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20. September 2020

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- Samariterbund will Covid-Teststrecken einrichten: Neues Emergency Center für die Corona-Forschung in Graz - Mikroplastik in der Grazer Kläranlage unter die Lupe genommen - Baustart 2021: Kreisverkehr für St. Peter - Gedenkstein für geistig behinderte Nazi-Opfer - Gösting: Aufregung um ÖBB-Verschubarbeiten - Grazerin in der amerikanischen Waldbrand-Hölle - Jugendzentrum EggenLend ist gerettet - Aufsteirern als TV-Spektakel - Steffi Wergers Kultlokal hat neue Chefleut - Puzzles: In der Thalia wird jetzt gespielt

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30 motor www.grazer.at 20. SEPTEMBER 2020 Captur E-Tech: Teilzeit-Stromer als Blockbuster Renault Captur E-Tech Plug-in-Hybrid ■■Motor: 1,6 Liter, 4-Zylinder Benzin- plus E-Motor, Systemleistung 159 PS (117 kW), Benzinmotor 92 PS (68 kW), E-Motoren 67 PS (49 kW). Beschleunigung 0–100 km/h in 10,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 173 km/h (135 elektrisch), Frontantrieb, Hybrid-Automatikgetriebe ■■Verbrauch: kombiniert 1,4–1,7 Liter pro 100 km, C0 2 -Emissionen 32 g/km, Treibstofftank 37 Liter, Abgasnorm Euro 6dtemp ■■Abmessungen: Länge 4,22 Meter, Breite 1,79 Meter, Höhe 1,57 Meter, Eigengewicht 1625 Kilo, Radstand 2639 mm, maximales Ladevolumen 265 bis 1118 Liter ■■Preis: ab 33.790 Euro (Basismodell Captur 17.692 Euro) ■■Autohaus: Autohaus Vogl+Co, Graz, Schießstattgasse 65, Tel. 0 316/8080-0, www.vogl-auto.at PLUG-IN-HYBRID. Der kleine Crossover-SUV ist für Renault ein Blockbuster. Das erfolgreiche Modell aus Frankreich kommt jetzt auch teilelektrifiziert. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Du drückst auf den Startknopf und nichts ist zu hören. Nur am Display zeigt der Renault Captur an, dass er ready to go ist. Leichter Druck aufs Gas, und lautlos setzt sich der kleine kompakte Crossover- SUV in Bewegung. Der Startvorgang ist somit ein rein elektrischer, das fühlt sich auch so an. Technisch ist der Teilzeit-Stromer genial aufgestellt. Der Vierzylinder-Benzinmotor hat 92 PS, dazu kommt ein Elektromotor mit 67 PS und ein Hochvolt-Starter-Generator mit 34 PS. Zusammen verfügt der Plug-in-Hybrid über fast 160 PS. Besonders stolz sind die Franzosen auf die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 10,5 Kilowattstunden. Das sind Akkus, die nie leer werden. Immer ist ein wenig Reststrom verfügbar, auch wenn man noch keine Ladestation aufgesucht hat. Von all den technischen Feinheiten bekommt der Fahrer eigentlich nicht viel mit. Der Wagen liegt vom ersten Kilometer an gut auf der Straße. Das 8-Gang-Automatikgetriebe arbeitet harmonisch, und der Captur liefert den Sprint von 0 auf 100 km/h in 10,1 Sekunden. Rein elektrisch kann man aus dem SUV eine Spitzengeschwindigkeit von 135 km/h herausholen, mit dem Benziner steigert sich die Spitze schnell auf 175 PS. Der durchschnittliche Verbrauch wird von Renault mit 1,4 bis 1,7 Liter angegeben, etwas über zwei Liter kommt der Sache schon näher. Die elektrische Reichweite bei Plug-in-Hybrid-Fahrstil: 54 Kilomter.

20. SEPTEMBER 2020 www.grazer.at motor 31 Wer die angegebenen Verbrauchswerte erreichen möchte, sollte allerdings den Captur öfters aufladen. Das geht relativ schnell. Daheim über die Haushaltsteckdose dauert das maximal fünf Stunden, über eine Dreiphasen-Wallbox mit 3,7 kW Leistung nur drei Stunden. Die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie, wird durch die Motorbremse erreicht. Das lässt, wie gesagt, die Batterie nie leer werden. Der kleine SUV hat ein sympathisches Äußeres. Man steigt gern ein in so ein Auto und freut sich über die Farben. Man sitzt sehr hoch, ein echter Riese hätte da seine Troubles, er würde dem Glasdach ziemlich nahe kommen. Mit meinen 1,78 Metern sitze ich da aber sehr bequem. Auch im Inneren wirkt der Captur fast schon elegant. Das Infotainment ist ein weiterer Pluspunkt: Ein 9,3 Zoll großer Multimedia-Touchscreen und ein 10,2 Zoll großes personalisierbares Instrumentendisplay gefallen auf Anhieb. Eigenwillig designt ist auch der futuristisch wirkende Schalthebel, der auf den Namen „E-Shifter“ hört. Das smarte Cockpit liefert dem Fahrer alle wesentlichen Informationen. Da wundert es keinen, dass der Captur auch technisch hochgerüstet ist. Der kleine Franzose hat da viel zu bieten. Hier ein kleiner Auszug: Einparkhilfe hinten, Geschwindigkeitswarner, Heckleuchten mit 3D-LED und Lichtsignatur in C-Form. Navigationssystem Easy-Link mit Bose-Soundsystem, überall LED-Scheinwerfer, Regensensor, Rückfahrkamera, induktive Ladung für Smartphone. Weiters abgedunkelte Scheiben hinten, Tempomat, Totwinkel-Assistent und und und ... Das Fahren war rundum ein Vergnügen. In der Stadt, in Graz mehr rund um die Stadt, macht der Captur eine gute Figur. Auf den Landstraßen mag die straffe Federung schlechte Straßenstücke gar nicht. Allerdings schafft der Teilzeit-Stromer auch Rumpelpisten. Auf der Autobahn ist der Captur zwar kein Rennauto, aber gut unterwegs und macht durchaus Lust auf Reisen. Plugin-Hybride werden immer beliebter. Und der neue Renault Captur E-Tech ist der beste Beweis. Futuristisch wirkender Automatikschalthebel und tolles Infotainment LUEF-LIGHT (4) Das gesamte Interieur, das urban wirkende Cockpit, all das macht das Innenleben des Renault Captur E-Tech so angenehm für den Fahrer. Die Holding Graz hat bereits Wasserstoff-Busse getestet, und früher oder später wird man auch hier auf neue Antriebsformen umstellen. SCHERIAU Auto-Zukunftsmusik: Sound of Wasserstoff GELDFRAGE. Wenn Wasserstoffautos leistbarer werden, wollen viele umsteigen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Deutschen würden zu knapp einem Drittel auf ein Wasserstoffauto umsteigen. Das ergab eine Umfrage der Plattform „Kryptoszene“. Demnach würden sich 30 Prozent der Deutschen bei bezahlbaren Preisen ein Wasserstoffauto kaufen. Und auch an den Börsen glaubt man, dass Wasserstoff die Antriebstechnologie der Zukunft ist. Die Bundesrepublik Deutschland liegt mit 85 Wasserstofftankstellen im europäischen Spitzenfeld. Bereits jetzt sollen Wasserstoffaktien an den Börsen Gewinner der Stunde sein, behauptet zumindest Kryptoszene. Ganz anders sieht die Situation in Österreich aus, vor allem was die Tankstellen für Wasserstoffautos betrifft. In Graz gibt es gerade mal zwei Tankstellen, davon eine in Liebenau. Die OMV betreiben 13 Wasserstofftankstellen in Österreich und in Deutschland. Aber die Vision von Wasserstoffautos auf unseren Straßen rückt immer mehr in Richtung Realität. AVL Graz hat vor kurzem einen Prototyp vorgestellt, der einen Brennstoffzellen- Batterieantrieb nutzt. Dass der Klima- und Energiefonds das 5,8 Millionen Euro kostende Projekt mit 3,6 Millionen Euro fördert, unterstreicht die Bedeutung des Unterfangens, dass eigentlich einen Hybrid 2.0 hervorbringen wird. Die gegenwärtig am Markt verfügbaren Autos mit Wasserstoffantrieb werden in Korea und Japan (Hyundai, Toyota, Honda) erzeugt. Weltweit sind bereits über 11.000 derartige Pkw am Markt. Für ein erstes (begrenztes) Netz sind im Bundesgebiet von Österreich 30 bis 40 Wasserstoff-Tankstellen erforderlich. Da ist noch sehr viel zu tun. Die Reichweite eines mit Wasserstoff angetriebenen Pkw beläuft sich auf circa 500 Kilometer.

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