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22. März 2020

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- Leere Straßen und Plätze: 95 Prozent halten sich an die Corona-Maßnahmen - Informationen zum Coronavirus

18 graz www.grazer.at

18 graz www.grazer.at 22. MÄRZ 2020 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Sinnlose Hamsterkäufe Es ist ganz unfasslich, diese verrückten Hamsterkäufe in einem Grazer Supermarkt miterlebt zu haben! Die Leute reißen rücksichtslos die letzten Nudelpackungen aus den Regalen und türmen Klopapierrollen auf ihre Einkaufswagen, so, als ob der Dritte Weltkrieg ausgebrochen wäre, indessen ältere Menschen und vor allem solche, die noch so etwas wie Solidarität in sich tragen, leer zurück bleiben. Man sollte sofort Kontingentbeschränkungen veranlassen, um diese egomanen Konsumabgerichteten endlich in ihre Schranken zu verweisen. Vor allem müssten sich auch die Medien mit übertriebener Panikmache zurückhalten, ansonsten wird das wohl nichts mehr mit „unserem Österreich“. Harald W. Vetter, Graz * * * Schigebiet geschlossen Dieses E-Mail habe an die Landesregierung Kärnten geschickt. Ich muss meinen Frust loswerden. Wir wollten gestern, dem 15. März, noch einen Schitag am Klippitztörl verbringen. Wir sind zu viert in der Früh angereist und um 9 Uhr bei der Schwarzkogelhütte angekommen. Wir wurden von anderen Personen, die auch Schi fahren wollten, informiert, das heute schon alles geschlossen ist. Wir bekamen sonst keine Informationen. Es hat in allen Medien geheißen, am Montag, den 16. März, wird überall geschlossen. Wir hatten auch noch Gutscheine für das Schigebiet (siehe Anhang). Wir waren alle ziemlich sauer. Es war eine Fahrt umsonst und die Schikarten sind auch verfallen. Heinz Prettenthaler, Premstätten Dank an Reinigungs-Teams Bei der Aufzählung der in dieser Corona-Situation wichtigen Berufe wird immer auf das Reinigungspersonal vergessen – weil man halt diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen meistens nicht sieht. Sie sind es, die in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen den Hygiene-Standard hoch halten, sie sind es, die täglich in den Büros für Sauberkeit sorgen und die Desinfektionsspender nachfüllen, sie sind es, die in Spitälern und Altersheimen desinfizierend reinigen und allerorts die WCs erstrahlen lassen. Denken Sie daran, Sauberkeit ist keine Selbstverständlichkeit, und es sind verlässliche Mitmenschen, die daran arbeiten und für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur da sind. Auch sie haben Kinder und auch sie machen sich in Zeiten wie diesen Sorgen, deswegen vielen Dank und ein Hoch allen, die im Reinigungsbereich arbeiten! Bernd Weiss, GBG Graz * * * Wo bleibt Baustopp? Freilich gilt es gerade in dieser dramatischen Corona-Phase einen Spagat zwischen Gesundheit und Menschenleben wie auch der Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen zu finden. Kanzler Kurz und die Regierung haben aber nicht von ungefähr die erste Priorität auf die Gesundheit der Menschen gelegt, indem sie seit Tagen dasselbe sagen: „Ich bitte ALLE: Bleiben Sie zu Hause.“ Die meisten befolgen das mustergültig. Die großen Bauträger, die Genossenschaften wie ÖWG oder GWS und auch die Autobahn-Bauer der ASFINAG taten es sofort und stellten ihre Bautätigkeiten ein. Nur ein paar private Wohnbau- Haie verweigern diese dringende Notwendigkeit und stellen sich seitwärts der Gesellschaft und Solidarität: Für sie scheint der Begriff ALLE nicht zu gelten, sie arbeiten weiter, als gäbe es keine Corona-Gefahr. Die für diesen Fall angedrohten Strafen von bis zu 3600 Euro (soferne sie überhaupt verhängt werden) jucken diese Bau-Multis sowieso nicht. Dieses Vorgehen lässt aber tief blicken – in das Gewinnstreben der Bau-Millionäre, aber auch in die Verlässlichkeit der Lokalpolitiker, die diesem Treiben wortlos zusehen. Erich Cagran, BIA, Graz Der Circus Louis Knie hat in Seiersberg bei Graz schon ein tolle Premiere erlebt. Das Coronavirus killt die Zirkusstars, Spenden sind dringend! Spenden für Zirkus Knie ■■ Die wirtschaftliche Katastrophenseite des Coronavirus bedroht auch die Existenzen aller Zirkusunternehmen in ganz Europa. Selbst große Unternehmen wie Knie in der Schweiz oder Krone in München mussten alle Gastspiele absagen, die Tourneen hängen in der Luft. Auch Bernhard Paul vom Circus Roncalli hofft auf ein Zirkusleben nach dem Virus. Er hofft, die Tour am 28. Mai in Düsseldorf starten zu können, und wäre dann KNIE von 16. Oktober bis 8. November auf dem Grazer Messegelände. Besonders hart trifft es die vielen, vielen kleineren Zirkusse, so wie Lous Knie, der in Seiersberg seine Zelte aufgeschlagen hat. Jetzt fehlt es an allem. Damit der Zirkus weiterleben kann, sind jetzt Spenden erforderlich für Futter und weiterlaufende Kosten. Spenden unter IBAN DE 75 7406 1813 0005 1197 90, BIC: GE­ NODEF 1PFK. Der Zirkus dankt für die Hilfe. VOJO

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