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22. November 2020

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- Faktencheck: So viele Intensivbetten gibt‘s wirklich - Girardihaus: Stadt Graz wird Verfallen-Lassen nicht dulden - Shopping Nord: Bus-Haltehäuschen kommt - Nach Hammer-Schöcklwochenende: Gemeinden suchen Verkehrslösungen - Drei Spielplätze werden gleichzeitig saniert - Schnellstraße Ruckerlberg: Viele Ideen – keine Lösung - Neue Mieter fürs Grazer Landhaus - Wirbel: Der Schlossberg wird zur Biker-Strecke - Grazer Schüler starten Petition für faire Matura - Ein Immo-Entwickler hat mehr als tausend Wohnungen in der Pipeline - Szene-Barkeeper mixen Cocktails für zuhause

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Wir können uns selbst das größte Geschenk machen!“ Vizekanzler Werner Kogler ist optimistisch, dass das Weihnachtsfest durch Disziplin wieder mit den Liebsten gefeiert werden kann. SIMONIS www.grazer.at 22. NOVEMBER 2020 Faktencheck: So viele Juliane Bogner-Strauß ist für unkomplizierte Screenings. KANIZAJ Antigen-Tests für Pflegeheime ■ Anfang November wurden dem Land vom Bund rund 10.000 Antigen-Tests bereitgestellt, um die Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen zu testen. Zusätzlich hat das Land umgehend 250.000 Antigen- Tests bestellt, die nun angeliefert wurden. „Bewohnern von Pflegeheimen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit, da sie zur Risikogruppe zählen“, betont Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. Steirische Intensivbetten 300 Intensivbetten für Erwachsene bei der KAGes 71 Intensivbetten für Kinder bei der KAGes 6 Intensivbetten bei den Elisabethinen 11 Intensivbetten bei den Barmherzigen Brüdern 388 Intensivbetten insgesamt in der Steiermark davon 149 nur für Covid-19-Patienten Christian Krainer, Mario Eustacchio und Hans Schaffer (v. l.)LEITNER Gemeindebau übergeben ■ Sechzig geförderte Mietwohnungen wurden von Wohnbaustadtrat und Vizebürgermeister Mario Eustacchio an die künftigen Bewohner übergeben. Umgesetzt wurde das Projekt in der Starhemberggasse von ÖWG Wohnbau für die Stadt Graz. Der zweite Bauabschnitt mit 101 Wohneinheiten befindet sich derzeit in Umsetzung. Auch wird ein Park mit Spielplatz errichtet, um Grün- und Erholungsraum zu gewährleisten. Die Zahlen um die Intensivbetten können ganz schön verwirren. Auf die Station gehen und nachzählen geht nicht. GETTY, FURGLER derGrazer Wo braucht es noch mehr Corona-Klarheit? „Ich glaube, nirgends. Wenn man sich ausreichend und gut informiert, hat man durchaus Klarheit.“ Manfred Hangl, 63, Pensionist „Eventuell bei manchen gesetzlichen Regelungen, die sind manchmal schon etwas unklar.“ Martina Kern, 28, Psychologin „In den Sozialen Medien. Viele lassen sich da von Nachrichten beeinflussen, die leichter verdaulich sind.“ Michael Kohlmeier, 25, Student Blitzumfrage „Die Politik kommuniziert sehr klar, viele nehmen aber ihre Selbstverantwortung nicht wahr.“ Sonja Rauscher, 46, Lehrerin ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Im Bildungssektor, da weiß man oft nicht, was Sache ist. Auch die mediale Berichterstattung sollte klarer sein.“ Mathias Knes, 28, Angestellter

22. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP LAMM, SCHIEFER FOTODESIGN Barmherzige Brüder fertig Trotz der Corona-Pandemie wurde der 2. Bauabschnitt der Barmherzigen Brüder fertiggestellt und eröffnet. „Shop local“ ginge besser Laut aktueller Studie der KMU Forschung Austria will nur jeder Vierte heuer zu Weihnachten mehr regionale Produkte kaufen. FLOP ➜ Intensivbetten gibt’s wirklich VERWIRREND. Geht es um die Anzahl der Intensivbetten und ihre Auslastung, geistern viele verschiedene Zahlen herum. Wir klären, wie sie zustande kommen. Kurz gefragt … Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Zahl der Intensivbetten sorgt momentan für viel Aufregung. Und das nicht nur aufgrund der immer knapper werdenden Kapazitäten und der Angst vor einer Triage. Auch die vielen unterschiedlichen Zahlen, die im Rahmen der Corona-Berichterstattung publiziert werden, verunsichern viele Leute. Möchte man herausfinden, wie viele Intensivbetten es in der Steiermark gibt, bekommt man 149, 300, 361 oder auch 384 als Antwort. Was stimmt denn jetzt? In gewisser Weise alles. Es kommt darauf an, ob man alle Intensivbetten zählt oder nur die für Erwachsene, alle oder nur die in den Häusern der KAGes, alle oder nur die, die für Covid-19-Patienten reserviert sind. Grundsätzlich gab es in der Steiermark bis vor kurzem 384 Intensivbetten insgesamt. Seit die Barmherzigen Brüder diese Wo- che auf elf Betten aufgestockt haben, sind es 388. In den Häusern der Krankenanstaltengesellschaft KAGes gibt es 300 Intensivbetten für Erwachsene. Rechnet man die für Kinder (die bei der Covid-Erkrankung aber meist nicht verwendet werden können) dazu, kommt man auf 361 insgesamt. Von diesen sind 149 extra für Corona-Infizierte bereitgestellt, wobei man beachten muss, dass, um die Übersichtlichkeit zu wahren, hier auch die Betten bei den Barmherzigen Brüdern und den Elisabethinen mitgezählt werden. Personal ist Problem Zu unserem Redaktionsschluss am Freitag lagen mit Stand 14 Uhr 109 Steirer aufgrund ihrer Covid- 19-Erkrankung auf einer Intensivstation. Laut KAGes sind in einigen Kliniken nur mehr ein bis zwei Betten frei, manchmal auch über mehrere Stunden gar keines mehr. Die Zahl der Patienten ändert sich ja nahezu stündlich. Hätte man nicht über den Sommer mehr Kapazitäten schaffen können, fragen sich da viele. „Es wurden sogenannte ICU-Überwachungs-Geräte in die Intensivstationen verschoben. Mehr Betten wären auch nicht das Problem, sondern das Personal“, erklärt KAGes- Sprecher Reinhard Marczik. „Und da aufzustocken ist nicht möglich gewesen. Eine Intensivzusatzausbildung dauert für einen Arzt drei Jahre, für eine Pflegekraft zwei Jahre.“ Und im Normalfall sind auch nicht mehr Betten notwendig. Die Intensivstationen sind sowieso zu ungefähr neunzig Prozent durch angesetzte Termine (Operationen, wo man weiß, dass danach ein Intensivbett notwendig ist) ausgelastet. Seit ungefähr zwei Wochen werden aufschiebbare Eingriffe verschoben. Es gibt jetzt durch Corona mehr Notfälle, die Bettenanzahl wird weniger planbar. Deshalb möchte Marczik auch allen Mitarbeitern der KAGes danken: „Sie leisten gerade Großartiges!“ Reinhard Marczik 1 Wie viele Intensivbetten gibt es tatsächlich? Marczik: In den Häusern der KAGes sind es 300 für Erwachsene. 2 Wieso stoßen wir dann mit 110 Covid-Intensivpatienten an die Grenzen? Marczik: Die Stationen sind auch ohne Corona zu rund neunzig Prozent ausgelastet. 3 Hätte man im Sommer nicht mehr Kapazitäten schaffen können? Marczik: Betten schon, aber nicht Personal. Die Ausbildung zum Intensivarzt dauert drei Jahre, für einen Pfleger zwei Jahre.

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