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20. September 2020

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- Samariterbund will Covid-Teststrecken einrichten: Neues Emergency Center für die Corona-Forschung in Graz - Mikroplastik in der Grazer Kläranlage unter die Lupe genommen - Baustart 2021: Kreisverkehr für St. Peter - Gedenkstein für geistig behinderte Nazi-Opfer - Gösting: Aufregung um ÖBB-Verschubarbeiten - Grazerin in der amerikanischen Waldbrand-Hölle - Jugendzentrum EggenLend ist gerettet - Aufsteirern als TV-Spektakel - Steffi Wergers Kultlokal hat neue Chefleut - Puzzles: In der Thalia wird jetzt gespielt

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Von der Hirnlosigkeit von wenigen ist es nicht weit zur Arbeitslosigkeit von vielen.“ Der in Graz lebende Vizekanzler Werner Kogler über die Einhaltung der Corona-Maßnahmen SIMONIS www.grazer.at 20. SEPTEMBER 2020 ASB: Corona-Tests und Die Projektion lädt noch bis 10. Oktober zum Staunen ein. ALEXANDRA GSCHIEL Videoanimation über der Mur ■■ An der Mur gibt es momentan täglich um 20 Uhr etwas zu sehen. Beim vom studio ASYNCHROME umgesetzten Kulturjahr-Projekt „Eve or Adam or what“ steht der Zusammenhang von Wasser und Leben im Mittelpunkt. Mittels Videoproduktion wird ein Animationsfilm, der den vielschichtigen Prozess der Evolution nachzeichnet, auf einer Wasserwand an der Mur beim Augarten dargestellt. Rund hundert Jugendliche werden gerade ausgebildet. ESTAG E-Campus nun feierlich eröffnet ■■ Mit einem Investvolumen von 10 Millionen Euro hat die Energie Steiermark nun nach 15-monatiger Bauzeit das österreichweit modernste Ausbildungszentrum für „Green Energy“ in Betrieb genommen. Im neuen „E-Campus“ können ab sofort rund 40 Prozent mehr Lehrlinge als bisher aufgenommen werden. Zur Eröffnung kamen auch die Bundesministerinnen Leonore Gewessler und Margarete Schramböck sowie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Der Grazer Vizebürgermeister M. Eustacchio, beeindruckt von der Technik im Notfall-Jumbo, rechts Einsatzleiter Peter Schilling jun. Kleines Foto: Katastrophenforscher Herbert Grossmann (l.) und ASB-Chef Peter Schilling.CAGRAN (2) derGrazer Glauben Sie an einen zweiten Lockdown? „Nein. Aus wirtschaftlichen Gründen glaube ich es nicht, auch wenn vielleicht neue Maßnahmen kommen.“ Laura Kaponig, 22, Studentin „Ja, sicher, wenn die Menschen weiterhin keine Disziplin haben. Wir haben aber nur ein Durcheinander.“ Franz Teizer, 85, Pensionist „Ich hoffe nicht und glaube auch nicht da ran, weil sich das Ganze einfach niemand mehr leisten kann.“ Marietheres Arvay, 47, Yogalehrerin Blitzumfrage „Ja, schon, wenn es mit den Festivitäten so weitergeht wie zuletzt. Hoffentlich wirken die Maßnahmen.“ Manfred Müller, 62, Pensionist ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Nein, das kann ich mir momentan nicht vorstellen. Das würde der Wirtschaft einfach zu sehr schaden.“ Patrick Rossmann, 27, Student

20. SEPTEMBER 2020 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP LUEF, KK Gratis-Öffis an Samstagen Zur Stärkung des Innenstadt- Handels können Grazer seit gestern samstags kostenlos die Öffis nutzen. Mangelnde Infos der Behörden Am Grazer BORG Monsberger und in einem Kindergarten in Tobelbad gab es Corona-Fälle. Die Leiter kritisierten die Kommunikation. FLOP ➜ Forschungszentrum EINSATZBEREIT. Der Samariterbund Graz bietet der Stadt die Einrichtung von Corona-Teststrecken an. Mit der Uni Graz werden in der Rettungsdienstzentrale Katastrophen wie die Pandemie wissenschaftlich erforscht. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der Samariterbund ist in Graz so etwas wie die zweite Säule des Rettungsdienstes. Mit 66 hauptberuflichen Mitarbeitern und mehr als 30 Rettungsfahrzeugen führt der Samariterbund in Graz bis zu 160 Fahrten am Tag durch. Jetzt hat der Samariterbund in der hochmodernen Einsatzzentrale in Puntigam auch eine eigene Wissenschaftsabteilung im Haus, die der bekannteste Katastrophenforscher Österreichs, Gerhard Grossmann, von der Uni aus leitet. Grossmann: „Wir haben in der Katastrophenforschung viel vor und werden jetzt auch zur Corona-Pandemie die Auswirkungen der Pandemie und deren Bekämpfung in der Gesellschaft empirisch erforschen. Medizinische Forschungen gibt es in einer Vielzahl, aber wenig empirische Katastrophen-Studien, die Vergleichbarkeiten ermöglichen. Wir haben da ein Konzept und werden wesentliche Daten sammeln.“ Weiters wird die Forschungsabteilung bei den Samaritern sich mit anderen Katastrophen, ausgelöst von Unwettern oder auch Terror, befassen. Grossmann: „Da gibt es ein großes Projekt mit dem ,Zentrum am Berg‘, wir planen da, unter der Erde eine U-Bahn-Station nachzubauen. Ein weiterer Schwerpunkt ist auch die Frage des Informationsmanagements, die gerade jetzt in der Corona-Krise wesentlich ist.“ Der Präsident des Arbeitersamariterbundes (ASB) für Steiermark, Peter Scherling, zu den Forschungsvorhaben: „Wir sind dafür bereit.“ Der Samariterbund Steiermark als eigenständige Teilorganisation bietet aber der Stadt auch an, Corona-Teststrecken einzurichten. Scherling: „Wir können jederzeit eine neue Covid-19-Teststrecke, wo immer in Graz gewünscht, errichten. Wir haben dafür ausreichend Personal sowie die Österreich-Zertifikate und Laborgarantien für Testergebnisse binnen 24 Stunden.“ Um starten zu können, braucht es aber einen Auftrag der Stadt. Vizebürgermeister Mario Eustacchio, der der ASB- Zentrale einen Besuch abgestattet hat, nahm das Angebot gerne mit. Dem Rettungsdienst, der jetzt mit dem Mercedes-Jumbo (Kosten rund 260.000 Euro) über den modernsten Notfall-Einsatzwagen Österreichs verfügt, wartet allerdings trotz höchster EU-Standards immer noch auf die längst fällige Zertifizierung durch das Land Steiermark. Ohne das steirische Zertifikat bekommt der Samariterbund keinen Cent aus den Rettungsförderungen von Stadt und Land, im Gegensatz zum Roten Kreuz. Kurz gefragt … ... Mario Eustacchio 1 Corona-Tests, nimmt Stadt ASB-Angebot an? Eustacchio: Sollte in Zukunft eine weitere Teststraße notwendig sein, freuen wir uns über jede Unterstützung. 2 Wird sich die Stadt bei der ASB-Forschungsarbeit einbringen? Eustacchio: Eine unterstützenswerte Initiative. Wenn Unterstützung der Stadt Graz benötigt wird,werde ich mich persönlich dafür einsetzen. 3 Dem Samariterbund fehlt die steirische Zertifizierung. Wo liegt da der Hund begraben? Eustacchio: Schon im Herbst 2019 hat meine Partei im Land einen Antrag auf Anerkennung eingebracht. Warum das so lange dauert, ist mir unverständlich.

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