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22. September 2019

- Erste Bilder vom Eingang zum neuen Stadtteil Reininghaus - Ehrenamtliche in Graz gesucht - Verseucht: Häuser in St. Peter sind ohne Wasser - Jetzt wird endlich geholfen: 17 Monate warten auf barrierefreies Bad im Gemeindebau - 13 Millionen Euro für den Ausbau der Volksschule Neuhart - Graz testet zwei neue Straßenbahngarnituren - Neue Chefs für das Gasthaus Mohrenwirt - Aufsteirern 2019

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10 graz www.grazer.at 22. SEPTEMBER 2019 J. Zollneritsch, M. Andrlik, K. Landerl und S. Witzel (v. l.) UNIFORLIFE Neuer Unikurs: Schulpsychologie ■■ Eine positive emotionale Grundbefindlichkeit ist die Voraussetzung für Lernerfolge. Daher eine Innovation im steirischen Bildungsraum: der neue Universitätskurs „Schulpsychologie“. Die Weiterbildung richtet sich an Psychologen, Pädagogen, Lehrer und Personen mit fachspezifischer Vorbildung. Gestartet wird das Programm ab Herbst 2020 in Kooperation mit der Bildungsdirektion Steiermark, dem Unterstützungsverein Schulpsychologie Steiermark und dem Talentcenter der WKO Steiermark. Mehr Infos unter www.uniforlife.at. Therapiehündin Sudy erleichtert einigen Menschen das Leben. Bereits 5. Tag der Barrierefreiheit ■■ Jeden Menschen kann plötzlich eine Krankheit, ein Unfall oder eine Behinderung ereilen. Beim 5. Tag der Barrierefreiheit wurden Antworten auf Fragen wie „Wer hilft wie, wohin kann ich mich wenden?“ oder „Gibt es auch finanzielle Unterstützung?“ gegeben. Über 40 Institutionen, Firmen und Vereine waren am Tag der Barrierefreiheit dabei, um den Menschen Antworten zu geben und zu zeigen, welche Erleichterungen (u. a. Therapiehunde) es gibt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. KK Eleonore S. (l.) und Lotte P. sollen jetzt so schnell wie möglich barrierefreie Badezimmer bekommen. ARNO FRIEBES/MEGAPHON (2) Jetzt wird endlich geholfen Gemeindebau: 17 Monate warten auf barrierefreies Bad TRAGISCH. Aufgrund eines Missverständnisses mit den Behörden mussten zwei Grazerinnen viel zu lange auf den barrierefreien Umbau ihrer Badezimmer im Gemeindebau warten. Jetzt wurde endlich alles geklärt. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Grazerinnen Eleonore S. und Lotte P. leben seit mehr als 15 Jahren in den Gemeindewohnungen in der Faunastraße. Die eine besitzt seit einem Unfall vor Jahren einen Behindertenschein, die andere leidet unter Multipler Sklerose. Was die beiden noch gemeinsam haben: Sie warten aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung seit Monaten auf den barrierefreien Umbau ihrer Badezimmer. In ihre Badewannen schaffen es die beiden nur mit großen Problemen, der einen fehlt außerdem das Waschbecken. Die Finanzierung der Sanierung wurde seitens des Bundessozialamtes bzw. von verschiedenen karitativen Institutionen bereits bewilligt. Grünen-Mandatarin Manuela Wutte wurde über einen „Megaphon“-Artikel auf den Fall aufmerksam und brachte diesen am Donnerstag in den Gemeinderat ein. Dadurch konnte das Problem endlich aufgelöst werden. „Da beide Mieterinnen von sich aus nicht tätig wurden, hat sich die Sache leider in die Länge gezogen“, bedauert der zuständige Wohnbaustadtrat und Bürgermeisterstellvertreter Mario Eustacchio. „,Wohnen Graz‘ unterstützt, wo Hilfe benötigt wird, kann jedoch für Mieter weder Behördenwege erledigen noch Installationsfirmen beauftragen.“ Das gehe rein rechtlich nicht; welche Firma den Zuschlag für die Arbeiten bekommt, obliege der Autonomie der Mieter. Happy End Die beiden Fälle müssten laut Eustacchio jedoch getrennt behandelt werden: Lotte P. habe im Februar 2018 für die Teilsanierung ihres Badezimmers eine Unterstützung bewilligt bekommen, habe sich aber erst im März 2019 an Wohnen Graz gewandt. Deshalb musste ein neues Angebot wie auch eine neue Förderzusage eingeholt werden. Diese werden im Oktober erwartet, danach kann zu bauen begonnen werden. Bei Eleonore S. musste ein neues Angebot eingeholt werden, da die anbietende Firma nicht über die notwendigen Gewerbeberechtigungen verfügte. Die Beauftragung ist inzwischen erfolgt. Die Arbeiten sollten umgehend beginnen. „In beiden Fällen wurden die Probleme mittlerweile gelöst und die Bewohnerinnen sind glücklich, dass die Umbauarbeiten bald fertig gestellt sind“, so Eustacchio. Mit dem Ergebnis ist auch Gemeinderätin Wutte zufrieden. Jedoch wünscht sie sich mehr Aufklärungsarbeit seitens der Stadt. „Die Bewohnerinnen wussten nicht, dass sie selbst tätig werden müssen. Vielleicht würden Infobroschüren oder Anleitungen helfen.“

2021