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2. Februar 2020

- 2019 war das Jahr der Raser: 82.000 Mal tappten Grazer in die Radarfalle - Touristen-Orientierung: Fußgänger-Leitsystem kommt im Frühjahr - Ries: „Wir wollen den Zebrastreifen wieder“ - Straflandesgericht ist nun barrierefrei - M1 hat als Martinibar mit neuen Chefs wiedereröffnet - Opernredoute 2020

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8 graz www.grazer.at 2. FEBRUAR 2020 300 Euro für eine Am Jukus-Workshop nahmen Künstler aus zehn Ländern teil. Verein Jukus startet Kulturjahr-Projekt ■■ Unter dem Titel „Re_stArt#- Graz2020“ startet der Verein Jukus ein Projekt, in dem kreative Ideen für ein Kunstwerk gesucht werden. Los ging es mit einem „Kennenlern-Workshop“ in den Räumen des Grazer Kunstvereins Rotor. Bis zum 24. Februar können Ideen für Kunstwerke eingereicht werden. Eine Jury wählt anschließend die Projekte, die in der Gruppenausstellung Platz finden werden, aus. Mehr Infos und das Anmeldeformular kann man unter www.jukus. at/restart downloaden. KK RIGOROS. Hat jemand kein Ticket, kennen Straßenbahn-Kontrollore keine Gnade. Eine Familie zahlte jetzt für eine Station Fahrt 300 Euro. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Familie Schlögl ist empört und fühlt sich von Straßenbahn-Kontrolloren abgezockt. Was war geschehen? Anton Schlögl und seine Frau Rosa wollten am vergangenen Sonntag, ihrem 39. Hochzeitstag, mit ihrem Sohn Andreas auf die Häuslbauer- Messe gehen. Dafür parkten sie mit dem Auto Nähe Finanzamt und stiegen dann in eine Straßenbahn der Linie 5 ein. Laut Vater Anton habe ein Kontrollor ihn und seine Familie beim Einsteigen beobachtet und wollte, sobald die Bim losfuhr, gleich die Fahrscheine sehen. Der Vater gab an, er wollte gerade die Tickets lösen, da kam schon die Aufforderung: Ausweis! Schlögl zeigte seine ÖBB-Vorteilscard. Der Kontrollor meinte, das genügt nicht, und befahl: Aussteigen! Bei der Steyrergasse, eine Station nach dem Finanzamt, war die Fahrt für die Familie beendet. Wie meist in solchen Fällen ergab ein Wort das andere, die Familie fühlte sich „kriminalisiert“, die Kontrolleure bedroht. Zufällig kamen auch noch zwei Beamte der Ordnungswache hinzu. Der Pallawatsch war perfekt. Schlögl versuchte am nächsten Tag mehrfach, bei der Servicestelle in der Jakominigasse die Sache vorzutragen. Dort bekam er nur ein Kulanzformular. Entnervt zahlte der Vater nach der dritten und letzten Vorsprache die 300 Euro Strafe ein. Die angebotene Möglichkeit einer Kulanz hat Schlögl abgelehnt. Wie uns Holding-Konzernsprecher Gerald Zaczek-Pichler mitteilt, lautet die Schilderung der Kontrolleure, die allesamt vom Grazer Parkraumservice gestellt werden, völlig anders. Da heißt es, die Familie habe nach dem Einsteigen gemütlich getratscht und keine Anstalten gezeigt, Tickets zu kaufen. Vor allem der Vater habe auf die Kontrolle aggressiv reagiert, sodass die Frau und der Sohn ihn beruhigen mussten. Zaczek-Pichler: „Die Kontrolleure haben keinerlei Spielraum. Wer kein Ticket hat, wird bestraft. Wer beim Einsteigen keinen Fahrschein hat, muss diesen unmittelbar bei Bussen vorne beim Fahrer kaufen oder bei der Straßenbahn die gekennzeichnete Tür benützen, sich in Richtung Automat bewegen und unmittelbar den Fahrschein lösen.“ Die Beförderungsrichtlinien liegen in den Öffis auf und sind auf der Holdingwebsite einsehbar. Standesamtlich heiraten im Grazer Kaisergewölbe Kabarettistin Barbara Balldini präsentiert ihr neues Programm. KK Balldinis neues Vortragskabarett ■■ Ist die Liebe zu retten? Möglichkeiten zwischen Tinder und Sexpuppenpuffs, Cyberbrillen und Porno, Swingerclubs und Speed-Datings – da verirrt sich schon mal einer und findet nicht zurück. Zurück wohin? Das ist hier die Frage – das erzählt Barbara Balldini, Österreichs außergewöhnlichste Sexpertin, in ihrem Programm „g’hörig DURCHGEKNALLT“. Am 6. Februar im Orpheum. HOCHZEITSGLOCKEN. In Gösting kann man seit Herbst 2019 standesamtlich heiraten. Verliebt, verlobt, verheiratet! Letzteres macht man rechtlich natürlich standesamtlich. Wem es im Grazer Standesamt zu langweilig ist, der kann auch in exklusiven Locations in Graz das Ja-Wort geben. Ganz neu im Gepäck ist das Grazer Kaisergewölbe im Wohnpark Graz-Gösting, bei dem man seit Herbst 2019 auch standesamtlich heiraten kann. Somit bietet die Stadt Graz jetzt Hochzeiten in der Alten Universität, im chinesischen Pavillon, im Schlossberg-Restaurant, im botanischen Garten, im Festsaal des Meerscheinschlössls, in der Seifenfabrik, im Schloss Eggenberg, im Schloss St. Veit und in der Villa Vitamus an. Unter freiem Himmel auf dem romantischen Dachgarten mit einem 360-Grad-Blick über Graz oder im stilvollen Ambiente des Erzherzog-Johann-Salons kann man im Kaisergewölbe „Ja“ sagen. Anschließend kann man in der Location auch gleich seine Feier mit den unzähligen Hochzeitsgästen genießen. Neben Hochzeiten kann man auch zu anderen Feiern und Anlässen in die Location. Ebenso werden Weinverkostungen angeboten. VALI Über den Dächern von Graz wird gerne das Ja-Wort gegeben. KAISERGEWÖLBE/WB PHOTOS

2. FEBRUAR 2020 www.grazer.at graz 9 Bim-Fahrt Die Familie ist neben allem Pech noch dazu in die falsche Bim eingestiegen. Zur Messe fährt der Vierer, vielleicht wollten sie ein Stück zu Fuß gehen. GRAZ LINIIEN

2021