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20. September 2020

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- Samariterbund will Covid-Teststrecken einrichten: Neues Emergency Center für die Corona-Forschung in Graz - Mikroplastik in der Grazer Kläranlage unter die Lupe genommen - Baustart 2021: Kreisverkehr für St. Peter - Gedenkstein für geistig behinderte Nazi-Opfer - Gösting: Aufregung um ÖBB-Verschubarbeiten - Grazerin in der amerikanischen Waldbrand-Hölle - Jugendzentrum EggenLend ist gerettet - Aufsteirern als TV-Spektakel - Steffi Wergers Kultlokal hat neue Chefleut - Puzzles: In der Thalia wird jetzt gespielt

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 20. SEPTEMBER 2020 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Nicht jedes Rettungsauto hat rotes Kreuz W enn die Rettung gerufen wird, denkt jeder sofort ans Rote Kreuz. Die wenigsten wissen, dass es da u. a. noch den Rettungsdienst „Samariterbund“ (ASB) gibt. Dabei führt der ASB seit Jahren rund ein Drittel der Grazer Rettungsfahrten durch, verfügt über die neuesten technischen Errungenschaften, ein großes engagiertes Team und eine moderne Einsatzzentrale. Der Samariterbund agiert auf Augenhöhe mit dem Roten Kreuz, was man dort nicht gerne hört. Ohne den Samariterbund wäre die Qualität des Grazer Gesundheitswesens nicht aufrecht zu erhalten, betont der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio. Eines ist schwer zu verstehen. Der Samariterbund hat alle Österreich- und EU-Zertifikate, nur das steirische Zertifikat kommt und kommt nicht daher. Die Zertifizierung steckt irgendwo fest. Dabei wär’s aber längst Zeit, schon aus Respekt und Anerkennung für die ASB-Dienste. Welcher Rettungsdienst hat schon eine eigene wissenschaftliche Abteilung für Katastrophenforschung. Der ASB hat eine und ist für empirische Corona-Forschungen bereit. In Graz könnte der ASB auch noch eine Corona-Teststraße einrichten. Allerdings müsste die Stadt sagen, dass die eine in Mariatrost-Fölling nicht ausreicht. Sagt aber niemand, Fölling wird vom Roten Kreuz betreut, und das reicht offenbar völlig. Die Kläranlage der Stadt Graz reinigt das Abwasser von bis zu 500.000 Einwohnern. Bald sollen es noch mehr sein. STADTVERMESSUNG Mikroplastik in Kläranlage unter die Lupe genommen UMWELT. Mikroplastik in der Grazer Kläranlage in Gössendorf wird Thema im nächsten Landtag. Ab 2024 soll es eine entsprechende Reinigungsstufe geben. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Seit Umwelt- und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler kürzlich „Maßnahmen gegen die Plastikflut“ präsentierte, hat auch das Thema Mikroplastik wieder mehr Beachtung bekommen – also Plastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Die steirische Landtagsklubobfrau der Grünen Sandra Krautwaschl, die mit ihrer Familie schon seit mehr als zehn Jahren so gut wie plastikfrei lebt, nimmt nun die Grazer Kläranlage ins Visier. „Laut Studien gelten Kläranlagen als wesentliche Eintragsquelle für Mikroplastik. Die vergleichbare zentrale Kläranlage im slowenischen Ljubljana beispielsweise emittiert täglich ein Kilo Mikroplastik in den Fluss Ljubljanica“, so Krautwaschl. Klärschlamm – der fest-flüssige Abfall der Kläranlagen – wird oft als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen genutzt. Es wird geschätzt, dass auf diese Weise zwischen 125 und 850 Tonnen Mikroplastik pro Million Einwohner jährlich auf den europäischen Agrarflächen landen. „Mikroplastik belastet die Luft, die wir in Graz atmen, unsere Nahrung und das Wasser, das wir trinken!“, erklärt Krautwaschl. Von der zuständigen Landesrätin Ursula Lackner will sie in der kommenden Landtagssitzung am Dienstag deshalb genau wissen, wie hoch die Mikroplastik-Mengen in Graz sind und wie reinigungseffizient die Grazer Kläranlage in dieser Hinsicht ist. Sanierung steht an Da Graz jährlich um etwa 4000 Einwohner wächst, wird die Kläranlage jetzt übrigens vergrößert und modernisiert. Aktuell auf rund 500.000 Einwohner ausgelegt, soll sie bald für 815.000 Einwohner geeignet sein. „Im Mai ist die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt. Wir erwarten den Bescheid im Laufe des kommenden Jahres. Läuft es nach Plan, können wir 2022 zu bauen beginnen. Die Anlage wäre dann 2024 fertig“, erklärt die stellvertretende Konzernsprecherin der Holding Graz, Jana Trettenbrein, den Fahrplan. Im Rahmen der Sanierung soll laut Gemeinderatsbeschluss von Mai 2018 auch eine vierte Reinigungsstufe (nach der mechanischen und biologischen sowie der Schlammbehandlung) zur Beseitigung von Mikroplastik eingebaut werden. Grazer Kläranlage ■■Die Kläranlage der Stadt Graz befindet sich in Gössendorf. ■■Sie ist auf derzeit 500.000 Einwohner ausgelegt. Bis Herbst 2024 soll sie für 815.000 Einwohner ausgebaut werden. ■■75.000 Kubikmeter Abwasser werden täglich gereinigt. ■■22.000 Tonnen Klärschlamm fallen pro Jahr an. Dieser wird zur Fernwärmegewinnung verwendet. ■■20 Stunden dauert der Weg des Abwassers durch das Kanalsystem in die Kläranlage. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/254 09 76), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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20. SEPTEMBER 2020 www.grazer.at Baustart 2021: graz 7 Kreisverkehr für St. Peter VERKEHR. Bei einer Kreuzung in St. Peter wird schon seit 2018 ein Kreisverkehr gefordert und versprochen. Mit 2021 soll endlich gebaut werden. ■■ Im Kreuzungsbereich Karl- Huber-Gasse und Neufeldweg im Grazer Bezirk St. Peter fordern Anrainer bereits seit Herbst 2018 einen Kreisverkehr, um den Verkehr zu entlasten und Staus zu verhindern. Die Straßen sind in diesen Bereichen besonders stark befahren. Bis dato ist allerdings noch weit und breit kein Kreisverkehr oder ein ähnliches Konzept zu erblicken, obwohl der Gemeinderat im Oktober 2019 die Projektgenehmigung für die Planung und Errichtung des Kreisverkehrs beschlossen hat. Jetzt gibt es aber ein erstes Aufatmen für Bewohner und Co: „Derzeit sind die Planungen für die Einreichung und die Bauausführung im Laufen. Seitens der Behörde erging die Auflage, dass die Baustelle des Kreisverkehrs nicht zeitgleich mit den Bauarbeiten Ulrich-Lichtenstein- Gasse/Bertha-von-Suttner-Platz erfolgen darf“, so aus dem Büro von Stadträtin Elke Kahr. Genau aus diesem Grund startet die Arbeit für den neuen Kreisverkehr erst nach der Baustelle am Bertha-von-Suttner-Platz, die bis Ende September terminisiert ist. „Zwischenzeitlich ist auch eine Budgetsperre verfügt worden. Auch aus diesem Grund ist mit Start der Bauarbeiten beim Kreisverkehr 2021 zu rechnen“, heißt es aus dem Büro. VALI Im Kreuzungsbereich Karl-Huber-Gasse und Neufeldweg in St. Peter soll nach jahrelangen Forderungen 2021 ein Kreisverkehr kommen. KK I. Hartwig, G. Riegler, M. Jaroschka, K. Strobl, D. Karahasan (v. l.)KK Preis für Grazer Stadtschreiber ■■ Der ehemalige Grazer Stadtschreiber Dzevad Karahasan, der mittlerweile auch in Graz lebt und unterrichtet, hat den renommierten, mit 50.000 Euro dotierten Goethe- Preis erhalten. Stadtrat Günter Riegler reiste nach Frankfurt, um den Wahl-Grazer herzlich zu dieser hohen Auszeichnung zu gratulieren. Der Preis sei ein Bekenntnis zu Toleranz und Verständigung, hieß es in der Begründung der Verleihung an den Schriftsteller.

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