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21. November 2021

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- Bürgermeisterin Elke Kahr im Interview - Stadt Graz in Frauenhand - Schon jetzt mehr tödliche Straßenverkehrsunfälle als im Vorjahr - Judenstern-Sticker schockt Graz - Fußballstar Wolfgang Mair ist Künstler Kowalski

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8 graz www.grazer.at 21. NOVEMBER 2021 Gedenktag für Straßenverkehrsopfer Schon jetzt mehr Tote in Graz als im Vorjahr TRAGISCH. Heuer sind fünf Menschen im Grazer Verkehr tödlich verunglückt, im Corona-Jahr 2020 waren es drei. Die Regierung will die Straßen sicherer machen – mit Tempo 30 und Begegnungszonen. ROTES KREUZ Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Heute ist der Weltgedenktag für Verkehrsopfer. Das Gedenken an diesem Tag geht zudem weit über Todesopfer oder Verletzte hinaus – Verkehrsunfälle haben verheerende Auswirkungen auf Familien, Freunde und Gemeinschaften. Immer wieder sorgen Meldungen von schweren Unfällen in Graz und Umgebung für große Trauer und großes Aufsehen. Erst kürzlich kam es bei der Puntigamer Brücke zu einem tragischen Unfall. Dabei kam ein Auto von der Straße ab und stürzte in die Mur, alle drei Insassen konnten nur mehr tot geborgen werden. Damit kam es in diesem Jahr zu bereits fünf Todesfällen auf den Straßen in Graz, schon jetzt mehr als im vergangenen Jahr. Im letzten Jahr starben laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) drei Personen in Graz und acht in Graz-Umgebung bei Verkehrsunfällen. Mit 52 Todesopfern bei Straßenverkehrsunfällen in der Steiermark gab es im Corona-Jahr 2020 die niedrigste Zahl seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1961, laut KFV dürfte das vor allem an den Lockdowns liegen. Schaut man sich die Verkehrsunfallstatistik der Statistik Austria der letzten fünf Jahre an (2016–2020), waren die meisten Getöteten in Graz und Umland Fußgänger (18), gefolgt von Pkw-Insassen (20) und Personen, die mit einem einspurigen Kfz unterwegs waren (10), fünf verunglückten mit dem Fahrrad, drei mit einem Lkw über 3,5 Tonnen und drei Personen mit einem sonstigen Fahrzeug. Graz-Maßnahmen Mobilität und Verkehrssicherheit spielen auch im neuen Regierungsprogramm eine wichtige Rolle. Solch tragische Unfälle und hohe Zahlen sollen mit diversen Maßnahmen gesenkt werden. „Begegnungszonen, Verkehrsberuhigung wie z. B. Superblocks, Grüne Meilen oder die Evaluierung der Ampelschaltungen sind Projekte für die Fußgängersicherheit. Für uns haben Fußgänger oberste Priorität“, erklärt Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Judith Schwentner. Auch in Sachen Temporeduk- tion wird weiter hart gearbeitet. „Tempo 30 ist ein Grazer Vorzeigeprojekt und eine der größten Sicherheitsinitiativen der Geschichte der Stadt gewesen. Dort wollen wir weiterarbeiten. Wohnstraßen und Grüne Meilen sind im Regierungsprogramm mit einer hohen Priorität versehen“, versichert Schwentner. Nachdem Fahrradunfälle sich traurigerweise auch immer mehr häufen, ist das Radtraining für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen ein Punkt im Programm. Die Vizebürgermeisterin: „Das ist ein ganz wichtiges Projekt, das sich auch an die ältere Bevölkerung richten soll. Mit dem Projekt ‚Ein Fahrrad für jedes Kind‘ wollen wir auch Kinder und ihre Eltern verstärkt zur Radfahrprüfung motivieren.“ Impfpflicht: Ja, Nein oder Vielleicht? ■ Das war schlechtes Timing: Während der Grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in Wien die allgemeine Impfpflicht ab Februar verkündete, postete sein Parteikollege und Grazer Gemeinderat Christian Kozina zeitgleich genau das Gegenteil. Er forderte „Nein zur Impfpflicht“ und sorgte damit natürlich für Erheiterung bei politischen Beobachtern. Christian Kozina musste den Eintrag gleich wieder löschen. KK Lebenswerkauszeichnung für Roth ■ Rudi Roth wurde von der WKO Steiermark und Präsident Christoph Leitl der Handelsmerkur für sein Lebenswerk verliehen: Aufbau der größten privaten Ölhandelsfirma Österreichs, als Biodieselpionier der Bau der größten Biodieselraffinerie Europas, mit 28 Jahren längstdienender Honorarkonsul, Förderer junger Studenten und Unis, und dies nach seiner Karriere als Fußballprofi beim GAK. Ewald, Ferdinand, Hans, Marie Sophie, Rudi, Maria & Jürgen Roth FISCHER

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