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21. März 2021

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- Die größte Sonnenterrasse der Stadt eröffnet im Mai - Ideen für die Annenpassage - 6800 Grazer Wohnungen stehen leer - Minoriten suchen Säulenpaten - Exklusives Interview mit Hartberg-Coach Markus Schopp

44 sport graz

44 sport graz www.grazer.at 21. MÄRZ 2021 Fabian Kleindienst 44 fabian.kleindienst@grazer.at Das war nichts für schwache Nerven, leider mit dem bitteren Ende für uns.“ UVC-Manager Frederick Laure nach der Hinspiel-Niederlage im Halbfinale der Herren gegen Union Waldviertel GEPA UBSC ohne Top-Scorer: Schopp: Ein Paul Isbetcherian (hier gegen die Vienna Timberwolves im Herbst) zeigte letztes Wochenende gegen Traiskirchen eine gute Leistung. „Das ist die Chance für unsere Österreicher!“ STARK. Nach überzeugendem letzten Spiel geht es für die Grazer Basketballer heute gegen Wien. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at In der Defensive müssen wir konsequent spielen, das hat in den letzten Spielen schon viel besser funktioniert,“ erzählt UBSC-Manager Michael Fuchs vor der heutigen Heimpartie gegen die Vienna D.C. Timberwolves. Das Ziel sei, möglichst wenig Punkte zuzulassen – denn in der Offensive sieht es grundsätzlich gut aus: „Wir spielen heuer superattraktiven Basketball und sind die Mannschaft, die pro Spiel die meisten Punkte macht.“ Umso wichtiger, dass man sich vergangene Woche gegen Traiskirchen auch ohne Top-Scorer Stanley Whittaker beweisen konnte. Zur Verfügung stehen wird dieser erst wieder in den Playoffs, wie Fuchs informiert: „Bei einer solchen Muskelverletzung ist einfach das Risiko zu groß. Jetzt haben unsere GEPA Österreicher die Chance, müssen aber auch zeigen, dass sie auf diesem Niveau performen können.“ Beim Sieg vergangene Woche hat das geklappt: „Wenn sie immer so spielen, haben wir keine Sorgen“, lacht Fuchs, der insbesondere die Leistung von Paul Isbetcherian lobt. Playoffs nähern sich Nach dem heutigen Spiel (17.30 Uhr, zu sehen auf basketballaustria. at/live) geht es schon mit Riesenschritten Richtung Playoffs. Ziel ist davor immer noch Platz sieben in der Qualifikationsrunde: „Das wird natürlich schwierig“, weiß Fuchs. Ein Sieg heute muss dafür jedenfalls her. Schlussendlich sei es aber nicht so wichtig: „Kapfenberg und Gmunden sind beides sehr starke Gegner.“ Gegen beide habe man in dieser Saison schon gute Leistungen gezeigt, betont Fuchs: „Die Chancen sind absolut da.“ Ein Weg, ein Ziel: Markus Schopp ist in Hartberg noch lange nicht fertig. GEPA (2) PROZESS. Hartberg- Trainer Markus Schopp sieht eine bis jetzt überragende Saison und stellt den Prozess in den Vordergrund. Von Gerhard Goldbrich redaktion@grazer.at Heute um 17 Uhr wartet auf den Trainer des TSV Hartberg das wichtigste Spiel des Jahres. Sollte man meinen. Dem mittlerweile nicht mehr ganz so blonden Grazer greift das aber viel zu kurz. „Ich habe da einen komplett anderen Zugang. Heute gegen St. Pölten wartet die letzte von 22 spannenden Runden auf uns. Wir haben ein großes Saisonziel mit auf die Reise bekommen, nämlich nicht abzusteigen. Wir wollen Punkte dafür sammeln, sollten wir mit einem Sieg heute auf 31 Zähler kommen, ist das überragend. Sind wir trotzdem nicht bei den oberen sechs dabei, ist es so.“ Entwicklung Immer wieder kommen im Gespräch mit dem einstigen Champions-League-Helden des großen Bruders aus Graz, dem SK Sturm, die Worte Entwicklung und Prozesse vor. Und sieht man sich diese genauer an, erkennt man schnell, welche Erfolgsgeschichte sich dahinter verbirgt, welche großartige Arbeit bei den Oststeirern vom gesamten Verein geleistet wird. Und das nicht nur seit dem Aufstieg vor knapp drei Jahren. „Im Jahr eins waren wir der Underdog, wurden durch die Bank als Fixabsteiger gehandelt. Hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen und spielten trotzdem einen super Herbst. Dann noch Abgänge im Winter, vor allem die Rückholaktion von Ivan Ljubic

21. MÄRZ 2021 www.grazer.at sport graz 45 HERO➜ GEPA (2) Jakob Jantscher Der Sturm-Top-Scorer wurde erstmals seit der EM 2016 wieder ins Nationalteam einberufen. Corona-Verschiebungen Steiermarkweit werden geplante Events abgesagt, der Grazer Ironman 70.3 wurde auf August verschoben. ZERO ➜ Spiel wie jedes andere! zu Sturm tat uns sehr weh. Aber wir ließen uns nicht beirren, sind unseren Weg gegangen. In der zweiten Saison, die für Aufsteiger immer die schwierigste ist, stellte sich das Gegenteil ein. Toller Herbst, auch das nötige Quäntchen Glück kam uns zu Hilfe, wenn ich nur an die Partie bei der Admira mit Rep im Tor denke. Qualifikation für die Meisterrunde und als Belohnung für den gesamten Verein die Europacup-Teilnahme“, lässt Schopp im Schnelldurchlauf die Vergangenheit Revue passieren. Normalität Viel zu schnell steigert sich dann im Fußball die Erwartungshaltung von Fans, Medien und auch im engsten Umfeld eines Vereines. Wie am letzten Wochenende: Als der TSV zum vor Selbstvertrauen strotzenden Tabellenzweiten Rapid ins Hütteldorfer Allianzstadion reiste und aufgrund einer sehr positiven Auswärtsbilanz gegen den Rekordmeister Punkte beinahe als Normalität eingefordert wurden. „Ein Unentschieden gegen Surm oder Rapid wird jetzt ganz anders wahrgenommen als vor zwei Jahren“, erklärt Schopp. „Wir aber ordnen das schon richtig ein. Wir haben mit Wattens noch immer das mit Abstand kleinste Budget der Liga, hatten im Herbst durch die Ausfälle von Nimaga, Lema oder Rakowitz Probleme, dazu waren einige noch nicht in der notwendigen Form. Rausgekommen ist dennoch ein sehr guter Grunddurchgang mit 28 Punkten auf der Habenseite.“ Was ist aber nun das Geheimnis der Hartberger? „Ganz klar die ständige Weiterentwicklung, da steht uns mit Obmann Erich Korherr eine große Stütze zur Seite. Er hinterfragt vieles, aber ermöglicht auch vieles. Im Kader, beim Trainerteam. Und denkt auch ständig über neue Möglichkeiten nach, wie etwa in Bezug auf die Infrastruktur oder Kooperationen.“ Wohin wird also die Reise heuer noch gehen? „Wir können nur unsere eigene Leistung beeinflussen, müssen in jedem Spiel zu hundert Prozent bereit sein.“ Motivation „Unsere Motivation ist es, da zu sein, wenn einer der Großen auslässt. Ob durch Europacupbelastungen, Rotationen oder Formschwächen. Wir sind absolut konkurrenzfähig, können jeden ärgern, können jeden besiegen. Aber da muss oft sehr viel zusammenpassen. Vorigen Sommer haben mir viele geraten, nicht zu bleiben, meinten, ich kann in Hartberg nur mehr verlieren, der Zenit ist erreicht. Ich sehe das entschieden anders, sehe enormes Potenzial im ganzen Verein.“ Der ja zurzeit ganz eifrig prüft, was denn infrastrukturell und in der Entwicklung junger Spieler noch möglich ist. „Es bewegt sich im Inneren viel, alleine über den Tellerrand zu blicken und in unserer Region das größere Gemeinsame entwickeln zu wollen, ist ein nächster Schritt. Eine Fusion mit Lafnitz, zweier Vereine, die hervorragend arbeiten, könnte Synergien bringen, die unweigerlich Größeres entstehen lassen. Erich Korherr unterstützt dabei großartig und treibt auch die Stadionthematik voran. Ein wichtiger Faktor, wenn endlich wieder Fans kommen dürfen, aber auch im Bereich der Trainingsmöglichkeiten.“ Es klingt, als ob die Reise des Markus Schopp mit seinem TSV Hartberg noch länger nicht zu Ende ist. Trotz allem wartet heute ein Spiel wie jedes andere gegen St. Pölten. Und sollte das Quäntchen Glück im Gepäck sein, schreibt Schopp ein weiteres Kapitel im Hartberger Fußballmärchen. Eine Vision, ein Plan: neues Stadion, Fusion mit Lafnitz. TSV hat Großes vor.

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