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2. September 2018

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- Aufregung um brutales Video: Grazer Polizist tritt wehrlosen Mann - Graz bekommt bald einen Lebensmittelrat - Erstmals Sport im Sportpark - Rettung mit Blaulicht steckte im frischen Beton - Neuer Rekord für den Grazer Tourismus - Lärm und Verkehr am Messendorfberg plagen Anrainer - 1. Grazer Freibad feiert Geburtstag - Cocktailsbar-Restaurant in der Goldenen Pastete - Bar und Restaurant im Flugzeug: NovaAir ist bereit zum Abheben

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graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Jede Frau, die geschlagen wird, ist natürlich eine zu viel.“ Landesrätin Doris Kampus möchte mit einem neuen Gewaltpräventionsprojekt Frauen vor Gewalt schützen. SPÖ FRAUEN www.grazer.at 2. SEPTEMBER 2018 Graz bekommt bald Grünen-Stadträtin T. Wirnsberger gab ihren Rücktritt bekannt. Grünen-Stadträtin tritt zurück ■■ Völlig überraschend gab Grünen-Stadträtin Tina Wirnsberger ihren Rücktritt aufgrund von gesundheitlichen Problemen bekannt. „Ich kann euch beruhigen, dass es nichts Lebensbedrohliches ist.“ Bis Ende des Jahres wolle sie noch einige Projekte beenden. Für ihre derzeit noch nicht bekannte Nachfolge wünscht sie sich, dass diese die Arbeit mit der notwendigen Kraft fortsetzen kann. STADT GRAZ/PACHERNEGG M. Plank, C. Edler, M. Kaufmann, A. Hopper, V. Uschan, K. Kreiner JVP GRAZ 46. Landestag der Schülerunion ■ ■ „Die Schülerunion ist der Garant für eine starke Stimme der Schülerinnen und Schüler in der Steiermark“, so Abgeordnete zum Nationalrat Martina Kaufmann. Am 46. ordentlichen Landestag der Steirischen Schüler union wurde Kevin Kreiner mit 98 Prozent zum Landesobmann gewählt und Landesgeschäftsführerin Victoria Uschan zur Geschäftsführerin bestellt. Kreiner löst Martin Plank ab. 30 Prozent der Lebensmittel sollen bis 2030 nicht weiter als 30 Kilometer „importiert“ werden. FH JOANNEUM/LEITNER, THINKSTOCK derGrazer Achten Sie bei der Ernährung auf Nachhaltigkeit? „Auf alle Fälle. Ich kaufe Gemüse aus Österreich und kaufe regionale Produkte.“ Claudio Kratzmüller, 46, selbständig „Ab und zu schon! Wenn es irgendwie möglich ist, achte ich natürlich schon darauf. Elisabeth Untersberger, 48, Juristin „Wenn es geht, schaue ich schon, dass ich Bio-Produkte kaufe, denn das ist mir sehr wichtig.“ Sebastian Feyrer, 21, Fußballer Blitzumfrage „Ja, und wie! Ich gehe jeden Samstag zum Bauernmarkt und kaufe auch heimische Produkte.“ Anna Gartner, 69, Pensionistin ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich achte darauf, Lebensmittel aus dem eigenen Land zu kaufen und zu verwenden.“ Robin Jacobsson, 32, Eishockeyspieler

2. SEPTEMBER 2018 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP THINKSTOCK, SKYWORK Weniger dicke Kinder Die Zahl an übergewichtigen Schülern an Grazer Pflichtschulen ist erstmals seit vielen Jahren wieder rückläufig. SkyWork-Pleite Durch die unerwartete Pleite der Schweizer Fluglinie verlor Graz sechs wöchentliche Verbindungen nach Berlin. FLOP ➜ einen Lebensmittelrat NEU. Bis 2030 sollen 30 Prozent der Lebensmittel aus einem Umkreis von 30 Kilometern stammen. Dazu kommen Lebensmittelrat und Bürgerbeteiligung. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Wenn man von Smart Cities spricht, ist fast immer von Bau, Verkehr oder Digitalisierung die Rede. Dabei ist die Lebensmittelversorgung ein ganz wichtiges Thema für eine Stadt und sollte ganz unbedingt smart sein“, findet Johannes Haas, Leiter des Studiengangs „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement“ an der FH Joanneum. Deshalb wurde „Smart Food Grid Graz“ ins Leben gerufen. Dieses von FH Joanneum, Fairnetzt, RMA (Ressourcen Management Agentur) und 17&4 durchgeführte Smart- City-Sondierungsprojekt hat ein Ziel: Dreißig Prozent der für Graz benötigten Lebensmittel sollen bis zum Jahr 2030 aus einem Umkreis von dreißig Kilometern bezogen werden können. Regional produzierbare Produkte wie Gemüse, Obst, Fleisch, Getreide oder Milchprodukte sollen dann aus Graz selbst und den Bezirken Graz-Umgebung, Voitsberg, Deutschlandsberg, Leibnitz, Südoststeiermark und Weiz stammen (siehe Karte links). Bei Obst, Milch oder Eiern ist es möglich, sich völlig selbst zu versorgen. Bei Gemüse, Getreide und Erdäpfeln liegt der Selbstversorgungsgrad derzeit deutlich unter den angestrebten dreißig Prozent. Lebensmittelrat Um dieses Ziel auch zu erreichen, wurden sechs Maßnahmenbündel mit konkreten Beispielen erarbeitet. „Wir arbeiten mit der Stadt Graz – vor allem mit dem Amt für Wirtschaft und Tourismusentwicklung – gerade intensiv an der Umsetzung. Auch Umweltamt, Bürgermeisteramt und viele andere Ressorts sind eingebunden“, berichtet Haas. Als eine der ersten und wichtigsten Maßnahmen soll ein Lebensmittelrat, wie es ihn etwa auch in Köln gibt, eingerichtet werden. „Ein Gremium aus politischen Entscheidungsträgern, Interessensvertretern, Wissenschaftlern, Bauern und Vertreibern soll im Lebensmittelrat zusammenkommen. Durch diesen sollen auch Anreize für Produzenten geschaffen werden: etwa dass Grazer Produkte durch Marketing gepusht oder ein Flächenbonus geschaffen werden“, erklärt Haas. Zwei Sitzungen mit der Stadt Graz hat es dazu bereits gegeben. Bis 2019 bzw. 2020 soll der Lebensmittelrat dann installiert werden. Bürgerbeteiligung Auch eine Bürgerbeteiligung ist geplant. Am 30. Oktober findet im Rahmen der österreichweiten Veranstaltungsreihe „Future Lectures“ das Event „Smart Food Grid Graz. Lebensmittel bewegen“ an der FH Joanneum statt. Grazer können dort ihre Ideen einbringen. Alle Maßnahmen von Bauernmärkten bis zu regionalen Warenkörben und einen genauen Umsetzungsplan gibt’s auf www.grazer.at. Kurz gefragt … ... Johannes Haas 1 Wie kann Graz in Sachen Lebensmittelkonsum nachhaltiger werden? Haas: Durch mehr Selbstversorgung: Unser Ziel ist es, bis 2030 dreißig Prozent der Lebensmittel aus einem Umkreis von 30 Kilometern zu bekommen. 2 Was bringt ein hoher Selbstversorgungsgrad? Haas: Nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Ist Smart Food Grid Graz 3 eine Utopie? Haas: Nein, es wird gerade intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Politische Entscheidungsträger, Interessensvertreter, Ämter sind eingebunden.

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