7 TAGE SONNTAG

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2. Februar 2020

- 2019 war das Jahr der Raser: 82.000 Mal tappten Grazer in die Radarfalle - Touristen-Orientierung: Fußgänger-Leitsystem kommt im Frühjahr - Ries: „Wir wollen den Zebrastreifen wieder“ - Straflandesgericht ist nun barrierefrei - M1 hat als Martinibar mit neuen Chefs wiedereröffnet - Opernredoute 2020

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graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Es fehlt nur wenig, bis hasserfüllten Worten auch Taten folgen können.“ Landtagspräsidentin Manuela Khom zum Gedenktag für die Holocaust-Opfer LUEF www.grazer.at 2. FEBRUAR 2020 Radarfallen: 82.000 Anton Lang (r.) mit Landesgeschäftsführer Günter Pirker SPÖ SMTK Lang nun offiziell SPÖ-Parteichef ■■ Mit stolzen 100 Prozent der Stimmen wurde der neue Vize-Landeshauptmann Anton Lang Montagnachmittag auch zum geschäftsführenden Landesparteivorsitzenden der SPÖ gewählt. Die geheime Abstimmung im Landesparteivorstand wird formal am nächsten Landesparteitag Anfang Mai in Leoben bestätigt. Dort will er auch Details zu geplanten innerparteilichen Reformen präsentieren. Magistratsdirektor Martin Haidvogl mit der Trophäe PASHKOVSKAYA Transparenz- Preis für Graz ■■ Die Transparency International – Austrian Chapter bewertete die Online-Auftritte der 50 einwohnerstärksten österreichischen Gemeinden: Wie transparent sind die Städte? Welche relevanten Infos bieten die Webseiten? Graz konnte sich dabei vom dritten auf den zweiten Platz verbessern. „Transparenz ist seit vielen Jahren ein elementarer Bestandteil unserer Organisationskultur“, betont der Magistratsdirektor Martin Haidvogl. © OPENSTREETMAP-MITWIRKENDE, LUEF derGrazer Sind hohe Strafen bei Radarkontrollen okay? „Ja. Wir haben Gesetze, um unsere Gesellschaft zusammenzuhalten, also sollte sich jeder daran halten.“ Paul Klein, 27, IT-Techniker 17 15 16 13 14 11 9 12 1 4 10 2 3 8 7 5 6 „Für mich schon. Gerade in 30er-Zonen sollte zum Kinderschutz darauf geachtet werden.“ Johann Hartbauer, 70, Pensionist „Ja, denn wer sich nicht daran hält, ist selbst schuld. Aber oft wird an sinnlosen Stellen kontrolliert.“ Dagmar Mayerhofer, 61, Angestellte Blitzumfrage „Ich finde, sie sind angemessen. Vor allem in 30er-Zonen und in der Nähe von Schulen zur Abschreckung.“ Stefan Köppel, 25, Klavierbauer Radargeräte Graz 1) Brucknerstraße 2) Liebenauer Tangente 3) Sternäckerweg 4) St.-Peter-Hauptstr. 178 5) Schwarzer Weg 6) Rudersdorfer Straße 7) Webling A2 8) Kärntner Straße 293 9) Krottendorfer Straße 10) Triester Straße (Höhe Plachelhofstraße) 11) Grieskai 74 12) Kärntner Straße 59 13) Alte Poststraße 106 14) Babenbergerstraße 15) Wienerstraße 315 16) Schubertstraße 17) Mariatroster Straße 190 ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ja, damit sich die Leute daran halten. Aber bei 5 km/h zu viel müsste man nicht so heftig strafen.“ Franziska Kröpfl, 75, Pensionistin

2. FEBRUAR 2020 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP GETTY, GOOGLE MAPS Grazer bekämpfen Coronavirus Das Startup Innophore ist maßgeblich daran beteiligt, ein Mittel gegen das Coronavirus zu finden. Als Erste haben sie Lopinavir vorgeschlagen. Mehr Stau durch Umbau Der Umbau der Kreuzung Sparbersbachgasse/Mandellstraße ging nach hinten los. Ampel-Experte: „Jetzt gibt es mehr Stau.“ FLOP ➜ Anzeigen für Raser in Graz ARG. 2019 ist die Zahl derer, die in Graz von einem Radarkasten geblitzt wurden, weiter gestiegen. Wir haben 17 Orte mit stationären Geräten herausgefunden. Kurz gefragt … Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Im Jahr 2019 hatten es die Grazer wohl noch eiliger als in den Jahren zuvor: Das zeigt die Anzeigenstatistik der Polizei, wenn es um zu schnelles Fahren geht. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr nämlich 82.000 Anzeigen – und das sind nur die, die mit stationären Radargeräten gemessen wurden. Zählt man die mobilen Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen im Rahmen des Streifendienstes dazu, kann man diese Zahl noch einmal verdoppeln! Zum Vergleich: 2018 waren es rund 74.000 Anzeigen mit stationären Geräten plus 85.000 mobil gemessene. Besonders „fleißig“ waren im vergangenen Jahr die sechs neuen Radarkästen der Stadt an den Standorten Krottendorfer Straße, Schwarzer Weg, Rudersdorfer Straße, Sternäckerweg, Schubertstraße und Babenbergerstraße. Die schwarzen Geräte, die sich nicht nur optisch von den alten grauen unterscheiden, sondern anders als diese in beide Richtungen blitzen können, haben in nur vier Monaten rund 22.000 Raser aufgezeichnet. Nach und nach werden die alten Geräte nun umgestellt: Kürzlich wurden etwa die in der Brucknerstraße und an der Liebenauer Tangente ausgetauscht. Nur etwa Hälfte aktiv „Im Stadtgebiet gibt es derzeit 22 Standorte von stationären Radarkabinen, welche zum Teil von der Polizei und teilweise über die Stadt Graz betrieben werden und sich auf den Hauptverkehrsrouten bzw. in der 30er-Zone vor Schulen befinden“, erklärt Polizei-Kontrollinspektor Markus Lamb. Dabei sind aber nicht immer alle Standorte aktiv. „Von den sechs Geräten der Stadt sind immer drei bestückt und auch die aktiven Geräte der Polizei werden alle drei, vier Wochen gewechselt“, verrät Straßenamtsleiter Thomas Fischer. Dazu gibt es auch noch einige Attrappen. Wir haben die meisten der aktiven Radargeräte herausgefunden (siehe Grafik links). Natürlich sollten Autofahrer aber nicht nur im Bereich der Radarkabinen mit angemessener Geschwindigkeit fahren, sondern im gesamten Stadtgebiet. Schließlich gilt es nicht nur einen Strafzettel zu vermeiden, sondern in erster Linie Unfälle. „Neben Ablenkung ist auch überhöhte Geschwindigkeit noch immer eine der häufigsten Unfallursachen“, betont Lamb. „Verkehrsunfälle sind generell zumeist auf individuelle Fehlleistungen zurückzuführen, weshalb die Behörden nur bedingt Unfälle vermeiden können. Die Verkehrsüberwachung mit Radargeräten ist aber eine Möglichkeit, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“ ... Thomas Fischer 1 Wieso halten sich so viele nicht an Tempolimits? Fischer: Ihnen ist wohl nicht bewusst, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der häufigsten Unfallursachen ist. 2 Wann werden neue Radarkästen aufgestellt? Fischer: Forderungen gibt es ständig, aber es muss schon ein Verkehrssicherheitsproblem vorliegen. Es macht keinen Sinn, einfach überall zu kontrollieren. 3 Sind konkret schon welche geplant? Fischer: Es gibt eine Liste, die wir prüfen. Für dieses Jahr ist aber bisher nichts fixiert.

2021