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21. Oktober 2018

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- 508 Baustellen gleichzeitig in Graz: Jetzt droht der Verkehrsinfarkt - Gegen Judenhass: Schüler sollen in die Synagoge - Hauptplatz, Jakominiplatz, Mariatrost: 2019 stehen Bims wieder still - Kult-Lokal Beate kehrt zurück - Neues Bezirksemblem für Eggenberg - Grazer VIPs im Charity-Fieber

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 21. OKTOBER 2018 KOMMENTAR Staustadt Graz muss Vollgas geben Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at A utos, Autos, Autos so weit das Auge reicht. Der Verkehrsinfarkt hat Graz mit kilometerlangen Staus in dieser Woche mit voller Breitseite erwischt. Gründe dafür gibt es viele – die Sperre des Gleinalmtunnels aufgrund des verheerenden Tunnelbrandes darf da nicht als Ausrede gelten. Die Koordination der Baustellen im Grazer Stadtgebiet muss aber dringend kritisch hinterfragt werden. An einem Tag wird derzeit an mehr als 500 Baustellen gewerkt (siehe Seiten 4/5), alleine im kleinen Wohnbezirk St. Leonhard sind es 36. Kein Wunder, dass der Verkehr da zusammenbricht. Auch wenn man im Straßenamt die interne Kooperation mit der Holding, der Energie Graz und der Energie Steiermark hochjubelt: Das Ergebnis ist alles andere als zufriedenstellend. Es ist allerhöchste Zeit, sich ernsthaft mit konkreten und finanzierbaren Lösungen der Grazer Verkehrssituation zu beschäftigen, bei denen es auch keine Denkverbote geben darf. Das Öffi-Netz zu erweitern und zu verbessern – wie (nicht nur) von Verkehrsstadträtin Elke Kahr vorgeschlagen –, ist da nur eine von vielen Möglichkeiten. Also: Staustadt Graz, schalt in den zweiten Gang und lös das Problem! Gegen Judenhass Schüler sollen in die Synagoge Die für das Gedenkjahr 2018 zuständige Staatssekretärin Karoline Edtstadler mit dem Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz Elie Rosen und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (v. l.) STADT GRAZ/FISCHER GEDENKJAHR. Stadt und Jüdische Gemeinde wollen mit neuem Projekt Antisemitismus in Schulen bekämpfen. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Die Stadt Graz startet ein neues Gedenk- und Integrationsprojekt. Alle vierten Klassen der städtischen Volksschulen können in diesem Schuljahr gratis die Grazer Synagoge besuchen. Dort gibt es unter dem Motto „Synagoge erLeben“ eigene Kinderführungen. Anmeldungen sind unter www.juedischegemeindegraz.at möglich. Die Aktion hat zwei Hintergründe: Zum einen will die Stadt Mario Eustacchio (r.) mit Gerhard Uhlmann (Wohnen Graz) LEITNER mit der Aktion einen Beitrag zum offiziellen Gedenkjahr 2018 (100 Jahre Republik, 80 Jahre „Anschluss“ etc.) leisten. Zum anderen soll das Projekt dazu dienen, den besonders unter moslemischen Kindern und Jugendlichen zunehmenden Antisemitismus zu bekämpfen. So glauben laut einer Studie des Islamforschers Ednan Alsan, der Flüchtlinge in Graz befragte, 44 Prozent der Befragten, dass die jüdische Religion schädlich für den Weltfrieden sei. In den Neuen Mittelschulen hat die Stadt bereits das Projekt „Perspektivenwechsel“ gegen Antisemitismus gestartet, mit dem neuen Projekt sollen die Volksschulen folgen. „Die Jüdische Gemeinde und das Judentum sind ein wichtiger Bestandteil der Stadt Graz“, erklärt Bildungs- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner. Es sei ihm ein Anliegen, „aktives ■■ Steigende Mieten machen vielen Grazern zu schaffen. Daher errichtet der städtische Eigenbetrieb Wohnen Graz bis 2022 rund 500 neue Gemeindewohnungen in hoher Qualität. „Was viele nicht wissen: Anspruch auf eine Gemeindewohnung haben auch Durchschnittsverdiener mit einem Miteinander aller Religionen zu fördern, und das von Kindesbeinen an. Deshalb freue ich mich, dass wir gerade im heurigen Gedenkjahr diese tolle Aktion geschafft haben.“ Mehr Sozialarbeiter Und noch ein Schulthema: Schulsozialarbeit ist in den letzten Jahren zur wichtigen Hilfseinrichtung an den Grazer Schulen geworden. Weil Konflikt- und Krisensituationen bei Schülern bzw. an den Schulen zunehmen und der Bedarf an Sozialarbeitern steigt, stockt die Stadt Graz jetzt das Personal um eine Vollzeitstelle auf. Mit tatkräftiger Beteiligung des Landes stellt die Stadt auch gleich die Finanzierung der Schulsozialarbeit bis zum Jahr 2021 sicher: Laut Gemeinderatsbeschluss vom Donnerstag werden dafür 755.700 Euro bereitgestellt. Info-Kampagne für Gemeindewohnungen Jahresnettoeinkommen bis 27.000 Euro bei einem Ein-Personen- Haushalt“, so Vizebürgermeister Mario Eustacchio. Daher wurde nun die Kampagne „Fühl dich (wie) zu Hause“ gestartet. Damit will Eustacchio den Grazern „zeigen, dass sie leistbaren Wohnraum in hochwertiger Qualität erhalten“. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 68 48), Robert Heschl (0 664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0 664/80 666 6895), Thomas Maier (0 664/80 66 66 690) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 173.025 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2018). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

21. OKTOBER 2018 www.grazer.at graz 7 Der Jakominiplatz war heuer bereits Schauplatz einer Bim-Baustelle. Im Sommer 2019 wird nur ein paar Meter entfernt wieder gegraben. ERWIN SCHERIAU Baustellen: 2019 stehen die Bims wieder still VERKEHR. Bauarbeiten am Hauptplatz, Jakominiplatz und in Mariatrost legen 2019 Tramnetz lahm. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Viel Geduld brauchten heuer Öffi-Fahrgäste und Anrainer: Zum Teil bereits ab dem Frühjahr legten Baustellen an den Bimstrecken zwischen Jakominiplatz und Oper, rund um die Reiterkaserne und entlang der Linie 1 Richtung Mariatrost einen Großteil der Grazer Trams lahm. Stattdessen fuhren Ersatzbusse, die nicht selten im Stau steckten (siehe auch Seiten 4 und 5). Kommende Woche soll der Spuk vorbei, die Bauarbeiten laut Plan abgeschlossen sein. Doch die Verschnaufpause währt nur kurz – auch 2019 werden einige Großbaustellen die Straßenbahnen ausbremsen. Im kommenden Sommer gibt es eine Neuauflage der diesjährigen Baustelle am Jakominiplatz: Wurden heuer die Schienenstränge von „1er“ und „7er“ bearbeitet, sind 2019 die Gleise der Linien 3 und 6 Richtung Reitschulgasse an der Reihe. Und auch am Hauptplatz wird an den Gleisen gearbeitet – wie auf dem Jakominiplatz sollen auch hier die Bauarbeiten in der dritten Juliwoche starten, erklärt Holding-Graz-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler. Für die Fahrgäste heißt das: keine Bims, dafür Ersatzverkehr. Warm anziehen müssen sich indes einmal mehr die Mariatroster. Denn die Bimlinie 1 wird ab dem Frühjahr 2019 erneut durch Busse ersetzt. Grund ist die dritte Phase des zweigleisigen Ausbaus auf der Teilstrecke zwischen Mariatrost und Mariagrün. Schon 2017, als der Ausbau begann, stand der „1er“ monatelang still, auch heuer fährt wegen der Bauarbeiten schon seit dem Frühjahr keine Straßenbahn mehr nach Mariatrost. „Nächstes Jahr findet dann der Ausbau des 1,2 Kilometer langen Abschnitts Wagnesweg – Kroisbach statt“, kündigt Zaczek-Pichler an. Sind die Arbeiten (voraussichtlich) im Herbst 2019 beendet, bleibt den Mariatrostern freilich auch nur eine vorübergehende Atempause. Denn die nächste Baustelle wirft bereits ihren Schatten voraus: Bis 2023 soll auch der Streckenabschnitt der Linie zwischen Hilmteich und Mariagrün zweigleisig ausgebaut werden.

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2021