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21. Juni 2020

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- Eine Woche vor der Gemeinderatswahl: Das sind die heißesten Duelle in Graz-Umgebung - Vize-Landeshauptmann Anton Lang im Gespräch - Vogelschutzgebiet Weinzödl: Erlebnisplatz für Menschen und Vögel - Neue Karte für das Graz von morgen - Spatenstich für das neue Grazer Gartenparadies

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12 graz www.grazer.at 21. JUNI 2020 Einzigartig in Österreich: Darmkrebs mit Während in unzähligen Städten gerade Regenbogenfahnen gegen Homophobie geschwenkt werden, erklären sich polnische Gemeinden als LGBT-frei. GETTY „Homo-freie Zone“: Die Steiermark warnt Polen DAS GEHT NICHT. Das Land beschließt eine Stellungnahme, in der es auf Menschenrechte hinweist. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die steirische Landesregierung setzt anlässlich des nächste Woche kommenden Christopher Street Days, der für die Rechte der LGBTQ- Community steht, ein Zeichen. Die Grüne Abgeordnete Veronika Nitsche hatte im Landtag eine Initiative dazu gestartet, Klartext gegen Polen in Bezug auf die dortige Vorgangsweise gegen Homosexuelle und Trans-Personen zu sprechen. Hintergrund war die Entscheidung von 93 polnischen Gemeinden, sich zu „LGBT-freien Gemeinden“ zu erklären … „In fast einem Drittel Polens gelten homosexuelle, bisexuelle oder transsexuelle Menschen als offiziell unerwünscht. An vielen Orts- und Landkreisschildern im Land prangt inzwischen der Schriftzug ,Strefa wolna od LGBT‘ – zu Deutsch: ,LGBT-freie Zone‘“, erklärt Nitsche und verweist darauf, dass die Steiermark mit drei der polnischen Regionen (Lodz, Lublin und Vorkarpaten) offizielle Partnerschaften unterhält. Druckmittel Kurz vor dem CSD liegt nun die Stellungnahme der Landesregierung vor – und Landesrat Christopher Drexler findet darin klare Worte: „Da sämtliche der genannten Partnerschaften in diesem oder im nächsten Jahr erneuert werden sollen, wird die Landesregierung dies für das Ziel nutzen, Themen wie Menschenrechte sowie politische Bildung in die neuen Kooperationsvereinbarungen aufzunehmen“, kündigt er an. Beschlossen wird die Stellungnahme in der nächsten Landtagssitzung. NEU. Darmkrebsvorsorge kann dank einer neuen Methode mittels Stuhlgang-Analyse gemacht werden. Ein Grazer Experte erklärt. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at In Österreich ist der Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und Männern. Darmkrebs ist bei frühzeitiger Erkennung in den meisten Fällen sehr gut heilbar, wobei die Heilungschancen im fortgeschrittenen Stadium dramatisch sinken. Bisher gab es zwei anerkannte Methoden der Darmkrebsvorsorge, die Koloskopie und den immunologischen Okkult-Bluttest. Der Grazer Harald Tengg von MedSalus bringt eine neuartige Methode zur Früherkennung von Darmkrebs nach Österreich. DNA-Stuhlanalyse Mittels einer kleinen Probe des Stuhlgangs kann nun eine angenehmere Vorsorgeuntersuchung ermöglicht werden. „Diese Methode ist in Österreich neuartig und der Test wird bequem zu Hause durchgeführt. Die Stuhlprobe wird auf dem Postweg an das Labor übermittelt, und das Ergebnis bekommt man innerhalb von sieben bis zehn Tagen per Post“, erklärt Tengg. Wenn ein positives DNA- Testergebnis vorliegt, muss allerdings noch eine Koloskopie durchgeführt werden. Dies bringt eine wesentliche Verringerung der Krebssterbefälle mit sich. Ist der Befund negativ, wird die Untersuchung nach Ablauf von drei Jahren wiederholt. „Die Kostenersparnis für Pri-

21. JUNI 2020 www.grazer.at graz 13 Stuhlprobe erkennen vat- wie auch Sozialversicherungen, in der Untersuchung wie auch in der weiteren Behandlung, ist ein positiver Nebeneffekt, da ein stationärer Aufenthalt nicht notwendig ist. Somit ist diese non-invasive Darmkrebsvorsorge kostengünstiger als die herkömmliche Koloskopie und hat weniger unangenehme Nebeneffekte“, so der Experte. Das Testkit kann vom Hausarzt oder über die Website www. medsalus.eu bezogen werden. Der sogenannte ColoAlert-Test ist einfach und kann von jedem binnen kürzester Zeit zu Hause vorgenommen werden. Nach der Probenuntersuchung durch das Labor wird das Ergebnis diskret an den Hausarzt bzw. den Absender retourniert. „Die neue Art der Vorsorge wird vermutlich noch einen großen Einfluss auf das österreichische Gesundheitssystem haben“, so Tengg abschließend. Der Grazer Harald Tengg (kl. Bild) bringt eine neue Vorsorgeuntersuchung nach Österreich. In einem Labor wird die Stuhlprobe ausgewertet. KK, GETTY

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