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21. November 2021

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- Bürgermeisterin Elke Kahr im Interview - Stadt Graz in Frauenhand - Schon jetzt mehr tödliche Straßenverkehrsunfälle als im Vorjahr - Judenstern-Sticker schockt Graz - Fußballstar Wolfgang Mair ist Künstler Kowalski

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14 graz www.grazer.at 21. NOVEMBER 2021 Corona-Leugner verharmlosen Holocaust Judenstern-Sticker JUGEND AM WERK/MÖRTH M. König, F. Vorraber, R. Herzog, G. Weswaldi, S. Thaller, A. Rieder, W. Ferk Kalender für den guten Zweck ■ Ein karitatives Projekt unterstützen und zugleich Sachpreise oder Gutscheine gewinnen: Dank des Adventskalenders des Lions Club Graz Styria ist das möglich. In der bereits neunten Auflage wird in Zusammenarbeit mit der Malwerkstatt Graz von Jugend am Werk der begehrte Adventskalender präsentiert, der 2021 unter dem Motto „Spezielles aus der Steiermark“ steht. Mit dem Reinerlös werden auch dieses Jahr wieder Kunstschaffende der Malwerkstatt Graz unterstützt. „Ungeimpft“ und „Die Geschichte wird mich freisprechen“ steht auf einem dem Davidstern nachempfundenen Sticker KK Tagstrom/Nachtstrom: Ärger um Verwechslung WK-Steiermark-Präsident Josef Herk kämpft für Unternehmen.FISCHER Herk fordert Schadenersatz KURIOS. Fehlerhafte Stromabrechnung sorgte bei „Grazer“- Leser für Verwirrung. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at ■ „Für alle Umsatzrückgänge, die durch staatliche Einschränkungen verursacht werden, braucht es rasch und unbürokratisch staatliche Unterstützungsmaßnahmen“, fordert WK-Steiermark-Präsident Josef Herk. Laut ihm geht es nicht mehr nur darum, die Gesundheitskrise abzuwenden, sondern auch eine Wirtschaftskrise. Sein Appell: „Arbeiten wir zusammen. Nur gemeinsam schaffen wir es aus dieser Pandemie.“ Man glaubt es kaum, aber auch Stromrechnungen werden ganz genau gelesen. Und dann passiert es, dass es zu einer Aufregung bei Stromkunden kommt. Wie im Falle eines „Grazer“-Lesers, der in seiner Abrechnung der Energie Graz entdeckte, dass plötzlich der ursprünglich günstigere Nachttarif wesentlich teurer war als der sogenannte Tagtarif. Bei der Abrechnung der Strompreise ab November 2020 entdeckte der Leser in der Spalte „Heizung“ 8,50 Cent für die Kilowattstunde Nachtstrom und 6,25 Cent für die Kilowattstunde Tagstrom. Das führte zu Unmut, schließlich hatte der Leser schon vor vielen Jahren eine Umstellung von fossilen Brennstoffen auf Nachtstromöfen gemacht, und der günstigere Nachtstrom wurde vertraglich vereinbart. „Die geplante Preisanpassung mit Umkehr von Tagund Nachtstrompreisverhältnis ist somit eine Perversion des ökologischen Grundgedankens“, schreibt der Leser verwundert. Energie-Graz-Geschäftsführer Boris Papousek brachte schnell Licht ins Dunkel. Papousek: „Ein dummer Verwechslungsfehler in der Abrechnung. Die Tarifbezeichnungen Nachtstrom (NT) und Tagstrom (HT) wurden verwechselt. Wir werden uns bei dem Kunden entschuldigen und die Sachlage erläutern.“ GF Boris Papousek konnte die Problematik schnell aufklären. ENERGIE GRAZ

21. NOVEMBER 2021 www.grazer.at graz 15 schockt Graz ARG. Ein Anti-Corona- Aufkleber, der dem Judenstern nachempfunden ist, schockiert und verärgert aktuell die Grazer. Er wird entfernt. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Dass Aufkleber mit Sprüchen, Logos und Co im gesamten Grazer Stadtgebiet verklebt werden, ist nichts Neues. Dass manche dieser Sticker allerdings ethisch absolut nicht vertretbar sind und weit über die Grenzen gehen, schon. Am Eingang des Sportplatzes Muchargasse wurde genau ein solcher Aufkleber gesichtet. Es ist ein gelber Davidstern mit dem Schriftzug „Die Geschichte wird mich freisprechen“ und „Ungeimpft“. „Der Vergleich der Unterdrückung, Verfolgung oder Ermordung von Juden mit der jetzigen Covid-19-Pandemie und den von der Regierung erlassenen Maßnahmen ist absolut geschmacklos und verharmlost den Holocaust“, heißt es von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark. Solch makabere Vergleiche sorgten in den letzten Monaten auch im Netz für Ärger und Empörung bei den Menschen. Corona-Skeptiker und Impfgegner greifen immer wieder zu drastischen Mitteln für ihre Propaganda. Dabei scheuen sie auch nicht die Verharmlosung von NS-Verbrechen. Auf Nachfrage des „Grazer“ bei der Holding Graz wird zumindest dieser Sticker rasch entfernt; sollten andere gesichtet werden, kann man diese über die „Schau auf Graz“-App melden.

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