7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 3 Monaten

22. September 2019

- Erste Bilder vom Eingang zum neuen Stadtteil Reininghaus - Ehrenamtliche in Graz gesucht - Verseucht: Häuser in St. Peter sind ohne Wasser - Jetzt wird endlich geholfen: 17 Monate warten auf barrierefreies Bad im Gemeindebau - 13 Millionen Euro für den Ausbau der Volksschule Neuhart - Graz testet zwei neue Straßenbahngarnituren - Neue Chefs für das Gasthaus Mohrenwirt - Aufsteirern 2019

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 22. SEPTEMBER 2019 Verseucht: Häuser in St. Peter sind Die Verunreinigungen können, so Anrainer und Holding Graz, auch aus angrenzenden Liegenschaften kommen, etwa vom umliegenden Reitstall, siehe Foto. Alle Hauskanalanlagen müssten jetzt untersucht werden. KK AUFREGUNG. In Graz St. Peter sorgen Hausbrunnen mit ungenießbarem Wasser für Empörung. Anschluss ans Wassernetz ist die Lösung. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Jahrelang lief alles gut, die Hausbrunnen am Köglerweg in St. Peter-Messendorf hatten Wasser in Trinkqualität und keiner der Hausbesitzer dachte an einen Anschluss an das städtische Wassernetz. Nachdem jetzt aber zwei Besitzer von Privatbrunnen Anzeige wegen Verunreinigung bei der Bau- und Anlagenbehörde erstatteten, ist Feuer am Dach und das Wasser von einem Tag auf den anderen nicht mehr verwendbar. Eine Vertreterin der Anrainer meinte, dass

22. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at graz 9 ohne Wasser ihre Familie seit Monaten nur noch stilles Mineralwasser zum Zähneputzen, Flascherl-Kochen, Salat-Waschen und als Trinkwasser verwendet. Wer nimmt schon, wenn er von Fäkalien hört, Wasser aus dem Brunnen? Bei verschiedenen Untersuchungen des Brunnenwassers wurden neben anderen Bakterien auch coliforme Bakterien entdeckt und das Brunnenwasser als „ungenießbar“ eingestuft. Seitens der Holding Graz heißt es: Bei den betreffenden Liegenschaften ist uns bekannt, dass Verunreinigungen im Trinkwasser festgestellt wurden, die verschiedene Herkunftsarten haben können. Eine umfassende chemische und bakteriologische Untersuchung der Brunnenwässer wäre notwendig. Obwohl es sich um private Hausbrunnen handelt, habe die Holding Graz, so Dieter Demmelmair von der Holding- Kommunikation, eine Untersuchung in die Wege geleitet. Von 21. bis 23. August wurde der Kanalstrang der öffentlichen Kanalanlage mittels Kamera nach Schadstellen untersucht. Resultat: Der Mischwasserkanal aus dem Jahr 1979 befindet sich in baulich akzeptablem Zustand, bis auf ein paar kleine Schäden, die im Herbst behoben werden. Demmelmair: „Verunreinigungen können aber auch aus den Hauskanalanlagen angrenzender Liegenschaften ins Grundwasser gelangen. Hier müsste man sämtliche Hauskanalanlagen untersuchen lassen, das liegt jedoch im Verantwortungsbereich des jeweiligen Eigentümers der Liegenschaft.“ Am Dienstag, 24. September, wird die Holding die betreffenden Anrainer über die Möglichkeiten, ihre Liegenschaft an das öffentliche Wasserleitungsnetz anzuschließen, informiert. KAGes baut auf Holz ■■ Ein Zeichen für die Umwelt hat die KAGes beim LKH II in dieser Woche gesetzt: In nachhaltiger Holzbauweise entsteht eine zweite Ausweichstation der Alters- und Allgemeinpsychiatrie, die künftig 36 Betten umfassen wird. 1680 Tonnen CO 2 können damit gespart werden. Das Projekt kostet 5,17 Millionen Euro und wird im Juni 2020 fertiggestellt. Die nachhaltige Station erfüllt höhere Standards. PAUL OTT

2021