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21. Jänner 2018

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- Maskierte Tierschutzaktivisten von „Anonymous“ wollen Grazer zu Veganern machen - Nur acht Punkte auf der Tagesordnung zum Gemeinderat - Graz 2026: Olympisches Dorf auf den Reininghausgründen - Problem mit aggressiven Patienten im Spital - Start in die Grazer Ballsaison

14 szene Verena Leitold

14 szene Verena Leitold verena.leitold@grazer.at E V E N T S In bester Gesellschaft Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Mitarbeit: Philipp Braunegger, Vojo Radkovic Noch 6 Tage bis zur Opernredoute Der Titel Miss Tuntenball führt direkt zur Weltherrschaft!“ Tuntenballmutti und Moderatorin Miss Alexandra Desmond freute sich über die Leistung der Teilnehmerinnen beim Drag Race. KK www.grazer.at 21. JÄNNER 2018 Am Ball lieber mit Manieren antanzen SCHÖN. Nächste Woche ist es so weit – die Opernredoute feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Zur Vorbereitung geben Grand Dame Lotte Tobisch und Organisator Bernd Pürcher Tipps für richtige Kleidung und Benehmen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Auflösung der Kleiderordnung bei den großen Bällen käme ja einer Götterdämmerung gleich!“, scherzte Grande Dame und langjährige Opernball-Organisatorin Lotte Tobisch bei ihrem Graz-Besuch. Ganz so weit ist es Gott sei Dank noch nicht – nächsten Samstag werfen sich die Damen wieder ins Abendkleid und die Herren in Frack oder Smoking, wenn die 20. Ausgabe der Opernredoute über die Bühne geht. „An den schönen Roben sieht man, dass sich die Lotte Tobisch und Bernd Pürcher geben Tipps für den perfekten Auftritt am Ball. SCHERIAU, KANIZAJ Gäste Mühe geben und die viele Arbeit der Veranstalter wertschätzen“, findet auch Polonaise-Choreografin Patricia Stieder-Zebedin. „Außerdem gehört die Kleidung ja auch zum Ambiente, als Gast ist man irgendwie ja auch Dekoration.“ Das kann Organisator Bernd Pürcher bestätigen: „Als wir einmal bei einer Dame ein Auge zugedrückt haben, ist das bei den anderen Besuchern nicht gut angekommen.“ Und es ist auch schon vorgekommen, dass man jemanden nicht hineingelassen hat – vor allem in den Anfangsjahren der Redoute. „Ein Herr ist einmal mit Jeans und Tagessakko gekommen, ohne Fliege. Und eine Dame in einem viel zu kurzen Kleid mussten wir auch einmal hinausbegleiten“, erinnert sich Pürcher. (Damit so etwas nicht passiert: siehe Infokasten.) Und auch in Sachen Benehmen gab es einmal einen Ausreißer: „Der Moderator einer Reality-Comedy-Show, der auf verschiedene Veranstaltungen geht und diese crasht, war einmal bei uns. Er hat das Publikum blöd angere- det, Gästen das Glas weggenommen und so. Das geht auch nicht. Manieren sind im Alltag selbstverständlich. Und bei einer Veranstaltung, bei der hochkarätige Leute aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkommen, sollte das erst recht so sein“, findet der Veranstalter. Ein Blick hat gereicht Auf die richtigen Umgangsformen legt auch Lotte Tobisch großen Wert. „Männer müssen nichts, aber ein bisschen Höflichkeit schadet auch nicht. Tür aufhalten, in den Mantel helfen, bei Tisch aufstehen – darum möcht ich doch bitten! Aber auch Frauen müssen sich Männern gegenüber ordentlich verhalten. Richtige Kleidung am Ball Für Sie: ■■lange Galarobe ■■hohe Schuhe (Pumps oder Ballsandalen) ■■Ballfrisur (offene Haare werden von vielen nicht gern gesehen) ■■kleines Täschchen (z. B. Clutch) Schlechtes Benehmen ist keine Emanzipation!“ Mit der #Metoo-Debatte und dem „Verwechseln“ von Höflichkeiten und Belästigungen braucht man der Gesellschaftsdame aber nicht kommen. „Lassen wir die Männer so, wie sie sind! Wir erleben ja auch die schönsten Stunden mit ihnen! Mir hat nie einer in den Hintern gezwickt, wenn ich das nicht wollte. Das möcht ich auch geraten haben. Ein Blick hat da meistens gereicht, dann hat sich eh keiner mehr getraut! Für mich war es nie ein Problem, die Männer loszuwerden und die zu bekommen, die ich wollte! Eltern müssen ihre Buben halt anständig erziehen. Aber auch die Mädchen haben sich zu benehmen.“ Richtiges Benehmen am Ball ■■Der Herr hält der Dame die Tür auf und betritt den Raum dann hinter ihr. ■■Er hilft der Dame aus dem Mantel und am Ende wieder hinein. ■■Der Mann rückt seiner Begleiterin den Stuhl zurecht. Sie sollte rechts von ihm sitzen – das war früher nämlich der Ehrenplatz. ■■Der Herr darf das Jackett im Laufe des Abends nicht ausziehen. ■■Fordert ein Herr eine Dame zum Tanz auf, darf diese höflich ablehnen. Und das sollte auch akzeptiert werden. Auch Frauen dürfen auffordern. ■■Im Ballsaal gilt: Alle Paare tanzen gegen den Uhrzeigersinn. Für Ihn: ■■Frack oder Smoking mit passendem weißen Hemd ■■zum Frack: weiße Fliege ■■zum Smoking: schwarze Fliege ■■zum Frack Lackschuhe und Taschenuhr (keine Armbanduhr) ■■weißes Stecktuch

21. JÄNNER 2018 www.grazer.at szene 15 HOFMANN Couleur Redoute Rudi Roth WIE VIELE BÄLLE BESUCHT Gert Maria Hofmann „Perfekte Mischung“: Steirerball, Ungarn-Ball und St. Stephen’s Ball in Wien „Wir sind keine Balltiger!“ Der 3 : 2 Künstler tanzt(e) heuer nur auf heißt’s heuer für den Unternehmer. Steirerball und Opernredoute. Ein gekröntes Jubiläum LUEF Bürgermeister Siegfried Nagl (l., kleines Foto) und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer genossen die Polonaise in der Alten Uni. COULEUR REDOUTE (2) Redoute in allen Farben ■■ Zu den Klängen des Radetzky- Marsches zauberten die steirischen katholischen Studentenverbindungen eine bunte Polonaise aufs Parkett der Alten Universität. CV-Altherrenlandesbund-Obmann Gerhard Leitinger und Couleur-Redoute-Präsident Arno Lerchbaumer begrüßten da etwa Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Bür- Sturm-Ball germeister Siegfried Nagl, Ex-Ministerin Beatrix Karl, Bischofsvikar und Dompfarrer Heinrich Schnuderl, Landtagsabgeordnete Sandra Holasek, Meduni-Altrektor Josef Smolle, Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder und Raiffeisen- Landesbank-Generaldirektor Martin Schaller. Highlight war die Mitternachtsquadrille mit Musik aus der „Fledermaus“. ■■ Zum 130. Jubiläum hatte der älteste Ball in Graz, nämlich der des Ungarischen Vereins, etwas ganz Besonderes zu bieten: eine goldene Originalreplik der Ungarischen Stephanskrone! Die Organisatoren Andreas Molnár und Dénes Kovács luden dazu außerdem drei ungarische Volkstanzgruppen, die die Grazer Ungarn beim Eröffnungstanz unterstützten. Gekommen war auch der Vize-Bürgermeister der Schwestern-Stadt Pécs István Decsi. Angetanzt sind im Brauhaus außerdem Gemeinderat Markus Schimautz, Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch, Botschaftssekretärin Timea Kovacs- Talhammer und Unternehmer Rudi Roth. Der hatte übrigens doppelten Grund zu feiern: Neben dem Ball-Jubiläum feierte er nämlich Ungarn-Ball auch ein eigenes – 25 Jahre als ungarischer Honorarkonsul. Zum Festjahr des Vereins präsentierte Obmann Molnár übrigens auch eine Chronik mit Dokumenten und Bildern aus den letzten 130 Jahren – darunter etwa eine Ball-Einladung aus dem Jahr 1897. Potzmann, Maresic, Lovric (v. l.) signieren Weine. Auch am Ball: GR Ehmann, Trainerin Katrin Wiltschnig und Sturms Torfrau Anna Kristler (r.) GASSER (2) Flaschen? Nur als Tänzer ■■ Die Sturm-Kicker sind Flaschen?! Von wegen! Doch beim Ball der Schwarzweißen in der Seifenfabrik konnten sich manche den Schmäh nicht verkneifen – immerhin gab’s die Kicker Dario Maresic, Marvin Potzmann und Sandi Lovric als feine Weine zu erwerben, samt Autogramm. Getanzt wurde natürlich auch ordentlich. Nur: Die Kicker bevorzugen doch den Tanz mit dem Ball statt den am Ball! „Bei uns kann gar keiner tanzen! Von klassisch ganz zu schweigen“, gesteht Lovric. „Außer der Potzi.“ Der gelobte Potzmann: „Weil ich gern auf Bälle geh – in meiner Heimat Südburgenland gab’s sonst ja keine Events, wost hingehst!“ Einigkeit herrschte – und da stimmten auch die anwesenden Promis SP- Gemeinderat Michael Ehmann und Peter Schaller (Porr) ein – beim Lieblingstanz: „Der Liebenauer Tor-Walzer!“ PHIL Organisator Andreas Molnár (l.) und Konsul Rudi Roth mit Bea Erdei und Jessica Ferk (r.) vom Ballkomitee mit der Replik der Ungarischen Krone. ERDEI (2)

2021