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22. August 2021

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- Gemeinderatswahl: Politiker im Umwelt-Check - Die Grazer Standl-Wahl ist eröffnet! - Sonntagsfrühstück mit Starfotograf Steve McCurry - Grazer haben ein „Herz für Hunde“ - Kick-Off für den Tag des Sports

10 graz www.grazer.at

10 graz www.grazer.at 22. AUGUST 2021 Regentonnen mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern sollen bei privaten Häusern Regenströme abfangen – allerdings unter der Erde. GETTY; STADT GRAZ/FISCHER XXL-Regentonnen gegen Hangwasser in Ries NACHHALTIG. Unterirdische Regentonnen sollen Hochwasser in Ries den Kampf ansagen. Von Valentina Gartner und Vojo Radkovic redaktion@grazer.at Die starken Regengüsse in den letzten Wochen haben in Graz an so manchen Stellen auch heuer wieder erheblichen Schaden angerichtet. Gerade der Bezirk Ries in den Bereichen Stiftingtal und Ragnitz leidet immer stark unter dem Hochwasser, kämpft man dort doch nicht nur mit übergehenden Bächen, sondern auch mit dem Hangwasser. Der Bezirksvorsteher von Ries, Josef Schuster, hat nun aber die Lösung, was die Hangwasserproblematik betrifft: „Wir wollen XXL-Regentonnen bei privaten Haushalten aufstellen beziehungsweise unter die Erde bringen. Die Tonnen werden bei starken Regenschüben dann automatisch zu kleinen Rückhaltebecken und verhindern Überschwemmungen.“ Zudem habe das Ganze auch einen Nachhaltigkeitsaspekt. Nach kurzen Re- genschauern kommt es schnell wieder zur absoluten Trockenheit. Mit dem aufgefangenen Wasser kann man anschließend beispielsweise seine Blumen gießen. Der Wasserverbrauch würde damit also auch gesenkt werden. 200 Euro für Tonne „Eine solche Regentonne mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern kostet in einem Baumarkt etwa 200 Euro. Wir setzen uns dafür ein, dass die Anschaffung von der Stadt gefördert wird. Demnächst gibt es Gespräche“, zeigt sich Schuster optimistisch. Immer mehr Häuslbauer installieren schon von vornherein sogenannte Regenwassersammler, mit denen das Klo und ähnliche Einrichtungen versorgt werden. Schuster könne sich auch vorstellen, dieses Vorgehen bei Neubauten in Ries als Pflicht beim Bauen vorzugeben. Josef Schuster Mehr Menschen der GU6-Gemeinden nutzen das Rad in der Freizeit (blau) als am Arbeitsweg (braun). Die Kärntner Straße gilt in Seiersberg als gefährlich. SCHERIAU, PLANUM Seiersberg erarbeitet Radverkehrskonzept MOBIL. Eine aktuelle Umfrage zeigt Bedürfnisse der Radfahrer in GU. Seiersberg will vorangehen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at 100 Millionen investiert die Stadt Graz in den Ausbau der Radinfrastruktur – und gab erst diese Woche neue Details für den weiteren Ausbau bekannt. Auch in Graz-Umgebung wird an zukunftsfähigen Konzepten gearbeitet – die GU6-Gemeinden Seiersberg-Pirka, Feldkirchen bei Graz, Premstätten, Wundschuh, Kalsdorf bei Graz und Werndorf erarbeiten gerade ein Konzept und befragten dazu die Bürger in einer umfangreichen Umfrage. 1192 Fragebögen wurden retourniert – mehr als 50 Prozent davon aus Seiersberg-Pirka. Dort will man nun auf Basis der Untersuchungen auch innerhalb der Gemeinde selbst initiativ vorangehen. „Die Umfrage zeigt klar, dass die Menschen in unserer Gemeinde vor allem in der Freizeit auf das Rad steigen – uns geht es aber gerade um jene, die damit den Weg zur Arbeit zurücklegen“, erklärt Gemeindesprecher Bernd Höflechner. Die Daten stützen das – sowohl in Seiersberg als auch in den GU6-Gemeinden insgesamt (siehe Grafik) fahren die meisten Menschen in ihrer Freizeit mit dem Rad. „Im Vergleich dazu sind beim Kfz der Arbeits- und der Freizeitweg eher gleichgestellt“, betont Patrick Stern vom Planungsbüro PLA- NUM, welches das GU6-Konzept erarbeitet. Gefährliche Stellen Für Seiersberg zeigte sich, dass vor allem die Kärntner Straße von vielen als Gefahrenquelle ausgemacht wird – hier will die Gemeinde ansetzen. Um Gefahrenstellen zu erkennen und den Ist-Verkehr detailliert aufzuzeichnen, startet man gemeinsam mit Verkehrsplaner Erich Pilz mit Schulanfang eine umfangreiche Analyse. Im Anschluss daran soll ein Konzept für den Radverkehr entstehen. „Wir müssen schauen, dass wir die vorhandenen Flächen neu aufteilen. Da denken wir an baulich getrennte Geh- und Radwege, Mehrzweckstreifen und eine bessere Anbindung von Kindergärten und Schulen“, so Höflechner und Verkehrsausschussobmann Gerald Pratscher. Im Herbst soll dann ein großer Radverkehrsgipfel mit Bürgermeister Werner Baumann stattfinden.

22. AUGUST 2021 www.grazer.at graz 11 Wenn nicht gerade der Bus durch den Messendorfgrund möchte, ist der elektrische Poller mitten am Weg ausgefahren. Das ärgert Anrainer. Anrainer gegen Poller ■ Am Messendorfgrund in St. Peter sorgt ein Poller, den sich die Anrainer selbst vor rund 20 Jahren gewünscht haben, mittlerweile für Ärger. Ursprünglich sollte dieser enormen Verkehr und vor allem Lkw-Fahrten vermeiden, deswegen können nur Busse den Straßenzug auch benutzen. „Nachdem es in den letzten Jahren doch einen enormen Zuzug in dem Bereich gab und auch die riesige Siedlung KK hier entstanden ist, versperrt der Poller nun eine wichtige Straße zu Lebensmittelgeschäften etc.“, erklärt Gemeinderat Gerhard Spath. Aufgrund der Sperre müssen Anrainer Umwege fahren und über die stark frequentierte St.-Peter-Hauptstraße ausweichen, die zu Stoßzeiten ein wahrer Stau-Hotspot ist. Um den Poller unter der Erde zu lassen, sammeln Bewohner bereits Unterschriften. VALI

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