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21. April 2019

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- Lendplatz, Kaiserfeldgasse und Zinzendorfgasse: Neue Fußgängerzonen für die Innenstadt - Ärger um längere Tiertransporte - Endlich Toilette für Dom-Kirchgänger - Grazer Kinder werden immer fitter - Überfälle in Graz: Bitte keine Gegenwehr - Für Senioren soll‘s bald eigene Sitzbänke geben - Barrierefreier Zugang zu Öffis in Puntigam gefordert - Aufregung um Wohnbau auf Ex-Giftmüllhalde - Bim im Tunnel: Nicht immer geht das Licht an - Die Fußgängersituation hinkt: Gries geht‘s an - Kulturbaracke in Jakomini wird abgerissen

12 graz www.grazer.at

12 graz www.grazer.at 21. APRIL 2019 Für Sitzbänke, die für ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen geeignet sind, setzt sich Gemeinderätin Bedrana Ribo (kl. Bild) ein. getty, stadt graz/pachernegg Für Senioren soll’s bald eigene Sitzbänke geben neu. Die Stadt prüft die Errichtung spezieller Bänke, die Älteren das Setzen und Aufstehen erleichtern. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Parks, Plätze, Straßen: In Graz laden viele Sitzbänke im öffentlichen Raum zum Verweilen ein. Doch nicht jedem fällt das Hinsetzen und das Aufstehen gleichermaßen leicht – vor allem ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen tun sich mit den Bänken mitunter schwer. Das will Grün-Gemeinderätin Bedrana Ribo jetzt ändern: Sie setzt sich dafür ein, dass in Graz sogenannte „Seniorenbänke“ aufgestellt werden, die auch von körperlich nicht mehr ganz fitten Menschen gut genutzt werden können. Vorbild für Ribos Vorstoß sind mehrere deutsche Städte, die solche Seniorenbänke bereits im Einsatz haben – diese Bänke sind speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt und bieten beispielsweise zusätzliche Haltegriffe oder „Parkmöglichkeiten“ für Rollatoren und Krücken. „Es geht hier um eigentlich ganz einfache Dinge, wie beispielsweise Rückenlehnen. Wenn diese fehlen, dann kann ein aufrechtes Sitzen, aber auch das Aufstehen und Niedersetzen, zum Problem werden“, sagt Ribo. „Auch die Sitzbankhöhe ist wichtig; sind die Bänke zu niedrig, dann können sie von Menschen, die schon gebrechlich sind, nicht benutzt werden. Es geht immer um scheinbar kleine Dinge, die in Summe jedoch enorm wichtig sind, um Seniorinnen und Senioren zu ermöglichen, mobil zu bleiben und möglichst selbständig und selbstbestimmt ihren Alltag zu bewältigen. Daher sollte die Stadt ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass die Sitzmöbel an öffentlichen Orten funktional und altersgerecht gestaltet sind.“ Austausch Per Gemeinderatsantrag hat Ribo nun den zuständigen VP-Generationenstadtrat Kurt Hohensinner ersucht, die Grazer Sitzbänke auf ihre „Senioren-Tauglichkeit“ hin zu überprüfen. An zentralen Orten, an denen es keine für ältere Menschen geeigneten Bänke gibt, sollten diese ausgetauscht werden, fordert Ribo. Und: Die Stadt soll bei Neuanschaffungen generell auf seniorenfreundliche Sitzmöbel setzen. In Hohensinners Büro zeigt man sich gegenüber der Idee aufgeschlossen: „Wir werden das gerne prüfen.“ Die Bim-Haltestelle Plachelhofstraße ist für Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer extrem schwierig zu erreichen. Das soll sich bald ändern. KK Barrierefreier Zugang zu Öffis in Puntigam ARG. Einige Bim-Stationen sind für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar. Jetzt werden Maßnahmen geprüft. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Eigentlich sollte man meinen, dass Graz in Sachen Barrierefreiheit inzwischen einen guten Standard erreicht hat. Dass es aber noch immer Stellen gibt, an denen öffentliche Verkehrsmittel für Rollstuhlfahrer, ältere Menschen mit Rollatoren oder Personen mit Kinderwägen nicht erreichbar sind, zeigt sich jetzt in Puntigam. Konkret geht es um zwei Haltestellen der Straßenbahnlinie 5: Maut Puntigam und Plachelhofstraße. Diese sind nur über Stufen mit großem Steigungswinkel erreichbar. Zwar sind Schienen montiert, diese können jedoch für moderne Rollatoren und Kinderwägen nicht genutzt werden, da die Räder nicht linear angeordnet sind. „Im Ranking der Schadstoffbelastung der Luft zählt Puntigam zu den am stärksten betroffenen Bezirken von Graz. Wenn die Bürger auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollen um die Situation zu verbessern, müssen die Haltestellen für alle Personen ohne Hindernisse er- reichbar und zugänglich sein!“, so Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch. Im Bezirksrat wurde deshalb ein Antrag gestellt, die betroffenen Straßenbahnstationen zu adaptieren. Lösungsvorschläge Zu diesem Antrag nahm die Stadtbaudirektion Stellung: „Derzeit erfolgt die Höhenüberwindung durch eine ca. drei Meter breite, einläufige Treppenanlage. Da der Höhenunterschied vom Niveau Tiergartenweg zum Niveau Plachelhofstraße zirka sechs bis sieben Meter beträgt, ist für die Überwindung eine Rampenlänge von über hundert Metern erforderlich. Diese ist nicht realisierbar.“ Schienenkonstruktionen seien für Kinderwägen, Rollatoren und Rollstühle keine barrierefreie Lösungsmöglichkeit, da keine Nutzungssicherheit gegeben wäre. Die Installation eines Treppenplattformliftes könnte nur Personen im Rollstuhl helfen. Deshalb sollen die Holding Graz Linien einen Durchladelift in Kombination mit einer Verringerung der Treppenbreite prüfen.

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