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22. April 2021

- Kritik an Postenbesetzungen im Land - Seven Summits Extreme beim Sportjahr - Besuch am Bauernmarkt in Andritz - Eröffnung der Halle für Kunst - UVC holt sensationell den Meistertitel

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2 graz www.grazer.at 22. APRIL 2021 Der Schlossbergball fällt heuer wegen Corona aus SCHLOSSBERGBALL / MARIJA KANIZAJ Schlossbergball wird abgesagt ■ Eigentlich hätte am 26. Juni auf dem Schlossberg das Tanzbein geschwungen werden sollen, doch die Corona-Pandemie macht auch diesem Event einen Strich durch die Rechnung. Die Veranstalter gaben heute die Absage bekannt. „Wir blicken optimistisch auf den Sommer 2022 und wünschen unserem Publikum, den Schlossbergball-Künstlern und allen mit uns verbundenen Partnerinstitutionen weiterhin viel Gesundheit und Zuversicht,“ heißt es in einer Aussendung. Hoffentlich klappt es dann nächstes Jahr. Die Corona-Zahlen in Graz sind seit gestern wieder etwas gestiegen.GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern wieder gestiegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 198,2 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 188,3) – 169,2 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 173,5. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Deutschlandsberg mit 231,7 – das niedrigste Bruck- Mürzzuschlag mit 100,3. Bisher sind 283 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz- Umgebung 238. Steirische Opposition erzürnt: Postenvergabe: Viel Kritik nach Bericht STREIT. Die FPÖ beantragte die Prüfung von 80 Postenbesetzungen im Land. Trotz rechtlich einwandfreier Ergebnisse gibt‘s politisch Kritik. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Die steirische FPÖ veranlasste beim Landesrechnungshof die Prüfung von 80 Postenbesetzungen im Land und im landesnahen Bereich. Auf 187 Seiten veröffentlichte dieser heute seinen Bericht. Rein rechtlich gesehen sei an den geprüften Postenbesetzungen zwar nichts zu bemängeln, heißt es in einer Aussendung des Landesrechnungshofs, trotzdem empfiehlt man die Einführung von klaren und verbindlichen Verfahren „um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Besetzung von Führungskräften zu gewährleisten“. In der heimischen Politik sorgt der Bericht für einiges Aufsehen. Die steirischen Oppositionsparteien üben teils heftige Kritik an der Landesregierung. Vor allem die Tatsache, dass es bei vielen Postenbesetzungen wenige bis keine klaren Regeln gibt, stößt der Opposition sauer auf. Die Neos kritisieren etwa, dass zwei Drittel der Bezirkshauptleute ohne Hearing eingesetzt wurden. Auch bei Aufsichtsräten würde derzeit nicht überprüft, ob sie fachlich geeignet sind. „Türkis-Rot betrachtet die Steiermark wohl als Selbstbedienungsladen, zum Schaden der Steuerzahler. Das ist eine Bankrotterklärung der Personalpolitik”, so die scharfe Kritik von Neos-Klubobmann Niko Swatek. Seine Partei fordert schon längere Zeit ein neues Objektivierungsgesetz, um klare Regeln bei der Vergabe von Posten zu schaffen. „Es braucht endlich ordentliche Ausschreibungen, objektive Bewerbungsverfahren und öffentliche Hearings“, fordert Swatek. „Es muss wieder zählen, was man kann und nicht wen man kennt.“ FPÖ will Transparenz Auch die FPÖ fordert mehr Transparenz und kündigt an, einen entsprechenden Antrag im Landtag einzubringen. „Es ist auch nicht von der Hand zu weisen oder schönzureden, dass gerade bei der Bestellung von politisch besonders wichtigen Posten die Nichteinhaltung entsprechender Aus- Die steirischen Oppositionsparteien fordern mehr Transparenz bei der Besetzung von hohen Posten. Die Grünen kritisieren den geringen Frauenanteil. wahlprozedere praktiziert wurde“, so der Vorwurf von FPÖ Vize- Klubobmann Stefan Hermann. Besonders hart kritisieren die Freiheitlichen auch die aktuelle Besetzung der Landesamtsdirektorin ohne öffentliche Ausschreibung. Hermann spricht sogar von einem „schwarz-roten Personaldeal im Stil des alten Proporzsystems.“ Nur 12 Prozent Frauen Die Grünen stören sich hingegen vor allem daran, dass in den überprüften Führungspositionen nur sehr wenige Frauen vertreten sind. Lediglich zwölf Prozent der Stellen sind weiblich besetzt. „Und das ist ein Armutszeugnis“, kritisiert Grünen-Fauensprecherin Veronika Nitsche. „Die Landesregierung ist dringend aufgefordert, hier geeignete Maßnahmen zu setzen.“ Die Grünen kündigen an, im Landtag eine neue Initiative zu starten. Auch der Landesrechnungshof empfiehlt, bei Stellenbesetzungen in leitenden Funktionen auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis hinzuwirken. KK

22. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 Hoch hinauf beim Sportjahr WETTKAMPF. Das Grazer Sportjahr startet eine neue Challenge: Bei „Seven Summits Extreme“ müssen sieben Gipfel und Erhebungen in und rund um Graz so schnell wie möglich erreicht werden. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Die reguläre „Seven Summits Challenge“ begeistert bereits viele Grazer Outdoor-Freunde. Wer wirklich fit ist, kann sich nun auch noch in einem sportlichen Wettkampf messen. „Seven Summits Extreme“ heißt die neue Herausforderung. Am Montag, 26. April, geht es bereits los. Der Wettkampf hat es jedoch in sich: Die sieben Erhebungen und Gipfel der regulären Challengen müssen am Stück bestiegen werden, der schnellste gewinnt. Die Route ist dabei allerdings frei wählbar, so kommt eine gehörige Portion Planung und Taktik in den Wettkampf. Die sieben Ziele sind der Schöckl, der Buchkogel, die Platte, der Fürstenstand, der Lustbühel und die Bergkirche St. Johann und Paul. Auch der Schlossberg darf natürlich nicht fehlen. Start- und Zielpunkt ist der Brunnen am Hauptplatz. GPS mit dem Handy Mit der Handy-App „MapRun6“ zeichnen die Teilnehmer ihren Weg und ihre Zeit auf. Beim Wettkampf selbst gibt es zwei Wertungen. Die sieben Ziele können entweder nur zu Fuß oder in Kombination zu Fuß und mit dem Fahrrad erreicht werden. Zudem gibt es auch noch Wertungen in unterschiedlichen Altersklassen. Die Siegerehrung findet am 4. Juni statt. Für alle, denen die sieben Gipfel auf einen Schlag zu anstrengend sind, gibt es aber auch weiterhin die ganz normale Challenge. Sieben Gipfel gilt es zu erklimmen. Die Routenplanung ist frei wählbar, eine ordentliche Portion Taktik und Fitness sind bei der Challenge gefordert. GETTY GRAZ AUF ALLEN INFOKANALEN Informationen zur Stadt Graz und allen städtischen Projekten finden Sie in der BIG, im Web und auf unseren Social Media Kanälen. graz.at achtzigzehn | Foto: iStock/bluejayphoto | Bezahlte Anzeige facebook.com/stadtgraz instagram.com/stadtgraz Geben wir auf uns und andere acht – so schaffen wir das!

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