7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 3 Monaten

22. September 2019

- Erste Bilder vom Eingang zum neuen Stadtteil Reininghaus - Ehrenamtliche in Graz gesucht - Verseucht: Häuser in St. Peter sind ohne Wasser - Jetzt wird endlich geholfen: 17 Monate warten auf barrierefreies Bad im Gemeindebau - 13 Millionen Euro für den Ausbau der Volksschule Neuhart - Graz testet zwei neue Straßenbahngarnituren - Neue Chefs für das Gasthaus Mohrenwirt - Aufsteirern 2019

20 graz www.grazer.at

20 graz www.grazer.at 22. SEPTEMBER 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Künstler-Fehlgriff Zur Seite 1, gestaltet vom steirischen herbst: Übers Sujet könnte sinniert sein; sofern die irritierenden bis grotesken „Erklärungen“ auf Seite 6 nicht vorhanden wären. Chuzpe wäre eine Weichspülung, wenn einher ja unterschlagen wird, dass die Mehrzahl der Südtiroler damals – als bäuerlich verbunden – zum Ja/Verbleib beim Faschisten Mussolini keine echte Alternative hatten; denn die Entschädigungen waren eine Farce. Zwecks Ergänzung der Wissensbasis kann ein Gedankenaustausch mit dem Südtiroler GR Georg Topf wie auch mit den Bewohnern der Aussiedlerhäuser in der Triestersiedlung angeraten werden! Und daher ist und bleibt die Auswahl dieses politisierenden Grafikers, der sichtlich abseits der Fakten agitiert und dem der Geruch italienischen Nationalismus anhaftet, als Fehlgriff bezeichenbar. Den herbst dabei zu strapazieren, wäre unnütz, denn vor nicht allzu langer Zeit jubelte man diesem auf der Passamtswiese eine Urversion der alten DDR-Hymne unter, von der sich vormals selbst Ulbricht & Honecker distanzierten ... August Peter Zurk, Graz * * * Aufruf zum Anschluss Zur selben Seite 1: Ist die Titelseite mit dem Propagandaplakat ein neuerlicher Aufruf zum Anschluss? Wir finden die Gestaltung mehr als fragwürdig und nicht zeitgemäß, falls es überhaupt einen Bezug zum Aufsteirern haben sollte! Jörg und Gabriele Steger, Graz * * * Oberleitungs-Busse Zu den Berichten über kommende neue Straßenbahnen: Es kann schon passieren, dass Alternativen jahrzehntelang unbeachtet bleiben – auch wenn sie deutlich billiger und umweltfreundlicher sind!! Der Oberleitungsbus benötigt deutlich weniger Energie als die Tram. Die Reibung zwischen Asphalt und Reifen ist zwar deutlich größer als jene zwischen Rad und Schiene, allerdings ist die Tram doppelt so schwer wie ein vergleichbarer Bus, daher ist der Antriebsenergiebedarf pro Platz und km des O-Busses nur geringfügig größer als bei der Tram! Dieser kleine Vorteil der Tram wird durch den „Schienenersatzverkehr“ (Gleisparker, Sperre Herrengasse, Gleisbaustellen) mit Dieselbussen mehrfach aufgezehrt. Wenn man noch bedenkt, dass in der Bauphase und bei Gleissanierungen viel Beton benötigt wird, so wird klar, dass der O-Bus in puncto Energie die Tram massiv unterbietet. Beton ist sehr energieintensiv! Man sollte die Mittel deutlich umschichten. Anstelle der geplanten 285 Millionen für knapp 15 km zusätzliche Strecken und 30 Garnituren sollten die Mittel wie folgt verwendet werden: - 150 Millionen für 75 km O-Bus- Trassen und 75 Gelenk-O-Busse. - 100 Millionen für Radwege. - 35 Millionen für Fußgänger. Der O-Bus ist nicht nur wesentlich billiger als die Tram, er lässt sich viel rascher realisieren (von der Entlastungsstrecke durch die Neutorgasse wird schon seit 40 Jahren geträumt!!) und er ist auch deutlich umweltfreundlicher als die Tram! Für den O-Bus sind die Brücken stark genug, er macht keinen Lärm und keine Erschütterungen. Tram-Gleise sind für Radfahrer ein klares Sicherheitsmanko. Manfred Uttenthaler, Graz * * * Es wurde viel diskutiert Nochmals zum Thema Seite 1: Die Gestaltung des italienischen Künstlers ist Geschmackssache, jedenfalls wurde bei uns daheim und auch in meinem Bekanntenkreis sehr viel über die Titelseite des „Grazer“ diskutiert. Der steirische herbst hat sonst in den Medien nur die typischen Ankündigungen, die nicht wehtun, aber auch nicht wirklich auffallen. Diese Titelseite erinnert an alte herbst- Tage, wo Provokation noch auf der Tagesordnung stand. Alexander Krammer, Graz 156 Millionen MONSTERARBEIT. Damit Graz noch sauberer wird, startete die Stadt 2017 eine Sauberkeitsoffensive. Jetzt liegen eindrucksvolle Ergebnisse vor. Grazer Müll in Zahlen ■■Mülltonnen-Entleerung: 4,6 Millionen Mülltonnen- Entleerungen pro Jahr ■■Abfallbehälter: Insgesamt gibt es in der Stadt Graz 119.500 Abfallbehälter. ■■Papierkörbe: Täglich werden 4000 Papierkörbe mindestens einmal entleert. 469 Papierkörbe sind neu seit 2017, 70 davon sind „smarte Abfallhaie“. ■■Kehricht: 1800 Tonnen kehrt die Holding jährlich ein. ■■Schau auf Graz: Seit der Einführung von „Schau auf Graz“ gab es mehr als 9000 App-Downloads. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Arbeit, wenn es ums Sauberhalten der Stadt geht, haben die Mitarbeiter der Holding Graz genug. Immerhin müssen sie 1000 Kilometer Straßen und Wege reinigen, dass sind 5,3 Millionen Quadratmeter. Gereinigt werden müssen auch 2,4 Millionen Quadratmeter Grünraum, 200 Grünflächen, 74 Kinderspielplätze, 500 Spielgeräte. Insgesamt sorgen die Grazer für 156 Millionen Kilo Abfall im Jahr. Und dieser Abfall, wie Bürgermeister Siegfried Nagl und sein Vize Mario Eustacchio in der Evaluierungs-Bilanz-PK berichteten, teilt sich wie folgt auf: 48 Millionen Kilo sind Restmüll, 24 Millionen Altpapier, 7,6 Millionen

22. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at graz 21 Kilo Abfall in Graz Glas, 850.000 Kilo Altkleider, 23 Millionen Kilo Bioabfall, 5,3 Millionen Kilo sind Leichtmetall und 890.000 Kilo Metall. Das Sammeln und Verwerten kostet die Stadt 21 Millionen Euro im Jahr. Allein die Mehrkosten für falsche Mülltrennung belaufen sich auf 3,7 Millionen Euro. In der händischen Reinigung sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, in der maschinellen Reinigung rund 60. Nagl und Eustacchio sprachen ihren aufrichtigen Dank an alle Mitarbeiter der Holding Graz aus. Übrigens werden jetzt Übertretungen stärker geahndet, allein für das Wegwerfen von Zigarettenstummeln wurden 440 Strafen verhängt. Die Sauberkeitsoffensive der Stadt geht weiter. Jeder Grazer Bezirksvorsteher bekommt ein Budget von 10.000 Euro pro Jahr für Sauberkeitsmaßnahmen im Bezirk, und die neuen Unterflurabfallkörbe kommen u. a. auch für den Lendplatz, die Auwiese und den Jakominiplatz. Bgm. S. Nagl und Vize M. Eustacchio (Mitte) mit Holding-Führung Wolfgang Malik (r.), Gert Heigl (3. v. l.) und Holding-Mitarbeitern ERWIN SCHERIAU Die neuen Müllbehälter sind kinderleicht zu bedienen. HOLDING GRAZ Übertretungen ■■465 Übertretungen der Straßenreinhalteverordnung wurden 2018 festgestellt. Es kam zu 114 Anzeigen und 106 Ermahnungen. ■■Strafen: 440-mal wurden Strafen wegen weggeworfener Zigarettenstummel verhängt. 20 Strafen gab es wegen Papier und Pappbechern, nur fünf wegen Hundekot. Die Strafen betragen zwischen 20 und 1000 Euro.

2021