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21. Juli 2019

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- #firststepchallege sorgt für Duell im Büro: Schlag den Chef - Nationalratswahl 2019: Zwei Grazerinnen wollen ins Parlament - Forderung nach tragischen Unfällen: Verpflichtender Schwimmkurs für Kinder - Blutengpass in Graz: Hoffen auf viele Spender - Erstes Science Center eröffnet im Herbst - Graz ist wieder gefragter Drehort

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2 die Seite zwei www.grazer.at 21. JULI 2019 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Das Ende der Ablenkungsmanöver K önig Fußball regiert wieder das Land. Und endlich endet nicht nur die Zeit der punktelosen Wochenenden, sondern es darf wieder über das einzig Wahre diskutiert werden: über Siege oder Niederlagen, Cup- und Europacuphelden, bittere Enttäuschungen oder das Ende der Auftritte im internationalen Scheinwerferlicht. Und wieder einmal hat uns die fußballfreie Zeit gelehrt, dass mit dem ersten Bewerbsspiel alles wochenlang Diskutierte keinen Cent mehr wert ist. Die Wahrheit liegt wie immer auf dem grünen Rasen. Und genau dort wird sich weisen, ob vieldiskutierte Transfers wieder einmal rasch zurück an den Absender geschickt werden müssen oder die Kreativität der Rückholaktionen professionelles Scouting wirklich ersetzen kann. Geradeso wie Nebenschauplätze unansprechende Leistungen öffentlich wirksam ersetzen sollen oder in der spielfreien Zeit die Fans bei Laune halten. So rückte man das gemeinsame Stadion Liebenau populistisch in den Fokus, und es macht beinahe den Anschein, dass bei vielzitierter Doppelnutzung so mancher am Erbringen der geforderten Leistung gehindert wird. Mitnichten, die größten Erfolge feierte man in Graz gemeinsam in diesem Stadion – und so soll es auch in naher Zukunft sein. Die Zeit der Ablenkung ist vorbei: Erfolg, Emotion und Begeisterung wollen wir sehen. Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGS- FRÜHSTÜCK MIT ... ... Mark Forster Am 2. August ist er live in der Grazer Messe. Im Frühstücksinterview ging es um Tourstress, Fußball und die Sache mit der Kappe. Auf Ihrem Häferl steht „Pure Energie“. Ist das so bei Ihrem Sonntagsfrühstück? Das hängt ganz davon ab, wo ich bin. Jetzt steige ich gerade aus unserem Nightliner und gehe ins Catering, um mir mit der Saftmaschine einen Drink zu mixen. Da kommen Sellerie, Birnen, Äpfel und Ingwer rein. Ja, das gibt Kraft. Dazu ein Semmerl mit Käse. Kaffee trinke ich unterwegs nur, wenn ich mir die Kaffeemaschine vorher angesehen habe, die meisten machen keinen guten Kaffee, da trinke ich dann lieber Tee. In diesen Tagen gibt’s nur Tour-Frühstück. Ja, wir sind lange unterwegs. Jetzt gibt es noch Graz und Ansfelden und dann ein Festival in der Schweiz, Ende ist erst im September. Graz steht am 2. August am Plan, haben Sie einen Bezug zu unserer Stadt? Ich war schon mal bei kleineren Konzerten, bei einem Studentenfestival und in Clubs in Graz. Das ist jetzt das erste große Open Air. So richtig hängengeblieben ist bei mir hier aber nichts. Was werden Ihre Fans in Graz hören? Es wird etliche Songs vom aktuellen Album „Liebe“ geben. Es geht in den Liedern viel um Gefühle, Beziehungen, menschliche Geschichten. Und ich werde natürlich auch die besten Titel der letzten Jahre im Gepäck haben. Man sieht Sie nie ohne Ihre Kappe, warum? Würde ich ohne Kappe, ohne Bart und ohne Brille auf die Straße gehen, tät mich niemand erkennen. Das sind meine Markenzeichen, und wie heißt es so schön: Der Bart schmückt den Pilger. Die Haare werden schön langsam etwas grau und weniger, und wenn ich in der Früh vor dem Spiegel meine Kappe aufsetze, habe ich da zwei Probleme mit einem Schlag weniger. Zur Brille: Ich bin kurzsichtig. Kommen wir zu den TV-Shows. Was lieben Sie mehr: The Voice oder The Voice Kids? Bei The Voice steht die Musik im Vordergrund, da ist Qualität garantiert. Es gibt kein buntes Drumherum, keinen Schnickschnack. Bei The Voice Kids ist es toll, wie Kinder mit Kritik umgehen. Sie sind das offenbar gewohnt, etwa von daheim, von der Schule oder vom Fußballverein. Bei den Kindern will keiner ein großer Star werden. Da geht es um das Dabeisein, das aufregende Studio, das Zusammensein mit den Coaches wie mir, Lena, Stefanie Kloß und Boss- Hoss. Da haben die Kinder daheim ihren Freunden viel zu erzählen. Übrigens läuft die Kids-Serie weiter. Stehen Sie noch hinter dem FC Kaiserslautern? Klar, momentan geht es uns nicht so gut, wir sind in der 3. Bundesliga angekommen, aber es geht wieder mal aufwärts. Wir haben nur eine kleine Delle erlitten. Das kennt auch der SK Sturm Graz. Ist die Klima-Diskussion für Sie ein Thema? Das Wichtige ist, dass die Klimaproblematik jedem bewusst wird. Keiner kann mehr sagen, er ist nicht mitverantwortlich. Jeder sollte sich überlegen, mehr zu Fuß zu gehen oder statt mit dem Flieger mit der Bahn zu fahren. Da gibt’s viel, was jeder Einzelne fürs Klima tun könnte. Ich selbst nehme keinen Becher to go mehr. VOJO RADKOVIC Mark Forster (ursprünglich Mark Cwiertnia) wurde am 11. 1. 1984 in Kaiserslautern geboren. Er schloss ein BWL- Studium erfolgreich ab und versuchte sich danach als Sänger, Pianist und Songwriter. Sein Debütalbum erschien am 1. Juni 2012. Heute ist Mark Forster Deutschlands erfolgreichster Popstar. Gold und Platin pflastern seinen Karriereweg. Auch als TV-Juror ist Forster sehr erfolgreich.

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