7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 7 Monaten

20. Juni 2021

  • Text
  • Stadtpokal
  • Univiertel
  • Drogentote
  • Fahnenverbot
  • Opernpavillon
  • Fahnen
  • Graz
- Opernpavillon wird nach 30 Jahren umgebaut - Film ab für Grazer Autokino - Fahnenverbot in Herrengasse - Immer mehr Drogentote in Graz - Grazer Univiertel bleibt geschlossen - Spannung im Grazer Stadtpokal

12 graz www.grazer.at

12 graz www.grazer.at 20. JUNI 2021 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at „Wohnen im Grünen“ Die Grazer Luftgüte ist unter jeder Kritik (laut EU-Studie Platz 234 von 323!!), und trotzdem wird jedes kleinste Fleckerl Grün versiegelt. Z. B. auf etwas mehr als 800 qm sollen 7 Wohnungen gebaut werden! Und immer wieder der Slogan „Wohnen im Grünen“. Gerda Menninger, Graz * * * „Urwald Mur“ Die Stadt Graz fördert mittels Zuzahlung die Neupflanzung von Bäumen durch Private. Im günstigsten Fall wird es aber Jahrzehnte dauern, bis der Verlust tausender ausgewachsener Bäume kompensiert werden kann, die für die Kraftwerksbauten im Grazer Feld und in Graz abgeholzt wurden. Wer den früheren Zustand mit den jetzigen, weitgehend schattenlosen, für „Erholung“ bestimmten Uferflächen vergleicht, kann das Ausmaß des Verlustes ermessen. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl meinte kürzlich hingegen, die Mur sei früher lediglich „Urwald“ gewesen, und drückte damit bedauerlicherweise Geringschätzung für naturbelassene Zustände aus. Viktor Pölzl, Graz * * * Schon sehr überzogen Zum „Hero/Zero“ in unserem Sportteil: Die Finalniederlage von Ertl/Kratz beim Pro80 in Graz als „Zero“-Leistung einzustufen, ist, so finde ich, ein ziemlich falsches Zeichen. Natürlich ist die Niederlage bitter, aber einen 2. Platz bei einem 16er- Teilnehmerfeld so negativ darzustellen, lässt einen gewissen Respekt gegenüber der Leistung der Sportler vermissen. Passend dazu möchte ich mit der Teilüberschrift direkt unter Hero/ Zero schließen: Die Leistung von Ertl/Kratz als Zero-Leistung einzuordnen, „halte ich für völlig überzogen“. Gernot Schirmbacher, Graz * * * Rücksicht und Toleranz Zum Bericht, ob Schutzwege noch sicher sind: Ich habe mit großem Interesse Ihren Artikel über die Sicherheit auf Schutzwegen gelesen. Ich selbst bin Fußgänger, Radfahrer und Kfz-Lenker, kenne also die unterschiedlichen Blickwinkel des Straßenverkehrs. Nicht wegzudiskutieren ist, dass wir auf der Straße eine große Gemeinschaft bilden, die ohne Vorsicht, Rücksicht und Toleranz jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers nicht auskommt. Wenn jeder, und ich meine wirklich jeden Verkehrsteilnehmer, entsprechende Vorsicht und Rücksicht anwenden würde, würde sich die Unfallzahl nochmal drastisch reduzieren. Meines Erachtens ist ein ganz großes Problem, dass Schutzwege den Fußgängern Unverwundbarkeit suggerieren und damit ein extrem unvorsichtiges Verhalten generieren! Was ich z. B. meine: wenn sogenannte Handyzombies, Fußgänger mit dem Blick auf das Handy und Kopfhörern in den Ohren, ohne Vorankündigung den Schutzweg betreten. Mütter mit Kleinkindern, ohne sich über den Verkehr ein Bild zu machen, einfach über den Schutzweg gehen und damit ihre Kinder den unvorsichtigen Umgang mit Schutzwegen lehren. Kinder aus Schulen drängen und ohne sich ein Bild über den Verkehr zu machen, in großen Gruppen über die Schutzwege rennen, gehen oder stolpern. Da kann es schon passieren, dass ein Kind in ein vor dem Schutzweg angehaltenes Auto hineinläuft – soll schon passiert sein. Selbstverständlich müssen auch die Kfz-Lenker das Ihre dazu tun, um den Verkehr für alle sicherer zu machen! Der Verkehr besteht aber nun mal aus ALLEN Verkehrsteilnehmern, die vor allem zur eigenen Sicherheit Vorsicht, Rücksicht und Toleranz an den Tag legen sollten. Hans Christian Kerschischnik, Graz Hart bei Graz: Feuerwehrhaus AUFREGUNG. Die Freiwillige Feuerwehr in Hart bei Graz beklagt ein zu kleines und veraltetes Feuerwehrhaus, es fehlen aber Geld und Raum. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Wir platzen aus allen Nähten“, klagt Peter Preuss, Kommandant der Feuerwehr in Hart bei Graz. Seit Jahren kämpft er um ein neues Feuerwehrhaus, bisher vergeblich. „Die Größe einer Feuerwehr richtet sich nach der Gemeinde“, erklärt er. In Hart habe man in seiner Laufbahn drei Kategoriensprünge gemacht, auch die Mannschaft sei gewachsen: „Wir bekommen ein Norm- Einsatzfahrzeug nicht einmal in das Feuerwehrhaus. Schon jetzt gab es Beinahe-Unfälle: Weil links und rechts so wenig Platz ist, wäre ein Kollege fast erdrückt worden.“ An wem liegt’s? Hoch kommt das Thema, weil die Opposition um die SPÖ mit Vizebürgermeisterin Andrea Ohersthaller es wieder in den Gemeinderat brachte, allerdings ohne Erfolg. Konkret hat man den Park&Ride- Parkplatz an der Grenze zu Autal als ideales Grundstück ausgemacht. Laut Preuss und Bezirksfeuerwehrkommandant Gernot Rieger sei nun die Gemeinde am Zug. „Das Gebäude ist völlig veraltet. Wir können aber erst tätig werden, wenn die Gemeinde die Infrastruktur bereitstellt,“ erklärt Rieger. Bürgermeister Jakob Frey hingegen spielt den Ball weiter ans Landesfeuerwehrinspektorat: „Wir haben viele Projekte und nicht genug Geld. Deshalb befinden wir uns in einem Priorisierungsprozess, bei dem die neue Volksschule an ers-

20. JUNI 2021 www.grazer.at graz 13 sorgt für Ärger ter Stelle steht.“ Es werde wohl noch zwei bis drei Jahre dauern. „Auch wir wollen ein neues Gebäude, das Grundstück wurde vom Landesfeuerwehrinspektorat aber abgelehnt.“ Tatsächlich zeigt man sich dort skeptisch: „Ich habe Bauchweh, weil das neue Gebäude sehr nahe an der Feuerwehr Autal und weit weg vom Ortszentrum wäre“, so Landesfeuerwehrinspektor Michael Miggitsch. Dass es kein anderes mögliches Grundstück gäbe, bezweifelt er, man werde aber weitere Gespräche suchen. Notfalls sei auch der vorgeschlagene Standort eine Möglichkeit. Die SPÖ will im Juli erneut Druck machen, laut Preuss wäre der vorgeschlagene Standort ideal: „Wir würden keine Anrainer belästigen und an der schnellsten Straße liegen. Außerdem liegen andere Feuerwehren näher beisammen.“ Beim aktuellen Feuerwehrhaus in Hart bei Graz gibt es massive Platzprobleme.KK

2021