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20. Dezember 2020

- Noch immer keine Corona-Hilfe, Druck auf Politik wächst: Gastro-Lieferanten wollen den Staat klagen - Gösting: Bund erteilt einem Verkehrsknotenpunkt vor 2040 eine Absage - Lieboch: Der Ortskern soll ausgedehnt werden

12 graz www.grazer.at

12 graz www.grazer.at 20. DEZEMBER 2020 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Unglaublich! Dieser Tage wollte ich wie immer meinen Weihnachtsbrief in die Schweiz aufgeben, so, wie ich es schon jahrzehntelang tat. Die Antwort der Postfilialangestellten: So geht das nicht mehr, der Brief muss in eine Plastikfolie (in Zeiten, in denen man selbiges eindämmen will), dazu muss ein Formular ausgefüllt und der Brief als Paket aufgegeben werden. Nach einigen Diskussionen erklärte die Schalterdame, auf „eigenes Risiko“ könne ich den Brief wie immer aufgeben. Ich verlangte eine Weihnachtsmarke, diese sind aber nur ab fünf Stück erhältlich. Somit klebte man mir diesen nichtssagenden Streifen drauf (wie weit sind wir kulturell schon gesunken?). Ich frage mich, ob Verantwortlichen in der Vorstandsetage langweilig oder jeglicher gesunder Hausverstand abhandengekommen ist, dass solcher Schwachsinn verlangt wird. Auf Antworten der Obrigkeit wäre ich gespannt! Gerhard Sammer, Graz * * * Danke für Bericht Liebe Frau Leitold, vielen Dank für Ihren treffenden Kommentar und dem „Grazer“ für seine Berichterstattung über den Menschenrechtsbericht zu Graz an der Schwelle zum 20-Jahr- Jubiläum der Menschenrechtsstadt. Menschenrechte beginnen in Wirklichkeit auf der lokalen Ebene, und der „Grazer“ leistet immer wieder wertvolle Beiträge dazu, wofür herzlich zu danken ist. Wolfgang Benedek, Graz * * * Girardihaus darf leben Die erlösende Nachricht von Bürgermeister Nagl von der Rettung des aus dem 16. Jh. stammenden Geburtshauses war ein Weihnachtsgeschenk für viele Grazer, die ihre Stadt noch immer als Kulturhauptstadt sehen wollen. Als zuletzt die Meldungen vom Abbruchbescheid der Baubehörde und vom Sicherungsauftrag des Denkmalamtes bekannt geworden waren, fiel es schwer, an die optimistischen Aussagen der Politiker zu glauben. Die Idee mit einem Baurecht hat nun tatsächlich den „gordischen Knoten“ zerschlagen. Dazu ist der Stadt zu gratulieren! Man darf ja hoffen, dass sie die Kosten für das Baurecht durch Vermietung an den Bund und die Gastronomie hereinbringen kann. Dass der Eigentümer so gut aussteigt, ist dem untauglichen Denkmalschutzgesetz geschuldet. Die Anstrengungen vieler Altstadt-Liebhaber wurden jedenfalls belohnt. Sie sehen sich jetzt erfreut am Beginn einer neuen Ära, die das Bauerbe würdigt, das unserer baugeschichtlich so bedeutenden Stadt Graz ihr einzigartiges Fluidum verleiht. Sie werden die Bemühungen um die Erhaltung des Grazer Bauerbes engagiert fortsetzen und weiter wachsam bleiben. Peter Laukhardt, Graz * * * Distanz ist schaffbar Zum Bericht über die Umleitung bei der Buslinie 85. Ich kenne sie und bin in diesem Bereich zuhause. Die Umleitung dieser Linie mag für Menschen mit Behinderung ein Problem darstellen. Für die übrigen ergeben sich durch die neue Regelung Fußwege von max. 100 bis 300 Meter. Für nicht Gehbehinderte müsste diese Distanz eigentlich schaffbar sein. Man kann sich über ALLES aufregen. Günter Wallner, Graz * * * Spielplatz bleibt! Nachtrag zu unserer Geschichte: Der Stadtpark wird zum Naturerlebnispark. Etliche Leser haben die Befürchtung ausgesprochen, dass im Zuge der Neugestaltung und Errichtung eines Info-Points der derzeitige gern besuchte Kinderspielplatz verschwindet. Dem ist natürlich nicht so, der Spielplatz bleibt, so die Zusicherung aus dem Bürgermeisteramt. Der Architekt hat den Spielplatz nur nicht im Rendering eingezeichnet. Auch auf der Passamtswiese ändert sich nichts. (Anm. d. Redaktion) „Open-Air-Messe“ WEIHNACHTLICH. Der Bezirksrat von St. Leonhard stellte am Kaiser-Josef-Platz den Christbaum auf, am Heiligen Abend gibt es eine Messe vor der Kirche. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Weihnachtsstimmung am größten Grazer Bauernmarktplatz, dem Kaiser- Josef-Platz. Bereits gestern, Samstag, konnten die Besucher des Marktes den vom Bezirksrat St. Leonhard aufgestellten Baum bewundern. Andreas Molnár, Bezirksvorsteher: „Die Beleuchtung des Baumes wurde durch den Graz Tourismus beigesteuert, Förster der GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz) haben den Baum aufgestellt.“ „Im Bezirk St. Leonhard leben viele ältere Menschen, die“, so Molnár, „heuer allein Weihnachten feiern müssen. In vielen Anrufen beim Bezirksrat haben ältere Menschen ihre Furcht vom alleine Feiern geäußert.“ Matthias Weigold, Pfarrer der Heilandskirche: „Gerade in dieser schwierigen Zeit sind die Pfarren in allen Bezirken für die da, die sich alleine fühlen.“ Erstmalig wird am 24. Dezember um 17 Uhr coronabedingt ein Freiluft-Gottesdienst der Pfarrgemeinde Heilandskirche am Kaiser-Josef-Platz stattfinden, um so „sicher den Heiligen Abend zu feiern“. Und wie geht es mit dem Markt am Kaiser-Josef-Platz weiter? Molnár: „Ich denke, der Markt bleibt so wie Geschäfte, die Lebensmittel verkaufen, offen. Der Besucherstrom hat sich unter der Woche gut verteilt. Allerdings fehlt die Gastro enorm, sie trägt viel zum besonderen Flair des Marktes bei.“ Am Samstag war der Markt allerdings dicht besucht, Abstand halten wurde so zu einer Herausforderung.

20. DEZEMBER 2020 www.grazer.at graz 13 und Christbaum Andreas Molnár, Bezirksvorsteher St. Leonhard (links), und der Pfarrer der neben dem Markt befindlichen Heilandskirche, Matthias Weigold, mit dem Baum KK SIMONIS Zum Wohle ALLER Ein Jahr mit vielen Einschränkungen und Reglementierungen neigt sich zu Ende zu! Ein Jahr, in welchem unsere engagierte Regierung, mit Bundeskanzler Sebastian Kurz an der Spitze, unzählige, wichtige gesundheits- u. sicherheitspolitische Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie setzte, zum Wohle ALLER! Zu den wichtigsten Werkzeugen neben Mund-Nasen- Schutz, Abstandhalten und Händewaschen bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus gehören auch Tests, an denen in Graz erfreulicherweise viele ältere Personen teilnahmen. Der nächste erfreuliche Schritt gegen die Pandemie wird im kommenden Jahr der Impfstoff gegen Covid-19 sein. Als engagierter Test- und ANZEIGE Impfbefürworter ersuche ich Sie schon jetzt, sich an der Möglichkeit der Impfung und der damit verbundenen Beendigung der Pandemie zu beteiligen! Ich wünsche allen Leser/innen und ihren Angehörigen ein gesundes und friedvolles Weihnachtsfest und ein von der Corona-Pandemie befreites 2021! Herzlich, Bundesrat Ernest Schwindsackl Stadtgruppenobmann des Seniorenbundes Graz

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