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2. Februar 2021

- Teamchef Franco Foda im ganz persönlichen Interview: „Mir fehlen meine Freunde sehr!“ - Sport- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner im Gespräch: „Es wird sicher keinen Sparkurs im Sozialbereich geben“ - Tests, Masken, Schichtbetrieb: So funktioniert der Schulstart nach dem Lockdown - Sonderlandtag war dinglich - Zusatztafeln für Grazer Straßennamen kommen - Toshi: Zweites Memori eröffnet in der Innenstadt - Projektstart in Graz: Christlich-islamischer Religionsunterricht

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4 graz www.grazer.at 2. FEBRAUR 2021 Elisabeth Meixner Tests, Masken, Schichtbetrieb So funktioniert der Schulstart nach dem Lockdown THOMAS RAGGAM, STADTGRAZ/FISCHER PLAN. Volksschüler können nach den Semesterferien wieder fünf Tage die Woche in die Schule zurückkehren, die Älteren zwei Tage im Schichtbetrieb. Alle werden regelmäßig getestet. Die Oberstufen müssen FFP2-Masken auch im Unterricht tragen. Bei den Jüngeren reicht ein einfacher Mund-Nasen-Schutz. Von Verena Leitold & Fabian Kleindienst redaktion@grazer.at Nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz gestern verkündete, dass Schulen nach den Semesterferien in den Präsenzunterricht zurückkehren können, erläuterte Bildungsminister Heinz Faßmann heute die Details. Mit einem auf den drei Säulen Masken, Tests und Schichtbetrieb fußenden Sicherheitskonzept startet man ins zweite Semester. „Wir öffnen die Schulen wieder, aber wir tun das mit größter Vorsicht! Die Infektionszahlen sind noch nicht dort, wo sie sein sollten. Und wir wollen unter allen Umständen verhindern, dass wir die Schulen nach drei Wochen wieder sperren müssen.“ Die Volksschulen starten – in der Steiermark am 15. Februar – mit fünf Präsenztagen in den Normalbetrieb. Alle Schüler werden zwei Mal pro Woche, nämlich am Montag und am Mittwoch, mittels „Nasenbohrer“- Test in den Schulen getestet. Eltern können und sollen beim ersten Mal dabei sein. Im Schulbereich muss ein einfacher Mund-Nasen-Schutz getragen werden, dieser kann in der Klasse abgenommen werden. Die Mittelstufler weren durch Masken, Tests und Abstand gesichert zurückkehren. Sowohl im Schulbereich als auch in den Klassen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Um die Dichte vor Ort zu reduzieren und für mehr Abstand zu sorgen, wird ein Schichtbetrieb eingeführt. Gruppe A kommt Montag und Dienstag in die Schule, Gruppe B am Mittwoch und Donnerstag. In der Woche darauf wird getauscht. Freitag ist ein gemeinsamer Distance Learning Tag. An Tagen, an denen man nicht in der Schule ist, müssen Arbeitsaufträge und Hausübungen abgearbeitet werden. Die Schüler werden jeweils an ihrem ersten Präsenz-Schultag der Woche getestet. Oberstufler und Berufsschüler kehren ebenso wie die Schüler der Sekundarstufe 1 im Schichtbetrieb zurück. Sie müssen im gesamten Schulhaus – also auch in den Klassen – FFP2-Masken tragen. Maskenpausen im Freien und während gelüftet wird, sind erlaubt. Gemischte Reaktionen Mittlerweile gibt es schon erste steirische Reaktionen zu den Öffnungen und den neuen Maßnahmen. Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner sieht die Rückkehr zum Präsenzunterricht als sehr erfreulich an: „Wir werden die zwei Wochen bis zum Ende der Semes- terferien nutzen, um das erneute Hochfahren vorzubereiten. Studien zeigen, dass in den Schulen auch vor dem Lockdown nur sehr wenige Infektionen stattgefunden haben und es werden weiterhin alle Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu schützen.“ Die Grazer ÖVP Abgeordnete im Nationalrat Martina Kaufmann, auch Mitglied im Unterrichtsausschuss, betonte: „Ein umfassendes Sicherheitskonzept wird garantieren, dass die Kinder wieder gut an die Schulen zurückkehren können. Alleine 20 Millionen Testsets wurden für die Schulen bestellt.“ FPÖ-Bildungssprecher Stefan Hermann sieht die Vorgaben kritisch: „Der Testzwang für Schüler bei sonstigem Ausschluss vom Präsenzunterricht gleicht einem Anschlag auf die allgemeine Schulpflicht.“ derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTS- FÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Deborah Posadas-Saucedo (0664/80 666 6491), Helmut Koltai (0664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.722 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

2. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 5 Sonderlandtag war dringlich POLITIK. In der heutigen Sondersitzung des Landtages wurden sechs dringliche Anfragen von allen Oppositionsparteien eingebracht. Die Pandemie war da natürlich einmal mehr das Hauptthema. In der heutigen Landtagssitzung wurden besonders dringende Themen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besprochen. LT STMK/SCHERIAU Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Freiheitliche und Kommunisten haben angesichts der Corona-Situation und der damit zusammenhängenden Wirtschafts-Krise eine Sondersitzung des Landtags beantragt. Auf der Tagesordnung standen heute sechs Dringliche Anfragen: eine zum Corona-Management in den Pflegewohnheimen von den Grünen, eine zur Rekordarbeitslosigkeit von den Freiheitlichen, eine zur Covid-Schutzimpfung von den Kommunisten. Die Neos bringen die psychische Gesundheit der Kinder ein. Die KPÖ will das Thema Verbauung anhand des Amazon-Verteilerzentrums in Liebenau aufs Tapet bringen. Die FPÖ die Verschiebung der Se- mesterferien erneut diskutieren. Laut Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß haben sich 4453 Pflegeheimbewohner mit dem Coronavirus infiziert, 862 von ihnen sind verstorben. 62 Pflegeheime haben die personellen Mindestanforderungen mit Ende 2020 nicht erfüllt. Laut Verordnung darf diese aber in der Pandemie unterschritten werden. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl erklärte dass bisher 35,4 MillionenEuro an Hilfsgeldern von ihrem Ressort genehmigt wurden, betonte aber, dass ein weiteres Unterstützungspaket für steirische Unternehmer derzeit nicht notwendig sei. Insgesamt sprang man mit 10.500 zur Verfügung gestellten Euro für den Bund ein. Heuer gebe es keine Anfragen dazu. Online-Vormerkung für Kinderbetreuung PLATZWAHL. Die Online-Vormerkung für die Kinderbetreuung ist gestartet. Noch bis zum 5. März können Plätze in Grazer Kinderkrippen, Kindergärten und Horten vorgemerkt werden. Von 25. Jänner bis 5. März 2021 laufen die Online- Vormerkungen für Grazer Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und Tagesbetreuungen an Schulen. Bei der Vormerkung können maximal drei Wahleinrichtungen angegeben werden. Der Zeitpunkt der Vormerkung ist für die Aufnahme nicht entscheidend. Wer die Voranmerkung lieber vor Ort in unseren Amtsgebäuden erledigt, kann dies nur mit vorheriger Online-Terminbuchung und alleine tun. Für die persönliche Vormerkung in einer Kinderkrippe, einem Kindergarten oder einem Hort besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Einrichtungen und bringen den Meldezettel des Kindes mit. Persönliche Vormerkung in Kinderkrippen und Kindergärten: 1. bis 5. März 2021. Persönliche Vormerkung in Horten für Kinder, die eine Volksschule besuchen: 16. bis 19. Februar 2021. Für Kinder, die eine Neue Mittelschule oder ein Gymnasium besuchen: 22. Februar bis 5. März 2021. Das ABI-Service der Abteilung für Bildung und Integration berät Eltern gerne in allen Fragen rund um die Vormerkung und unterstütz dabei den optimalen Platz für jedes Kind zu finden. Infos zu mehrsprachigen Angeboten und Schwerpunkten in den Betreuungseinrichtungen finden Sie in der Broschüre „Bildung findet Stadt“. Näheres dazu auf www.graz.at. Kindergarten, Kinderkrippe und Hort: Bis 5. März sind Online-Vormerkungen für die Kinderbetreuung in Grazer Einrichtungen möglich. STOCK.ADOBE.COM/KUZMINA NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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