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20. Jänner 2022

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- Impfpflicht im Bund beschlossen – und die Folgen für Graz - Viele Landesstraßen werden heuer in Graz und Umgebung saniert - Gemeinderat traf sich zur ersten Sitzung 2022 - Banksy-Ausstellung kommt in den Grazer Citypark

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4 graz www.grazer.at 20. JÄNNER 2022 Energiekostenzuschuss erhöht, Verkehrsdebatte: Gemeinderat traf sich zur ersten Sitzung 2022 In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres wurde rege diskutiert. STADT GRAZ/FISCHER POLITIK. Bei der ersten Gemeinderatssitzung wurde die Erhöhung des Energiekostenzuschuss beschlossen, auch EU-Projekte laufen weiter. Daneben war auch der Innenstadt-Verkehr großes Thema. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Am heutigen Donnerstag stand die erste Gemeinderatssitzung in diesem Jahr an. Nur zwölf Punkte standen auf der Tagesordnung – darunter die Energiekostenaktion 2022 im Rahmen der Sozialcard, inklusive Erhöhung von 75 auf 100 Euro. Der Beitrag wird Grazern mit geringem Einkommen künftig automatisch, ohne das Stellen eines Antrags, ausbezahlt. Ausgenommen von der automatischen Auszahlung sind Personen, die sich in stationären Einrichtungen, etwa in Pflegeheimen, befinden. Für die Umsetzung der Maßnahme wurde eine Aufwandsgenehmigung von einer Million Euro beschlossen. Außerdem wurde die Finanzierung zentraler sozialer Dienste in Graz einstimmig für das erste Halbjahr verabschiedet, darunter betreutes Wohnen, mobile Dienste und Tages- bzw. Demenzzentren. Weiters wurden EU-Projekte verlängert, darunter das Projekt „Dynaxibility4CE“, das sich mit Strategien zur Weiterentwicklung im Bereich der Mobilität auseinandersetzt, sowie das GrazLog- Projekt, wo es um die Etablierung eines innenstadtnahen Güterlogistikhubs geht. Der Testbetrieb wurde bis Jänner 2023 verlängert. Innenstadt & Verkehr Daneben brachten die Parteien noch einige andere Themen ein. So befragte etwa FPÖ-Klubobmann Alexis Pascuttini Bürgermeisterin Elke Kahr hinsichtlich der im Regierungsprogramm enthaltenen „Neuausrichtung der Ordnungswache“. Laut Kahr gehe es dabei vor allem um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Neos- Abgeordnete Sabine Reininghaus wiederum machte die Leerstände in der Stadt zum Thema – und forderte von Vizebürgermeisterin Judith Schwentner sich für die Attraktivierung der Annenstraße durch Begrünung einzusetzen. Die Grünen um Klubobmann Karl Dreisiebner forderten per dringlichem Antrag ein Bekenntnis zu „mittel- und langfristiger Flächensicherung“ und „zum Halten von bebauten und unbebauten Flächenreserven für die nächsten Generationen“. Koalitionsintern war man sich einig. Elke Heinrichs von der KPÖ beantragte, dass der Gemeinderat sich für eine Ausnahmeregelung zur vorübergehenden Aufhebung der Patentrecht auf Corona-Impfstoffe ausspricht – nach langer Debatte wurde der Antrag angenommen. David Ram von den Grünen setzte sich dafür ein, dass die Stadt sich für den „European Green Capital Award“ bewirbt. SPÖ-Gemeinderätin Daniela Schlüsselberger brachte einen dringlichen Antrag ein, wonach ein Berechnungsmodell entwickelt werden solle, um Volks- und Mittelschulen auf Basis des Sozialindex zusätzliche schulautonome Mittel zur Verfügung zu stellen. Die ÖVP um Daniela Gmeinbauer stellte den Antrag, dass ein Gesamtplan für die Zukunft der innerstädtischen Mobilität vorgelegt wird. Dieser soll auf einem Bürgerbeteiligungsprozess basieren, Wirtschaftstreibende und Experten einbinden und einen Ausgleich zwischen Fußgängern, Radfahrern sowie Autofahrern schaffen. Der Antrag wurde abgelehnt. Auch die FPÖ machte den Verkehr zum Thema und forderte ein Bekenntnis für den Wirtschaftsstandort und, dass eine autofreie Innenstadt nicht „ohne vorausgehende umfassende Beteiligung der Wirtschaftstreibenden und Anrainer“ durchgeführt wird. Die Neos forderten gratis FFP2- Masken am Jakominiplatz, die SPÖ stellte den Antrag, dass die Stadt sich dafür einsetzen solle, dass Long-Covid in die Liste anerkannter Berufskrankheiten aufgenommen wird. Die FPÖ brachte außerdem einen dringlichen Antrag ein und forderte die Stadt auf, zu prüfen, welche Möglichkeiten es gebe, um die Errichtung einer Moschee in der Lazarettgasse zu unterbinden. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENAN- NAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. 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20. JÄNNER 2022 www.grazer.at graz 5 Der Kinderfreund der Afritschgasse Grazer Straßen WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk freut sich über das Lehrlingsplus. WOLF Lehrlingsbilanz: Graz top ■ 2020 ging die Zahl der Lehrlinge um 8,8 Prozent zurück, 2021 gab es aber, das zeigt die aktuelle Lehrlingsbilanz der WKO, ein kräftiges Plus. 4778 Jugendliche starteten eine duale Ausbildung in der Steiermark, das entspricht einer Zunahme von 274 Lehranfängern beziehungsweise 9,8 Prozent. Damit ist die Zahl der neuen Lehrlinge sogar höher als vor der Pandemie – was WKO- Steiermark-Präsident Josef Herk begeistert: „Wir müssen heute dafür sorgen, dass morgen nach Corona genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.“ Regional wurden die meisten Lehrlinge in Graz ausgebildet (3732), gefolgt vom Bezirk Graz-Umgebung (1500). Der Top-Lehrberuf ist weiterhin Metalltechnik, darauf folgen Einzelhandelslehrberufe. 5460 Lehrabschlussprüfungen wurden im Vorjahr positiv absolviert. Die Afritschgasse im Bezirk Lend liegt gleich gegenüber vom Volksgarten. Anton Afritsch wurde am seine Frau Amalia. Das Paar 8. Dezember 1873 in Klagenfurt geboren und wuchs bei Afritsch in den Grazer Gemein- bekam fünf Kinder. 1917 wurde seinen Großeltern auf. Später derat gewählt, zwei Jahre später schloss er eine Lehre als Tischler ab. Nach seinem Militärte sich in seiner Funktion sehr wurde er auch Stadtrat. Er setzdienst kam er zunächst nach für den Bau von Schulen und Linz und später nach Graz. Er Kindergärten in Graz ein und begann für die sozialistische führte auch den schulärztlichen Zeitung der „Arbeiterwille“ zu Dienst ein. Mehrmals war er schreiben. 1908 gründete er auch Obmann des Arbeiterabstinentenbundes. Anton Afritsch den Verein „Arbeiterverein Kinderfreunde“. Afritsch heiratete starb am 7. Juli 1924 in Graz. KK

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