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20. Jänner 2019

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- Raser werden künftig öfter kontrolliert: Straßenamt prüft Hinweise unserer Leser - Rund 3000 Einwohner mehr: Graz wächst weiter - Neue Tegetthoffbrücke wie ein Schiff - Grazer Murkraftwerk: Kritik an Öko-Maßnahmen - Bei Notfall darf es keine Sprachbarrieren geben - Am Tummelplatz tut sich was: MM-Leiter sperrt neues Lokal auf - Start in die Ballsaison

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8 graz www.grazer.at 20. JÄNNER 2019 Neue Tegetthoffbrücke Statt Auslauf auf grüner Wiese kommen Wohnhäuser. KK Grünraum für Kinder geopfert ■■ Altstadtschützer Peter Laukhardt tobt: Die Stadt Graz hat zu Lasten von Kindern einen stadteigenen Wald verkauft. „Als man die Volksschule Mariagrün aufließ, hat man den protestierenden Eltern versprochen, dass am neuen Standort in der Schönbrunngasse 30 die Kinder im grünen Umfeld mehr Auslauf hätten. Auf dieser Wiese werden jetzt von der GBG drei Wohnhäuser und eine Tiefgarage errichtet. Auslauf künftig auf Parkplatz?“ Begrünte Straßenbahntrasse, Aussichtsturm, Gärten und Grünzonen, Kinderspielplatz, Lifte, Promenade und vieles mehr bietet die Tegetthoffbrücke als Expeditionsschiff auf der Grazer Mur in einer Designidee. RENDERING: CHRISTIAN GUMBOLD ANZEIGE Tablets machen Schule inklusiv Toll. Die Volksschule Viktor Kaplan ist ein Vorreiter in Sachen Inklusion und setzt gezielt auf Digitalisierung. Zum Einsatz kommen dabei echte Experten: Menschen mit Behinderung. GETTY Inklusion schreibt man an der Grazer Volksschule Viktor Kaplan richtig groß: Unter den mehr als 340 sind rund 20 Schüler mit Behinderung in den unterschiedlichen Schulstufen. Unternommen wird alles, damit das „Anderssein ein Normalzustand“ wird. Das Motto: „Jedes Schulkind soll die Möglichkeit haben, nach seinen Anforderungen wirklich gut aufgehoben zu sein.“ Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die Schule schon ein Leuchtturm in Sachen Inklusion. Ganz bewusst setzt man in der Volksschule seit einiger Zeit auf Digitalisierung – ein Beispiel dafür, dass die viel diskutierte Entwicklung auch ihre positiven Seiten hat. Gefördert vom Sozialressort des Landes Steiermark findet in der Schule inklusives Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung statt, indem Tablets und entsprechende Apps eingesetzt werden. Barrierefreies Lernen bedeutet somit auch Zu- und Umgang mit digitalen Medien und die Chance darauf, Benachteiligung dank technischer Hilfsmittel auszugleichen. Und: Die erworbenen Kompetenzen, betonen Experten, erhöhen auch die Berufschancen. Als Instruktoren kommen Menschen mit Behinderung zum Einsatz. Barrierefreies Graz www.grazer.at Der gelernte Umgang mit Tablet, Laptop & Co hilft Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt.

20. JÄNNER 2019 www.grazer.at graz 9 wie ein Schiff VISIONEN. Die Tegetthoffbrücke wird neu gebaut. Unter den Ideen findet sich ein Vorschlag, die Brücke als Schiff neu zu gestalten. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Da die in den Jahren 1974/75 errichtete Grazer Tegetthoffbrücke künftig auch mit Straßenbahnen befahren werden soll, muss, so sagen die Statiker, entweder die Brücke ertüchtigt (also aufwendig statisch verstärkt) oder aber überhaupt völlig neu gebaut werden. Die Stadt Graz entschied sich für den Neubau, und bei einer Ideensuche kamen auch schon konkrete Vorstellungen, wie so eine neue Tegetthoffbrücke aussehen könnte. Unter den Einsendungen sind die Ideen des Grazer Industrie-Designers Christian Gum- bold die bislang coolsten. Er hat gemeinsam mit dem Innolab und der Studienrichtung Innovationsmanagement der FH Campus 02 ein Ideenkonglomerat vorgelegt, das die Brücke in Form eines Schiffes im Fokus hat. In Anlehnung an das Forschungsschiff „Admiral Tegetthoff“, das 1872 eine legendäre Polarexpedition unternahm, sieht man hier die neue Tegetthoffbrücke als „Expedition an der Mur“. Die Brücke soll Begegnungspunkt auf, an und über der Mur in verschiedenen Höhen und Zonen werden. Andere Ideen: eingehauste Brücke mit Gastro-Bereich, ähnlich wie die Ponte Vecchio in Florenz, weiters eine begrünte Brücke und Brücken mit mehreren Stockwerken. Die europaweite offizielle Ausschreibung soll Ende Februar rausgehen. Die neue Brücke soll Mitte 2022 eröffnet werden und befahrbar sein. Die Baukosten werden von Experten auf mehr als drei Millionen Euro geschätzt. Simone Schmiedtbauer wird von LH Hermann Schützenhöfer (l.) und Geschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg ins EU-Rennen geschickt. STVP/FISCHER Schwarze Europäer ■■ Der Landesparteivorstand der Steirischen Volkspartei beschloss einstimmig, Simone Schmiedtbauer als Spitzenkandidatin für die kommende EU- Wahl im Mai zu nominieren. Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sieht in Schmiedtbauer eine „kompetente und engagierte Politikerin, die bereits über viel Erfahrung verfügt. Wir werden alles dafür tun, dass unsere Spitzenkandidatin ins EU-Parlament einzieht und damit die steirischen Interessen vertreten kann.“ Neben Schmiedtbauer kandidieren für die Steirische Volkspartei Patrick Dorner, Anita Höller, Beatrice Saurer sowie Corinna Scharzenberger.

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