7 TAGE SONNTAG

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21. März 2021

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- Die größte Sonnenterrasse der Stadt eröffnet im Mai - Ideen für die Annenpassage - 6800 Grazer Wohnungen stehen leer - Minoriten suchen Säulenpaten - Exklusives Interview mit Hartberg-Coach Markus Schopp

2 die seite zwei

2 die seite zwei www.grazer.at 21. MÄRZ 2021 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Angstkultur in der Kulturszene K unst kann ja alle möglichen Funktionen erfüllen. Die vielleicht bedeutendste ist, dass sie seit Jahrtausenden Lebenswelten widerspiegelt und diese in aller Öffentlichkeit akzentuiert. Im Notfall auch furchtund respektlos. Wenn eine Gesellschaft in Angst und Schrecken lebt, dann findet man das auch immer in zeitgenössischen Büchern, Liedern oder Bildern wieder. Oft kritisch, manchmal tröstend, aber immer mit der solidarischen Botschaft: „Euer Leben ist uns bekannt, eure Probleme sind uns nicht egal. Wir machen das zum Thema, für euch und für uns alle.“ Was passiert, wenn es keine (besuchbare) Kunst geben darf? Und was passiert, wenn die Künstler plötzlich selbst Angst haben? Und wer beschäftigt sich denn damit und wer macht das öffentlich? Diesen Fragen muss man sich jetzt nach einjähriger Kunstpause dringend stellen. Denn die Angst geht um in der Kultur. Der Psychologische Beratungsdienst für die Mitarbeiter der Grazer Oper etwa hat jetzt bei 90 Prozent der Klienten konstatiert, Angst vor der Zukunft zu haben. Man kann also nicht erwarten, dass sich in nächster Zeit viele Künstler finden werden, die unsere Lebenswelt furcht- und respektlos öffentlich zerlegen und wieder zusammenbauen. Das müssen wir derzeit selber tun. Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... Gefrühstückt wird am liebsten erst abends – dafür aber mit Pancakes, French Toast, Cornflakes und Co. Deborah Posadas singt leidenschaftlich gerne, aktuell auch bei Starmania. KK ... Deborah Posadas Die Starmania-Kandidatin spricht über ihre Lieblingsmahlzeit des Tages, ihre Hochzeitssänger-Karriere und Urlaubspläne nach Corona. Sänger schlafen nach einer Konzertnacht meistens schon etwas länger. Wie sieht das bei Ihnen aus? (lacht) Ich bin definitiv ein Langschläfer. Hin und wieder am Wochenende bis 10 Uhr schlafen zu können, ist einfach richtig herrlich. Gibt’s dann ein festliches Frühstück? Eigentlich bin ich ja gar nicht so die Frühstückerin. Am Wochenende brunche ich sehr gerne, wenn ich Zeit dafür habe. Aber ehrlich gesagt gibt’s bei mir öfters Frühstück zum Abendessen. Frühstück ist einfach die beste Mahlzeit des Tages. Hin und wieder mach ich mir dann einfach Pancakes, French Toast, Cornflakes oder eine klassische Eierspeise oder Jause eben abends. Wie sieht der restliche Sonntag üblicherweise aus? Musiziert dann die ganze Familie gemeinsam? (lacht) Ich bin tatsächlich die Einzige, die ein Instrument spielt. Sonntag ist bei mir immer anders, gerade wegen Corona kann man ja auch nicht viel machen. Sonntag ist bei uns eher der Tag des Fernsehens. Es wird nicht gearbeitet, man kommt runter, chillt, geht vielleicht spazieren, kocht gemeinsam sein Lieblingsessen und schaut dann Netflix. Auf den Tag freut man sich immer schon die ganze Woche. Wie haben Sie die Pandemie erlebt? Gerade Hochzeiten, auf denen Sie normalerweise singen, blieben eher auf der Strecke. Es ist nach wie vor eine schwierige Zeit. Gerade ist auch schon die zweite Hochzeitssaison am Wackeln, weil keiner weiß, wie es weitergeht. Viele Paare, die letztes Jahr auf heuer verschoben haben, müssen jetzt teils wieder umplanen. Es ist eine traurige Situation, und mir tun alle voll leid. Natürlich würde auch ich gerne wieder für Liebespaar singen, aber da müssen wir durch. Würden Sie sagen, die Corona-Situation hat es leichter gemacht, aktuell bei Starmania teilzunehmen? Gute Frage! Wahrscheinlich schon, weil es gerade kaum Chancen gibt, auf der Bühne zu singen. Sollte ich weit kommen, wären mir auch Hochzeiten dazwischengekommen. Sozusagen ist es Glück im Unglück. Aber dadurch, dass es immer ein Kindheitstraum von mir war, hätte ich wahrscheinlich so oder so mitgemacht. Starmania-Star oder Hochzeitssängerin? (lacht) Oh nein. Ich kann mich nicht entscheiden, aber sagen wir so: im Sommer Hochzeiten und sonst Starmania. Worauf freuen Sie sich nach Corona? Auf die Restaurants und das Reisen. Die erste Reise soll wohin gehen, wo es schön warm ist. Am liebsten natürlich Mexiko, aber ich glaube, das wird es nicht spielen. Ansonsten hätte ich Lust auf Spanien. VALENTINA GARTNER Deborah Posadas wurde am 7. November 1997 in Graz geboren. Durch ihre mexikanischen Wurzeln liegt ihr der Rhythmus seit der Kindheit im Blut. Nach der Matura ging sie nach England und Linz, bis es sie wieder nach Graz zog. Seit ca. einem Jahr singt sie als Hochzeitssängerin. Sie arbeitete auch als Verkäuferin für den „Grazer“. Aktuell ist Deborah Kandidatin bei Starmania. Wieder zu sehen am 9. April.

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