgäste zurückzuholen, ist eine weitere Erhöhung jedenfalls das falsche Signal“, so Kahr. Sozialstadtrat Robert Krotzer sieht in der geplanten Preiserhöhung auch ein ökologisches Problem: „Mobilität muss als soziales Grundrecht gedacht werden. Den Menschen in unserer Stadt muss es möglich sein, ihre täglichen Wege rasch, kostengünstig und umweltfreundlich zurückzulegen.“ In der nächsten Gemeinderatssitzung will die KPÖ einen dringlichen Antrag zu diesem Thema einbringen. BürgerInnenbudget: Nächste Runde MITBESTIMMEN. Heute startet die erste Abstimmungsphase für das BürgerInnenbudget. Jetzt online abstimmen und mitentscheiden, welche Ideen aus der Bevölkerung umgesetzt werden. Anfang März 2021 hat Graz die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gute Ideen für die Stadt einzubringen, und für die Realisierung dieser Vorhaben 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Grazerinnen und Grazer haben diese Möglichkeit mit großem Interesse und 434 kreativen Vorschlägen aufgegriffen. Jetzt mitentscheiden Nach einem Grobcheck durch die Fachabteilungen kann nun über 190 der eingereichten Projekte auf mitgestalten.graz.at abgestimmt werden. Ausscheiden mussten somit 244 Vorschläge. 56 davon betreffen bereits lau- fende Vorhaben der Stadt, 83 sprengen den finanziellen Rahmen des BürgerInnenbudgets und 45 liegen außerhalb der Zuständigkeit der Stadt. Grünraum, Verkehr, Sport und Stadtplanung waren die Schwerpunkte der Ideen. Die erste Abstimmungsphase läuft von 23. April bis 2. Mai. Die 30 beliebtesten Ideen werden dann ab 3. Mai in einem Detailcheck nochmals geprüft, bevor es von 14. bis 27. Juni die finale Abstimmung geben wird. Bürgermeister Siegfried Nagl freut sich über die zahlreichen Ideen und ruft zum Mitentscheiden auf: „Bitte mitmachen, mitgestalten, Graz wird so noch lebenswerter werden!“ Mehr dazu auf mitgestalten.graz.at. Von 23. April bis 2. Mai kann online über 190 Ideen der Grazerinnen und Grazer abgestimmt werden. Jetzt mitmachen und Graz mitgestalten. STADT GRAZ NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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